Weltmeisterschaften

Südkorea demonstriert eindrucksvoll WM-Stärke

09.09.2009 11:33

Bei den Weltmeisterschaften der Bogenschützen in Ulsan (Südkorea) hat das Gastgeberland wieder einmal seine Stärke mit dem olympischen Recurvebogen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Von den zwölf Medaillen, die im Einzel- und Mannschaftswettbewerb zu vergeben waren, konnte sich Südkorea die Hälfte sichern, darunter vier Mal Gold und zwei Mal Silber.

 

Bei den Damen standen sich im Finale Hyun-Jun Joo und Ye Ji Kwak gegenüber, bei den Herren hieß das Finale Dong-Hyun Im gegen Chang-Hwan Lee – für die Zuschauer auf den vollbesetzten Tribünen natürlich Traumpaarungen, für die Konkurrenz dagegen eher ein Albtraum. So setzte sich dann Joo gegen Kwak mit 113:112 und Lee gegen Im mit 113:108 durch, für den deutschen Betrachter Informationen mit eher sportstatistischem Wert. 

Natürlich gewannen auch die beiden Mannschaften aus dem „Land der Morgenstille“ jeweils die Goldmedaille, wobei die Damen (Foto) ihren Konkurrentinnen aus Japan im Finale mit 224:209 eine Lehrstunde erteilten, während die Herren beim 222:220 gegen Frankreich schon kämpfen mussten, um den Titel erneut zu sichern. 

Nachrichtlich bleibt festzuhalten, dass bei den Damen Natalia Sanchez (Kolumbien) durch einen 105:99-Erfolg gegen Karina Lipiarska (Polen) und bei den Herren Olympiasieger Viktor Ruban (Ukraine) durch einen knappen 111:110-Sieg gegen Jin Hyek Oh (Südkorea) die Bronzemedaillen gewannen. Im kleinen Mannschaftsfinale setzte sich bei den Damen Russland gegen Weißrussland mit 204:199 und bei den Herren Japan gegen China mit 214:212 durch. 

Dass die Koreaner nach langer Abstinenz auch mit dem Compoundbogen auf den Medaillengeschmack kommen, bewiesen die Damen des WM-Ausrichters. Erst im Finale unterlagen sie Russland mit 209:215, während die USA gegen Mexiko mit 223:208 Dritte wurden. Neuer Weltmeister bei den Herren wurden die USA, die Russland mit 232:223 bezwangen. Dritter wurde El salvador durch einen 224:221-Erfolg über Finnland. 

Albina Loginowa (Russland) heißt die neue Titelträgerin bei den Damen. Die Russin gewann das Finale um Gold sicher mit 116:106 gegen Jorina Cortzee (Südafrika). Bronze ging an Laura Longo (Italien), die sich mit 118:113 gegen Camilla Soemod (Dänemark) durch setzen konnte. 

Der Qualifikationserste Reo Wilde (USA) war auch während der gesamten Elimination nicht zu schlagen und besiegte im Finale Liam Grimwood (Großbritannien) mit 118:116. Rang drei und damit die Bronzemedaille ging an Stephen Clifton (Neuseeland) durch einen 117:114-Sieg gegen Jose Duo (Spanien). Der Neuseeländer hatte im Viertelfinale Paul Titscher (Glindow) erst im Stechen bezwungen und damit die durchaus realistischen Medaillenhoffnungen des Brandenburgers zunichte gemacht.

Foto: © Dean Alberga/FITA

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