Weltmeisterschaften

Silber und Bronze für Rohrberg und Landesfeind

04.10.2016 11:14

Zwei Medaillen, zwei unglückliche vierte Plätze – das ist die Erfolgsbilanz der deutschen Schützen von der Weltmeisterschaften mit dem Feldbogen. Im irischen Dublin gewann Sebastian Rohrberg (Langwedel, Foto) Silber mit dem Recurvebogen, Carolin Landesfeind (Oberursel) holte Bronze mit dem Compoundbogen. Daniela Klesmann (Frickenhausen) und das deutsche Recurve-Männerteam scheiterten beim Medaillenkampf knapp und belegten jeweils Rang vier.

Einmal mehr sorgte der frühere FITA-Nationalschütze Sebastian Rohrberg in Dublin für den größten deutschen Erfolg. Erst im Finale scheiterte der Tuningexperte der deutschen Nationalmannschaft an dem frisch gebackenen Weltcup-Finalsieger und Olympiadritten von Rio, Brady Ellison aus den USA, mit 52:59. Im Halbfinale hatte Rohrberg den Italiener Marco Morell mit 57:55 bezwungen. Er hatte sich über Platz sechs für das Viertelfinale und Rang drei in der zweiten Ausscheidungsrunde für die Vorschlussrunde qualifiziert. Oliver Obst (Kassel) hatte mit 660 Ringen in der Qualifikation als 19. die Ausscheidungsrunde verpasst.

Auch im Team zeigte Rohrberg gemeinsam mit Richard Klesmann (Kirchheim) und Henning Lüpkemann (Sigmaringen) eine starke Leistung. Nach dem 101:97-Auftaktsieg über Frankreich unterlag das Trio allerdings im Halbfinale Italien mit 52:54, und auch im Kampf um Bronze zog die DSB-Mannschaft mit 53:55 gegen Schweden den Kürzeren.

Daniela Klesmann erging es ähnlich. Nach ihrer Qualifikation für das Halbfinale durch die Ränge sieben und drei in den Ausscheidungsrunden scheiterte sie an der Italienerin Jessica Tomasi mit 43:48. Im Kampf um Bronze fehlte ihr gegen die Polin Joanna Rzasa beim 39:40 nur ein Ring, um das Stechen zu erreichen.

Mit dem Compoundbogen hingegen kam Carolin Landesfeind das Glück zu Hilfe. Gemeinsam mit Katharina Landrock (Sulzbach) als Sechste hatte sie sich als Dritte für das Viertelfinale qualifiziert, in dem Landrock als Siebte scheiterte. Landesfeind errang Platz zwei und stand im Halbfinale, das sie jedoch gegen die Mexikanerin Linda Ochoa-Anderson mit 60:65 verlor. Im „kleinen Finale“ gegen die Belgierin Gladys Willems stand es zunächst 62:62-Remis, doch im Stechen behielt Landesfeind die Nerven und gewann mit 6:4.
Bei den Männern belegte Henning Lüpkemann, mit dem Recurvebogen Vierter des Teamwettbewerbes, Rang sechs. Nach Platz sieben in der ersten Ausscheidung scheiterte er um einen Ring am Halbfinaleinzug. Ähnliches Pech hatte Jens Asbach (Nidderau), der nach 788 Ringen erst im Stechen das Achtelfinale verpasste. Bei den Juniorinnen belegte Lena Ebbing (Velen) mit 677 Ringen Platz zwölf. Junior Yannick Schütz (Nideggen) kam mit 769 Ringen auf Rang neun.

Mit dem Blankbogen kamen bei den Herren Richard Klesmann und Matthias Penzlin (Hamwarde) mit 601 und 596 Ringen auf die Plätze 22 und 23. Ulrike Koini (Sörth) erreichte in der Qualifikation mit 601 Ringen Platz sieben, scheiterte aber in der ersten Direktausscheidung als Zwölfte.