Bundesliga

Spannung bis zum letzten Schuss

29.11.2005 00:00

Klare Ergebnisse gab es in der Bundesliga Luftpistole Süd am dritten Wettkampfwochenende, doch bleibt die Spannung bis zum Ende der Vorrunde erhalten. Sicher ist nur, dass mit dem amtierenden Deutschen Meister, der Schützengilde Waldenburg, dem SV Kelheim-Gmünd und der Schützengilde Ludwigsburg bereits drei Südvertreter in der Bundesligaendrunde stehen. Das vierte Finalticket und die Frage des Abstiegs ist jedoch noch vakant.

 

Ausgerechnet der Titelverteidiger verbuchte angesichts der sonstigen 4:1- und 5:0-Resultate vor eigenem Publikum ein knappes Ergebnis. Gegen die SSG Dynamit Fürth mussten sich die Waldenburger schon strecken, um beim 3:2-Erfolg die beiden Siegpunkte einzufahren.

Ohne den in dieser Saison noch ungeschlagenen Patrick Lengerer, dem von Teamchef Günter Wüstemeyer wegen eines privaten Termins freigegeben worden war, waren Leo Braun, Wladimir Gontscharow und Wolfgang Renner (Foto) jedoch auf den Positionen eins bis drei nicht gefährdet und siegten in ihren Duellen deutlich. Da konnten die Niederlagen auf den beiden hinteren Positionen verschmerzt werden.

Zu ihrem ersten Einsatz in der deutschen Bundesliga kam die Doppelolympiasiegerin mit der Sportpistole, Maria Grozdewa, die beim 5:0-Erfolg von Waldenburg in der Spitzenbegegnung gegen Ludwigsburg Wladimir Gontscharow vertreten durfte. Mit 377:376 gewann die Bulgarin mit der letzten Zehn gegen Andreas Schneider und musste wie schon viele internationale Spitzenschützen vor ihr feststellen, dass die höchste deutsche Mannschaftsklasse ganz eigene Gesetze hat, die mit normalen Turnieren im Sportschießen nicht zu vergleichen sind.

„Der Wettkampf war so stressig für mich, dass ich mich an nichts erinnern kann“, so die Bulgarin nach ihrem letzten Schuss, „ich habe wie im Traum geschossen und ich bin heilfroh, dass es noch gerade einmal gut gegangen ist.“

Nicht gut gegangen ist es dagegen für die Sportschützen vom TSV Ötlingen, die sich der SG Ulrichshögl und dem SV Kelheim-Gmünd zwei Mal 1:4 beugen mussten und nun am Tabellenende mit 0:12 Zählern alles auf den letzten Wettkampf setzen müssen, wo am 7. Januar 2006 der Aufsteiger SV Heidelberg wartet.

In der ehrwürdigen Universitätsstadt kommt es dann zum direkten Abstiegsduell, denn auch Heidelberg ist nach zwei 1:4-Niederlagen gegen Kelheim-Gmünd und Ulrichshögl mit 2:10 Punkten noch in höchster Gefahr und eine Niederlage in eigener Halle gegen Ötlingen Anfang des nächsten Jahres würde für den Aufsteiger bedeuten, sofort wieder in die zweite Liga zurückversetzt zu werden.

Die SG Ulrichshögl konnte sich mit zwei Erfolgen am Wochenende im Mittelfeld platzieren und hat nun bei 6:6 Zählern als Tabellenfünfter sogar ausgezeichnete Perspektiven für das Erreichen des Bundesligafinales, denn der derzeit punktgleiche Vierte, der ESV Weil am Rhein, trifft im letzten Wettkampf auf den Deutschen Meister SGI Waldenburg, während Ulrichshögl gegen die Mannschaft aus Fürth antritt.

Die Franken werden jedoch vor eigenem Publikum das Letzte aus sich herausholen, können sie doch mit einem Sieg gegen die SG Ulrichshögl die Relegation vermeiden, die ihnen bei einer Niederlage droht.

Die beste Leistung in der Bundesliga Gruppe Süd zeigte an diesem Wochenende ein alter Bekannter im Kreis der internationalen Spitzenschützen. Der Olympiasieger von 1996 in Atlanta, Robert Di Donna (SV Kelheim-Gmünd/Foto), erzielte in der Begegnung mit dem SV Heidelberg gegen Daniel Barner 388 Ringe.

Alles Wissenswerte über die Bundesligakämpfe der Luftpistole Gruppe Süd finden Sie hier.