Bundesliga

Schwere Heimaufgaben im Weiler Abstiegskampf

30.10.2009 10:46

Der ESV Weil am Rhein ist in der Bundesliga Luftpistole Gruppe Süd vor dem dritten und vierten Wettkampf am Samstag und Sonntag wahrlich nicht zu beneiden. Die Südbadener stehen punktlos ohnehin schon am Tabellenende, und jetzt empfangen die Schützlinge von Trainer Hans Blaschka mit der SGi Ludwigsburg und dem TSV Ötlingen ausgerechnet die einzigen beiden noch ungeschlagenen Spitzenteams. Doch einen Vorteil können sie in die Waagschale werfen: Sie haben Heimrecht (Mehrzweckhalle 79576 Weil a. Rhein, Ortsteil Ötlingen) und können ohne Druck schießen, denn kaum jemand erwartet Zählbares vom krassen Außenseiter.

Diese Situation wollen die Weiler für sich natürlich ausnutzen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Andererseits wollen sich Ludwigsburg und Ötlingen keine Blöße geben und die Weichen schon in Weil in Richtung Finale in Coburg stellen. Der Vierte im Bunde kurz vor der Schweizer und französischen Grenze ist die SGi Waldenburg, der ebenfalls die beiden Spitzenteams fordert. Der mehrfache Meister tritt klar mit dem Interesse an, möglichst Ötlingen, Gegner am Samstag, und Ludwigsburg, Gegner am Sonntag, durch Siege zu verdrängen. Denn die Schwaben von Teamchef Günther Wüstemeyer lauern auf Rang drei und könnten mit zwei Siegen den Platz an der Sonne erklimmen. Sie bauen auch auf Abdullah Ustaoglu (Foto), der jahrelang für Weil schoss, dort im Erstligateam jetzt schmerzlich vermisst wird und an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Am zweiten Wettkampfort in Altheim-Waldhausen (Vereinseigene Bogenhalle, 88499 Altheim-Waldhausen) steht eindeutig zunächst der Abstiegskampf im Blickpunkt – was sich im Laufe des Wochenendes schnell ändern kann. Drei Teams mit jeweils zwei Zählern, dazu die SG Ulrichshögl, die noch ohne Punktgewinn ist, treten an. Doch der Sieger der Begegnung zwischen dem Gastgeber und Meister SV Kelheim-Gmünd am Samstag wird sich ganz schnell Richtung Finalteilnahme orientieren, für die Kelheimer ist das ohnehin das erklärte Saisonziel.

Ulrichshögl hat am ersten Wochenende zwar eine gute Figur abgegeben und zweimal unglücklich verloren, doch davon kann sich das Team von Trainer Andreas Trommer nichts kaufen. Die ersten Zähler müssen her, und mit dem Sammeln wollen die Südbayern am Samstag gegen Dynamit Fürth beginnen. Schließlich hat es Ulrichshögl am Sonntag mit der Startruppe aus Kelheim zu tun, die nach Abschluss des Weltcupfinales in China wohl auch wieder auf die Olympia-Dritte mit der Sportpistole, Munkhbayar Dorjsuren (Foto), zurückgreifen kann. Fürth und Altheim-Waldhausen schließen das Wettkampfwochenende ab. Vielleicht herrscht dann weiter Abstiegskampf pur vor, vielleicht geht der Blick der Teams schon Richtung Coburg – das ergeben erst die Resultate vom Samstag.

 

Bericht: Harald Strier

Die Ergebnisse finden Sie auf den Bundesligaseiten des
Deutschen Schützenbundes.