Sportpolitik

Stellungnahme des Deutschen Schützenbundes zu einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung vom 28.08.2009

07.09.2009 14:08

Die Wiedergabe von Äußerungen des Bundessportleiters Max Mückl in dem Bericht „Aussitzen im Wohnwagen – Die DM der Sportschützen nach dem Amoklauf in Winnenden“ hat unter den Mitgliedern des Deutschen Schützenbundes (DSB) zu Irritationen geführt.

 

Daher geben Präsident Josef Ambacher und Bundessportleiter Max Mückl, hierzu folgende Stellungnahme zur Klarstellung der missverständlichen Wiedergabe der Äußerungen von Herrn Mückl ab: 

Im vorletzten Absatz des Artikels heißt es u.a.:

„Wir vom Verband nehmen die Diskussion sehr ernst", sagt Mückl und zieht an der Zigarre. So werde man noch in diesem Jahr darüber beraten, die Magazinkapazität der Waffen auf fünf Patronen zu reduzieren. Außerdem, so Mückl, wolle man den Großkaliber-Sport ab 5,6 Millimeter "noch einmal generell in Frage stellen", freilich ohne erklären zu wollen, was das nun zu bedeuten hat.“ 

Bedauerlicherweise sind die  Aussagen des Bundessportleiters so wiedergegeben, dass sie missverstanden werden konnten:

Richtig ist, dass Herr Mückl geäußert hat, dass der DSB die derzeitige Diskussion sehr ernst nimmt. So stehe zum Beispiel der Antrag des Bundeslandes Baden-Württemberg trotz der erfolgten Gesetzesverschärfung nach wie vor im Raum, der eine weitere Verschärfung mit sich bringen könnte. Von Seiten Baden-Württembergs wird gefordert, die Magazinkapazität der Waffen auf fünf Patronen zu reduzieren. Außerdem wird von Seiten der Politik (und darauf bezieht sich das Wort „man“, siehe oben) der Großkaliber-Sport ab 5,6 Millimeter noch einmal generell in Frage gestellt. 

Herr Mückl hat daraufhin in dem Interview gesagt, dass sich mit diesen Forderungen des Bundeslandes Baden-Württemberg auch der DSB auseinandersetzten muss. 

Der Deutsche Schützenbund hat in seiner „Lübecker Erklärung“, welche durch die Delegiertenversammlung in Travemünde am 02.05.2009 beschlossen wurde und seine Stellungnahme vom 03.04.2009
„DSB steht zu allen seinen Disziplinen“ sich klar positioniert. Diese beiden Papiere (siehe anbei) haben nach wie vor Gültigkeit und geben die Auffassung des Gesamtverbandes und seines Präsidiums wieder. 

Auch dem Bundessportleiter sind diese Verbandspositionen bekannt. Herr Mückl wollte weder davon abrücken, noch wollte er den Eindruck erwecken, dass der Deutsche Schützenbund seine Auffassung gegenüber den Großkaliberdisziplinen geändert hat.    

Dies hat er bereits anlässlich der Siegerehrung der Großkaliberwettkämpfe auf der Deutschen Meisterschaft in München am 29.08.2009 öffentlich erklärt. 

Wiesbaden, den 07.09.2009 

gez. Josef Ambacher                                    gez. Max Mückl

Präsident                                                     Bundessportleiter

Deutscher Schützenbund                            Deutscher Schützenbund