Deutsche Meisterschaften

Stechen um Gold und Silber

25.08.2007 00:00

In der letzten Entscheidung der olympischen Disziplinen bei den Deutschen Meisterschaften 2007 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück kam es im Doppeltrap der Herren zu einer spannenden Auseinandersetzung zwischen Michael Goldbrunner (Geretsried/Foto) und Stefan Ommert (Ludwigshafen), die der junge Bayer nach jeweils 176 Treffern im Stechen mit 2:1 gewann.

 

Der 21-jährige Europameisterschaftsfünfte von Granada hatte schon nach dem Vorkampf mit 135 getroffenben Scheiben das beste Ergebnis der Konkurrenz erzielt. Er lag damit einen Treffer vor Stefan Ommert und Waldemar Schanz (Wiesbaden), der bereits den deutschen Meistertitel im Trap vor zwei Tagen gewann.

Nur diese drei Schützen konnten sich realistischerweise Hoffnungen auf den Titel machen, denn mit 130 Treffern lag Andreas Löw (Rauenzell) doch zu weit zurück, um noch ganz nach vorne zu kommen. Er wurde am Ende mit 171 Treffern Vierter vor Steffen Däbel (Kronberg), der es wieder einmal in das Finale schaffte und mit 148 Treffern Rang fünf belegte und Hermann Mironow (Rheinböllen), der mit 143 getroffenen Scheiben auf Platz sechs kam.

Alle drei Schützen zeigten ein konstantes Finale, in dem Michael Goldbrunner jedoch immer die Führung behielt. Lediglich am Ende machte der Bayer einen Fehler zuviel und seine 41 Erfolge im Finale bedeuteten das Shoot-off gegen Stefan Ommert (Foto), der mit 42 Treffern die beste Endrunde aller sechs Schützen zeigte. Waldemar Schanz kam auf 40 treffer und wurde mit insgesamt 174 Treffern Dritter.

Schon die erste Doublette brachte im Stechen die Entscheidung zugunsten von Michael Goldbrunner, denn er traf beide Scheiben, während Stefan Ommert die erste verfehlte und die zweite dann keinen Enfluss mehr auf die Verteilung von Gold und Silber hatte.

„Schon bei den Europameisterschaften habe ich ja schon im Stechen gestanden, da war es noch etwas aufregender“, so der glückliche Sieger nach dem Wettkampf, „wenn man wie heute hinten raus einen Fehler zuviel macht, muss man es halt im Stechen richten. Die ersten beiden Runden heute waren ganz gut, die dritte Runde, in der ich nur 42 Treffer hatte, war ein wenig ärgerlich. Die Organisatoren hatten vergessen, die Wurfmaschinen aufzufüllen. Mitten in der Runde war dann die Maschine leer. Darüber hinaus wurden mir klare Treffer nicht gegeben, aber jetzt Schwamm drüber, im Endeffekt kann ich schon zufrieden sein. Ich hoffe, dass ich das Selbstvertrauen und die guten Leistungen mit zur Weltmeisterschaft nach Zypern nehmen kann.“

Bundestrainer Wilhelm Metelmann zu den Aussichten seines Teams auf der Mittelmeerinsel: „Wenn man sich den Verlauf dieses Jahres ansieht mit den Ergebnissen bei den Weltcups und bei den Europameisterschaften, gehen wir doch sehr hoffnungsvoll zur WM nach Nikosia. Christine Brinker oder Axel Wegner, um hier nur zwei Schützen zu nennen, haben die Chance, ganz vorne mit dabei zu sein und auch die Trapschützen haben mit guten Leistungen überzeugt. Ganz wichtig ist jedoch die Disziplin Doppeltrap, denn dort wollen wir noch einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Peking gewinnen. Wir haben den Vorteil, dass die Italiener, Russen und die Amerikaner ihre Quotenplatzkontingente bereits erfüllt haben. Dies bedeutet, dass wir mit einer Finalteilnahme eines unserer Schützen vielleicht das Olympiaticket holen können.“

Bei den Junioren gewann heute Kai Squillante (Pforzheim) mit 134 Treffern vor Jens Schake (Wilhelmshaven) mit 117 Treffern und Daniel Hofmann (Herrieden), der mit 116 Treffern Dritter wurde.

Alle bisherigen Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften 2007 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück finden Sie hier.

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