Deutsche Meisterschaften

Tino Wenzel nach Stechen deutscher Skeetmeister 2008

08.09.2008 00:00

Erst die siebte Dublette brachte die Entscheidung im Skeetschießen der Herren bei den Deutschen Meisterschaften der Wurfscheibenschützen auf dem „Rheinblick“ in Wiesbaden. Tino Wenzel (Ibbenbüren/Foto) gewann nach zehn Jahren mit insgesamt 144 Treffern (Vorkampf 120/Finale 24) und einem 14:13 im Shoot-off gegen Daniel Hille (Torgau), der ebenfalls 144 Mal (Vorkampf 119/Finale 25) traf, wieder einen deutschen Einzeltitel. Dritter wurde Axel Wegner (Brandis) mit 143 getroffenen Scheiben (Vorkampf 119/Finale 24).

 

„Der Sieg bedeutet für mich einen wunderschönen Jahresabschluss“, so der strahlende neue deutsche Meister nach dem Stechen, „das Jahr war ja nicht schlecht und eine Goldmedaille zum Schluss ist einfach schön. Das lange harte Stechen macht die Sache noch wertvoller, ich hatte mich schon darauf eingestellt, noch Munition holen zu müssen, aber dann hat es doch noch geklappt.“

Ein spannendes Finale sahen die Zuschauer, denn an der Spitze entwickelte sich ein Dreikampf zwischen den beiden Olympiateilnehmern Tino Wenzel und Axel Wegner sowie Daniel Hille, der wie Axel Wegner 119 Treffer nach dem Vorkampf erzielt hatte und damit einen Treffer Rückstand auf Tino Wenzel aufwies.

Tino Wenzel hatte am Morgen in den beiden letzten Durchgängen des Vorkampfes „voll“ geschossen, das heißt bei den Wurfscheibenschützen, dass er alle 50 Ziele traf. Mit dieser Bestleistung des Tages zog der Olympiadreizehnte von Peking an allen Konkurrenten vorbei und ging mit 120 Treffern als Führender in das Finale der besten Sechs. Am Tag zuvor dagegen war das Ergebnis für den Westfalen eher durchwachsen. Nach 25 Treffern im ersten Durchgang, folgten eine 22-er und eine 23-er Serie.

Axel Wegner lag nach drei Serien des Vorkampfes mit 73 Treffern an der Spitze des Feldes. Nach einer 23-er Serie zur Eröffnung seines Wettkampfes ließ der Routinier zwei Mal die optimale Ausbeute von 25 Treffern folgen. Am zweiten Tag hielten sich dagegen Licht und Schatten die Waage. Der Olympiasieger von Seoul 1988 begann mit guten 24 Treffern und schloss dann seinen Vorkampf jedoch mit mäßigen 22 Treffern ab. 119 Treffer bedeuteten Rang drei nach dem Vorkampf.

Zwischen den beiden Olympiateilnehmern des Deutschen Schützenbundes ging Daniel Hille (Torgau) als Zweiter in das Finale hinein. 119 Treffer standen für den Sachsen auf dem Tableau. „Es ist Wahnsinn zwischen Tino Wenzel und Axel Wegner zu stehen. Ich bin ja quasi ein No Name gegen diese beiden bekannten Schützen, das heißt aber auch, dass ich hier nur gewinnen kann. Ich freue mich auf das Finale, bin voll motiviert und werde ganz locker reingehen.“ Was er dann auch eindrucksvoll tat.

Alle drei Schützen boten ein starkes Finale, in dem Daniel Hille alle 25 Ziele traf, während Tino Wenzel auf Stand fünf eine Scheibe der Dublette verfehlte und Axel Wegner auf dem schweren Stand vier bei der zweite Dublette ein Ziel „fliegen“ ließ.

Bei den Junioren siegte Gorden Gosch (Isernhagen) mit insgesamt 137 Treffern (Vorkampf 113/Finale 24) recht deutlich vor Alexander Meyer zu Hölsen (Bad Salzuflen) und Nils-Markus Paulsen (Suhl), die beide nach dem Finale 131 Treffer auf dem Habenkonto hatten und damit in ein Stechen um Silber und Bronze mussten. Der Niedersachse siegte im Shoot-off mit 4:3 und belegte damit Rang zwei.

Nachwuchs-Bundestrainer Axel Krämer hatte diesen Einlauf erwartet: „Unsere drei Kaderschützen haben ihre Leistung bestätigt und sind auf den vorderen drei Rängen gelandet. Gorden Gosch hat das gezeigt, was er über das ganze Jahr gebracht hat und heute verdient gewonnen, aber auch Nils-Markus Paulsen und Alexander Meyer zu Hölsen hatten hier ihre Chance zu siegen. Auf jeden Fall haben sich unsere Kaderschützen durchgesetzt.“

Das Foto in Originalgröße

Die Ergebnisse von den deutschen Meisterschaften der Wurfscheibenschützen in Wiesbaden finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe hier.