Bundesliga

Showdown der beiden Spitzenteams in Petersaurach

05.11.2009 14:10

Prestige und Punkte stehen im Mittelpunkt des absoluten Spitzenkampfes in der Bundesliga Luftgewehr Gruppe Süd. Am zweiten Wettkampfwochenende treffen in Petersaurach (Wicklesgreuther Straße 16, Schulturnhalle, 91580) gleich in der ersten Begegnung am Samstag (17.00 Uhr) die einzigen beiden, bisher noch ungeschlagenen Teams der HSG München und SG Germania Prittlbach aufeinander. Beide siegten zum Auftakt zweimal 3:2, beides sind bayerische Teams – und für beide geht es um die Weichenstellung für die weitere Saison.

Der Sieger ist schon so gut wie sicher im Finale, der Verlierer könnte sogar noch Probleme in dieser ausgeglichenen und starken Liga im Kampf um den Klassenerhalt bekommen. Denn schon am Sonntag werden die Vertretungen der Trainer Hubert Bichler und Ralf Horneber auf erneute harte Proben gestellt: Die HSG triff auf den „Favoritenschreck“ SV Petersaurach, der zum Auftakt schon dem erklärten Gruppensieg- und Titelanwärter „Der Bund“ ein Bein gestellt hatte. Prittlbach wird sich dann mit dem SV Affalterbach auseinander setzen müssen – und die Schwaben wiederum ließen vor knapp zwei Wochen Meister SG Coburg nach ihrem 3:2-Sieg im Regen stehen.

Übrigens: Sowohl Affalterbach als auch „Der Bund“ traten gegen das jeweils andere Spitzenteam schon zum Auftakt an – und beide verloren nur mit 2:3. Für das gesamte, in Petersaurach antretende Quartett gilt also: Siege kommen nur mit Topleistungen zustande, und am Sonntag wird gegen 12.30 Uhr Bilanz zu ziehen sein: Führt der Weg nach oben oder nach unten?
Denn in Bad Dürrheim (Salinenstraße, Salinen-Sporthalle, 78073 Bad Dürrheim), beim Heimkampf der südbadischen SSvG Brigachtal, kämpfen neben „Der Bund“ und Coburg, die beide jeweils einen Sieg zu Buche stehen haben, die noch erfolglosen Gastgeber und Dynamit Fürth um die Zähler. Gleich zum Auftakt treffen die Schlusslichter – Fürth steht mit vier gegenüber zwei Einzelpunkten etwas besser da – direkt gegeneinander. Für die Teams darüber heißt das: Einer wird gewinnen, also den Anschluss ans Mittelfeld schaffen. Und Brigachtal geht daheim als leichter Favorit ins Rennen, denn Peter Sidi (Foto oben) dürfte wieder zum Einsatz kommen. Zuletzt fehlte der Ungar wegen des Weltcupfinales im chinesischen Wuxi.

Mit Sidi rutschen alle anderen Schützen bei Brigachtal eine Position tiefer – und dann ist das Team auch am Sonntag gegen Meister Coburg nicht unbedingt Außenseiter. Denn die Nordbayern taten sich zum Auftakt unerwartet schwer, nur ein im Stechen mit 9:8 erzitterter Sieg Michaela Wagners (Foto) über Fürths Michaela Gschwind sicherte die bisher einzigen Mannschaftspunkte. Doch die SG wird kämpferisch eine Schippe drauflegen – will man doch das Bundesligafinale in eigener Halle nicht von der Tribüne aus verfolgen.

Die Coburger stehen ohnehin vor einem heißen Wochenende. Zum Auftakt treffen sie auf „Der Bund“ – und die Münchener wollen ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Im Duell mit dem aktuellen Meister bietet sich für die Mannschaft von Trainer Johann Riederer die beste Gelegenheit, die eigenen hohen Ansprüche zu untermauern. Auch am Sonntag gegen die SSG Fürth, das aufpassen muss, nach den Duellen mit Brigachtal und den Münchener nicht abgeschlagen am Tabellenende zu stehen. Doch die zum Auftakt gezeigte Ausgeglichenheit auf zwar nicht überragendem, aber gutem Niveau könnte dem entgegenwirken.

  

Bericht: Harald Strier

Die Ergebnisse finden Sie auf den Bundesligaseiten des
Deutschen Schützenbundes.