Bundesliga

Stechen bereits im ersten Viertelfinale

07.02.2009 00:00

Das Bundesligafinale für Luftgewehr und Luftpistole in Coburg begann mit einer Dramatik, wie man sie nur aus der Bundesliga gewöhnt ist, denn bereits im ersten Viertelfinale musste ein Stechen zwischen dem Meister von 2006, Hubertus Elsen, und Der Bund München entscheiden. Dirk Leiwen (Elsen/Foto rechts) gewann dieses Shott-off mit 10:9 gegen Sylvia Aumann (München/Foto links) und sicherte seinem Team damit den entscheidenden Punkt zum 3:1. Mit der Luftpistole gewann der SV Kelheim-Gmünd klar mit 4:0 gegen die SSGI Bremen-Bassum.

 

Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend, obwohl es zu Beginn des Finales nach einem klaren Ergebnis für die Westfalen ausgesehen hatte. Zwar schossen die Münchner im Durchschnitt schneller, doch die Ergebnisse sprachen für die Schützen von Hubertus Elsen.

Benjamin Aicher (München) beendete die erste Serie als schnellster Schütze, verlor jedoch seine Begegnung gegen Eva Schmitz mit 391:393. Auch Norbert Ettner (München) war seinem Gegner Damian Kontny (Elsen) von der Zeit weit voraus, doch auch hier blieb der Westfale ruhig und brachte mit einem 389:387-Erfolg den zweiten Punkt für das Team aus Elsen nach Hause.

Lediglich Frank Dobler (München) sorgte in der regulären Zeit von 50 Minuten durch einen knappen 393:392-Erfolg gegen Daniel Butterweck (Elsen) für den Ehrenpunkt der Münchner. Dagegen mussten Sylvia Aumann und Dirk Leiwen an Position vier und theoretisch auch die beiden Spitzenschützen Mario Knögler (München) und Dick Boschmann (Elsen) nach 397:397-Gleichstand in die Verlängerung eines Shoot-offs. Theoretisch deshalb, weil nach dem entscheidenden dritten Punkt für eine Mannschaft kein weiteres Stechen mehr stattfindet.

An Position vier fiel dann die Entscheidung durch den Sieg von Dirk Leiwen und Hubertus Elsen stand mit diesem Sieg als erste Mannschaft in der Disziplin Luftgewehr für das Halbfinale fest.

Mit der Luftpistole sahen die Zuschauer in der bereits fast vollen Angersporthalle zwar eine interessante Begegnung, doch war sie nicht annähernd so dramatisch wie das Duell mit dem Luftgewehr. Zu überlegen agierte der SV Kelheim-Gmünd und schon nach der ersten Hochrechnung zeigte sich beim 5:0 die Dominanz der Bayern.

Die SSGI Bremen-Bassum, dies wurde schnell klar, hatte auch im Verlauf der Partie nichts entgegenzusetzen. Der Olympiasieger von 1996 in Atlanta, Roberto Di Donna (Kelheim-Gmünd/Foto links), war der eindeutig bessere Schützen gegen die Goldmedaillengewinnerin von Athen 2004, Olena Kostevych (Foto rechts), auf Seiten der Bremer und gewann das Duell der beiden Olympiasieger klar mit 386:383.

Auch die deutsche Spitzenschützin, Munkhbayar Dorjsuren, gewann ihre Begegnung mit 379:372 gegen Sascha Sandmann klar an Position zwei. Thomas Kirchmeier war mit 372:364 gegen Pierre Michel erfolgreich und auch Sebastian Rosner hatte beim 382:369 seinen Gegner Sven Freier fest im Griff.

Lediglich Antje Noeske (Bremen-Bassum) schaffte einen 378:378-Gleichstand gegen Thomas Karsch, doch auch hier gab es kein Stechen, weil die Gesamtentscheidung mit 4:0 für den SV Kelheim-Gmünd damit bereits gefallen war.

Alle Ergebnisse vom Bundesligafinale Luftgewehr und Luftpistole finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe hier.