Weltcup

Susanne Kiermayer Sechste im Trapfinale

05.06.2008 00:00

Susanne Kiermayer (Kirchberg/Foto) hat beim Weltcup der Wurfscheibenschützen in Suhl das Finale der besten sechs Schützinnen im Trap erreicht und mit insgesamt 87 Treffern nach der Endrunde den sechsten Platz belegt. Jessica Rossi (Italien), erst 16 Jahre alt und die Jüngste im gesamten Starterfeld, siegte mit 94 Treffern vor Daniela Del Din (San Marino) mit 93 getroffenen Scheiben und Yingzi Liu (China), die mit 92 Treffern auf Rang drei kam.

 

Nach dem Vorkampf hatte die Sportsoldatin aus Bayern 70 Treffer erzielt und musste in ein Stechen um den Finaleintritt. Drei Schützinnen kämpften dabei um zwei freie Plätze für diese Endrunde. Die Mitkonkurrentinnen der Olympiafünften von Athen 2004 waren Yingzi Liu (China) und Satu Makela-Nummela (Finnland).

Susanne Kiermayer startete jeweils als Erste und traf fünf Mal. Auch die Chinesin, die als Zweite in dieser Ausscheidung an die Schießlinie ging, verfehlte ihre Ziele nicht. Im fünften Durchgang ließ dann jedoch die Finnin die Scheibe fliegen und schied aus.

Im Finale hatte die 39-jährige Deutsche einen denkbar schlechten Start. Gleich vier Scheiben flogen zu Beginn der Entscheidung ungetroffen vorbei, bis sich mit Ziel Nummer fünf das erste Erfolgserlebnis einstellte. Danach stabilisierte sich die Leistung von Susanne Kiermayer, doch konnte sie den Rückstand nicht mehr kompensieren, zumal sie zwischen dem 16. und dem 20. Durchgang auch nur eine Scheibe traf.

„Ich hab zu Beginn des Finales das große Einkaufskörbchen ausgepackt und erst mal so richtig zugelangt“, so eine eher sarkastische Susanne Kiermayer zu ihren Fehlern zu Finalbeginn, „ich habe einfach zu viel versucht. Ich hätte es ruhiger angehen lassen sollen, doch die Jugendlichkeit ging wohl mit mir durch. Lacht da etwa jemand ? Aber ein paar Treffer haben sich ja dann Gott sei Dank noch während des Finales eingeschlichen. Aber ernsthaft: dieser Wettkampf hier in Suhl war ein wichtiger Baustein auf dem Weg nach Peking. Ins Finale zu kommen war bei diesen hohen Ergebnissen von 70 Treffern für mich sehr erfolgreich. Darüber hinaus war es meine erste Finalteilnahme in diesem Jahr, die Entwicklung zeigt also nach oben.“

Bundestrainer Wilhelm Metelmann: „Susanne hat die ersten vier Scheiben im Finale viel zu schnell beschossen. Sie hätte sich bei nur einem Schuss viel mehr Zeit lassen müssen. Dazu bekommt sie auch noch zu Beginn flache Scheiben, da war sie dann so schnell drüber weg und hat die Ziele verfehlt. Ich habe ihr dann ein Zeichen gegeben, ruhiger zu schießen, was sie auch gut umgesetzt hat. Dann war sie im Wettkampf drin, hat gut geschossen, bis noch einmal vier Fehler nahezu hintereinander kamen, die nicht hätten sein müssen.“

Yingzi Liu, die sich ebenfalls nur über das Stechen für das Finale qualifizierte, schoss die ersten 20 Schuss absolut fehlerfrei und stand zu diesem Zeitpunkt mit Jessica Rossi sogar auf Platz eins, doch drei Fehlschüsse in den letzten fünf Versuchen ließen die starke Chinesin noch auf Rang drei zurückfallen.

Die nach dem Vorkampf führende Daniele Del Din, die im Finale zwischendurch sogar auf Rang vier gerutscht war, kam gegen Ende des Finales wieder in den Wettkampf hinein und schob sich noch zwischen die Siegerin aus Italien und die amtierende Weltmeisterin aus China auf Rang zwei.

Gestern hatte Susanne Kiermayer in den ersten beiden Serien überzeugend geschossen. Mit zwei Runden von jeweils 24 Treffern hatte sie sich zusammen mit sechs weiteren Schützinnen im vordersten Feld befunden. Heute Morgen waren es 22 Treffer, die sie erzielte und die dann noch einmal eine „Verlängerung“ im Shoot-off bedeuteten, das sie jedoch am Ende erfolgreich überstand.

Sonja Scheibl (Itzstedt/Foto) belegte mit 67 Treffern Platz 19 und Katrin Quooß (Liebenthal) kam mit 62 Treffern auf den 35. Rang. Beide haben sich damit neben Susanne Kiermayer für die Europameisterschaften der Wurfscheibenschützen Anfang Juli in Nikosia auf auf Zypern qualifiziert.

Die Herren haben heute zwei weitere Durchgänge absolviert. Vor der letzten Runde morgen liegt der Weltmeisterschaftsdritte von 2007, Karsten Bindrich (Eußenhausen), mit 95 Treffern als bester deutscher Schütze auf Rang 24. Heute erzielte er zunächst eine 23er-Serie und ließ 24 Treffer in der vierten Runde am Nachmittag folgen. Vier Treffer beträgt sein Rückstand hinter dem führenden Michael Diamond (Australien), der mit 99 Treffern vor einer Gruppe von sechs Schützen liegt, die alle 98 Treffer auf ihrem Konto haben.

Stefan Rüttgeroth (Gieboldehausen) liegt mit 93 getroffenen Zielen auf Platz 42 und Hermann Mironow (Rheinböllen) folgt mit 89 Treffern auf dem 73. Rang.

Die Ergebnisse des Weltcups der Wurfscheibenschützen in Suhl finden Sie nach Ablauf der Wettkämpfe hier.

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