Bundesliga

Spitzenreiter Elsen muss zwei Angriffe abwehren

05.11.2009 13:39

Spitzenreiter SV Hubertus Elsen stehen am zweiten Wettkampfwochenende der Bundesliga Luftgewehr Gruppe Nord zwei äußerst schwierige Aufgabe bevor. Das wie die SG Hamm und KKS Nordstemmen ungeschlagene Team muss in zwei Spitzenduellen die Tabellenführung verteidigen. Dabei kommt es am Samstag ausgerechnet in der „Höhle des Löwen“ (Sporthalle an der Jahnstraße, 31171 Nordstemmen) zum direkten Aufeinandertreffen mit dem Gastgeber.

Die gastebenden Niedersachsen durften sich zum Auftakt über zwei knappe 3:2-Erfolge über Hilgert und Düsseldorf freuen. Das Team von Trainer Frank Pohl glänzt durch seine Ausgeglichenheit an allen fünf Positionen, jeder aus dem Quintett ist jederzeit für einen Einzelpunkt gut. Besonders Kirsten Möller und Henrik Borchers (Foto oben) an den hinteren beiden Positionen waren am ersten Wettkampftag gefährlich.

Doch da verfügt auch Elsen mit André Knop, Nadine Schüller und Daniel Butterweck, die am ersten Wettkampfwochenende zum Einsatz kamen, über viel Qualität. Vorn baut das Team des Trainerduos Heinz Reinkemeier und Achim Veelmann auf den Holländer Dick Boschman, mittlerweile eine Institution der Liga. Am Sonntag wird sich Elsen mit dem TuS Hilgert auseinandersetzen müssen. Das Team um den erfahrenen und starken Erich Schmul (Foto) hatte zum Auftakt zwei knappe Niederlagen einstecken müssen, vor allem das 1:4 gegen Hamm war für den Mitfavoriten auf den Gruppensieg sehr überraschend gekommen. Jetzt muss sich das Team am Samstag gegen die ebenfalls punktlosen Dorndorfer und eben gegen Elsen versuchen, zunächst aus der Abstiegsregion wegzuarbeiten, um vielleicht noch in den Kampf um die Finalplätze einzugreifen.

Der Aufsteiger aus der Rhön wiederum verkaufte sich trotz seiner beiden Niederlagen zum Auftakt teuer. Die Dorndorfer werden nach immerhin erreichten drei Einzelpunkten allerdings gegen Hilgert und Nordstemmen große Probleme bekommen, auch die ersten beiden Mannschaftspunkte einzufahren. Aber kämpfen werden sie mit Sicherheit wieder.
Ein Stück Abstiegskampf in Nordstemmen, ein Stück davon auch an der zweiten Austragungsstätte in Münster (Sporthalle am Sportpark, Gievenbecker Weg 200, 48161 Münster-Gievenbeck). Düsseldorf, ohne Punkt, trifft auf Gastgeber Münster, zwei Punkte, und auf Buer-Bülse, ebenfalls zwei Punkte. Nur Hamm scheint davon unberührt, doch die vier Punkte des Aufsteigers könnten sich als trügerische Sicherheit entpuppen, wenn beide Begegnungen gegen Buer-Bülse und Gastgeber Münster am Sonntag verlorengehen sollten. Klar ist nur eins: Besonders in Münster wird an diesem zweiten Wettkampfwochenende das Feld so sortiert, dass danach für die einen der Abstiegskampf, für die anderen der Kampf um die Finalplätze eindeutig in den Vordergrund rückt. Denn Favoriten in den vier Begegnungen auszumachen wäre so vermessen, als wenn man die Lottozahlen voraussagen könnte.

Hamm kommt mit viel Selbstvertrauen nach Münster. Nach dem Traumstart der fünf Frauen um Trainer Rudolf „Jenny“ Jendrzejewski mit den Erfolgen über Düsseldorf und Hilgert müssen sie jetzt beweisen, dass sie nicht nur ein Wochenende getanzt haben. Besonders unter Druck dagegen steht Düsseldorf. Auch die Rheinländer hatten viel Pech, boten eigentlich gute Leistungen, nur waren eben zu viele direkte Gegenüber des Teams um den neuen holländischen Spitzenmann Peter Hellenbrand einfach besser.
Der ABC Münster schien sich mit Jessica Kregel aus Wolthausen so zielgerichtet verstärkt zu haben, dass mit den Westfalen auf jeden Fall in den Spitzenplätzen gerechnet werden musste. Kregel erfüllte mit 395 und 393 Ringen auch die Erwartungen, aber bei der 1:4-Niederlage gegen Elsen gab es im Team zu viele schwächere Leistungen, auch der Neuzugang verlor den Einzelpunkt gegen den starken Dick Boschman. Buer-Bülse schließlich, der zweimalige Meister, hat zwar seit Jahren Jozef Gönci in seinem Kader stehen, aber seit Jahren tritt der slowakische Weltklasseschütze so gut wie nie an. Die von Hamm im Vorjahr gekommene Laurence Brize (Foto) nahm zuletzt die Ausländerposition ein. Die Gelsenkirchener stehen mit ihrer ansonsten seit Jahren kaum veränderten Mannschaft vor der primären Aufgabe, sich aus dem Abstiegskampf weitestgehend herauszuhalten.

 

Bericht: Harald Strier

Die Ergebnisse finden Sie auf den Bundesligaseiten des
Deutschen Schützenbundes.