Weltcup

Sonja Pfeilschifter siegt zum Weltcupauftakt

30.05.2007 00:00

Gleich im ersten Wettbewerb des Weltcups für Gewehr und Pistole auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück konnten die deutschen Gewehrschützinnen einen großen Erfolg für sich verbuchen. Sonja Pfeilschifter (Ismaning/Foto Mitte) siegte mit dem Sportgewehr und 688,7 Ringen, Barbara Lechner (Triftern/Foto rechts) belegte mit 683,2 Ringen den dritten Platz.

 

Schon nach dem Vorkampf ging Sonja Pfeilschifter mit 588 Ringen als Führende in das Finale mit dem Sportgewehr. Die 36-jährige Sportsoldatin hatte 199 Zähler im Liegendschießen, 194 Ringe im Stehendanschlag und 195 Zähler im Knieendschießen erzielt. Das bedeutete einen Vorsprung von vier Ringen vor Tatjana Goldobina und den drei weiteren Schützinnen – unter ihnen Barbara Lechner – die alle 583 Ringe auf ihrem Konto stehen hatten. Barbara Lechner, mit 583 Ringen als Fünfte in das Finale gegangen, begann heute Morgen ihrerseits mit 199 Ringen, ließ 193 Zähler folgen und schloss den Vorkampf im Knieendanschlag mit 191 Ringen ab.

Im Finale der besten Acht gab es kaum Positionskämpfe. Tatjana Goldobina (Russland), nach dem Vorkampf mit 584 Ringen noch Zweite, verabschiedete sich mit einer 7,1 in der dritten Serie und machte den Weg frei für Barbara Lechner, die sich nach starkem Finalbeginn auf den zweiten Rang vorschob.

Die vier Ringe Differenz, die Sonja Pfeilschifter (Foto) nach dem Vorkampf hatte, waren während der gesamten Endrunde nie in Gefahr. Die mehrfache Welt- und Europameisterin schoss ein konstant gutes Finale. Mit 100,7 Ringe war es das zweitbeste Ergebnis.

„Ich hatte einen ordentlichen Vorsprung. Letztes Jahr, als ich hier den Weltrekord geschossen habe, war er sogar noch etwas deutlicher. Ich weiß selbst nicht, warum es hier auf der Anlage beim Weltcup immer so gut läuft, es kann nicht am Training liegen, denn ich trainiere bei meinem Heimatverein. Auf der Olympiaschießanlage absolviere ich nur die Weltcups, Meisterschaften und Lehrgänge. Der Erfolg lag sicherlich im harten Training der letzten Zeit begründet.

Das beste Finalresultat gelang mit 102,1 Ringen Sylwia Bogacka (Polen/Foto links), die nach dem Vorkampf mit 582 Ringen knapp hinter der Gruppe um Barbara Lechner lag. Lange Zeit lag die Polin auf Rang drei, konnte sich dann aber im vorletzten Durchgang noch an Barbara Lechner vorbeischieben und belegte in der Endabrechnung mit 684,1 Ringen den zweiten Platz.

Nicht ganz zufrieden war Barbara Lechner (Foto) mit ihrem Vorkampf: „Das Knieendschießen war ärgerlich, ich konnte meine linke Seite nicht richtig stabilisieren, da sind einige Schüsse links weggesprungen. Ich habe dann aufgrund des Windes sehr schnell geschossen, weil ich dachte, dass er im Laufe des Wettkampfes stärker wird, aber dies ist leider nicht eingetroffen. Dazu kam die Kälte, die mir doch sehr zu schaffen gemacht hat. Mit dem Finale war ich dagegen sehr zufrieden. Wenn die letzten drei Schuss noch gesessen hätte, wäre alles perfekt gewesen.“

Manuela (Flörsheim), die dritte Teilnehmerin des Deutschen Schützenbundes in diesem Wettbewerb, wurde mit 579 Ringen auf Platz 16 notiert.

Bundestrainer Claus-Dieter Roth war mit ihrer Leistung aber sehr zufrieden: „Manuela Felix hat als noch junge Schützin hier mit 579 Ringen nur knapp das Finale verpasst. Sie hat den Knieendanschlag etwas unglücklich begonnen und das war der Knackpunkt, sonst hätte sie vielleicht sogar im Finale gestanden.“

Mit der Luftpistole kam kein deutscher Teilnehmer in die Nähe der vorderen Plätze. Sebastian Rosner (Ulm), Artur Gevorgjan (Bremen-Bassum/Foto) und Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe) erzielten alle 577 Ringe und belegten damit die Ränge 27, 30 und 34. 583 Ringe wären für eine Finalteilnahme notwendig gewesen.

Es siegte der Routinier Michail Nestrujew (Russland) mit 686,6 Ringen vor Yury Dauhapolau (Weißrussland) mit 683,6 Ringen und Pavol Kopp (Slowakei) mit 682,5 Ringen.

Bundestrainer Peter Kraneis zu den Leistungen seiner drei Schützen: „Alle drei waren heute Mittelmaß, was sich in den Platzierungen ausdrückt. Sie können derzeit zwar um die 580 Ringe schießen, aber nicht darüber hinaus, in Richtung 585 Ringe. Daran werden wir noch arbeiten müssen. Im Augenblick ist aber auch die Freie Pistole eher der Schwerpunkt bei unseren Schützen, weil im Juli in Granada die Europameisterschaften in den Kleinkaliberdisziplinen auf dem Programm steht.“

Alle bisherigen Ergebnisse vom Weltcup in Garching-Hochbrück finden Sie hier.

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