Bundesliga

Titelverteidiger ESV Weil am Rhein im Halbfinale

09.02.2008 00:00

Knapp mit 3:2 gegen die Braunschweiger SG hat sich der noch amtierende deutsche Meister mit der Luftpistole, der ESV Weil am Rhein, in das Semifinale der Bundesligaendrunde in Paderborn heute Nachmittag gekämpft. Der Titelverteidiger musste dabei bange Minuten überstehen, denn die Niedersachsen waren einer Überraschung nahe. Im zweiten Viertelfinale mit dem Luftgewehr bezwang die SG Coburg ABC Münster glatt mit 4:1.

 

Die Spitzenposition stand im Duell der besten Luftpistolenschützen im Brennpunkt, denn hier war nach der Hälfte der Begegnung zwischen Abdullah Ustaoglu (ESV Weil am Rhein/Foto links) und Giuseppe Giordano (Braunschweiger SG/Foto rechts) nichts entschieden. Mit 190 Ringen standen beide Schützen exakt gleich.

Die Situation zu diesem Zeitpunkt: die Positionen zwei und vier waren klar in der Hand des Titelverteidigers, denn dort führten Markus Abt und Thomas Albiez jeweils klar gegen ihre Konkurrenten Marco Hanse und Frank Seeger aus Braunschweig.

Auf der dritten und auf der fünften Position waren umgekehrterweise Valerij Samojlenko und Maren Johann gegen die Südbadener Jan Brunner und Swen Jülle im Vorteil und sollten ihre Auseinandersetzungen gewinnen.

Die dritte Serie brachte eine Vorentscheidung zugunsten des ESV Weil am Rhein, denn Giuseppe Giordano musste seinem Konkurrenten hinterherlaufen und dies erhöhte den Druck auf den Italiener in Braunschweigs Diensten.

Im 23. und im 28. Schuss folgten jeweils eine Acht und damit ging die dritte Serie mit 97:93 an Abdullah Ustaoglu, der zwar in der letzten Runde wieder mit 93 Ringen etwas zurückfiel, doch Giuseppe Giordano konnte keinen Nutzen daraus mehr ziehen und verlor die Partie am Ende knapp mit 379:380.

Damit stand das 3:2 für den ESV Weil am Rhein. Markus Abt war souverän mit 382:360 gegen Marco Hanse erfolgreich und der Matchwinner im Finale des letzten Jahres, Thomas Albiez, siegte gegen Frank Seeger mit 378:372, während Valerij Samojlenko mit 377:372 und Maren Johann gegen Swen Jülle mit 372:367 für Braunschweig die Oberhand behielten.

Mit dem Luftgewehr war die Begegnung zwischen dem hervorragenden Aufsteiger und Südgruppenzweiten SG Coburg und ABC Münster frühzeitig entschieden. Bis auf Zoltan Balaz auf Position eins hatte kein Westfale eine wirkliche Chance gegen die Schützen aus dem Süden.

Zwar war Martina Rave (ABC Münster/Foto rechts) die schnellste Schützin und ihre Gegnerin Katerina Emmons (SG Coburg/Foto links) am Ende nur noch alleine auf der Schießbahn, doch war die gebürtige Tschechin – unter ihrem Mädchennamen Kurkova allen Schießsportfans bestens bekannt – die beste Akteurin in diesem Feld.

Nach 99 Ringen in der Auftaktserie schoss sie nur noch Zehner und hatte nach den 40 Schuss mit 399:389 Ringen klar das bessere Ende für sich. Michaela Wagner besiegte Ursula Tillner klar mit 397:387 und auch Claudia Huber war beim 396:387 gegen Guido Göcking die souveräne Siegerin.

Jürgen Wallowsky holte beim knappen 393:392 gegen Pirkko Endler den vierten Mannschaftspunkt für Coburg, während Zoltan Balaz auf Position eins sich gegen Achim Weber mit 396:390 durchsetzte und damit den Ehrenpunkt für Münster gewann.

Achim Weber auf der Spitzenposition hatte in dieser Saison noch nicht im Team der Coburger gestanden und war für alle Zuschauer überraschend in die Aufstellung gekommen. „Es war eine taktische Aufstellung unseres Trainers,“ so Hans-Herbert Hartan, der Vereinsvorsitzende, „wir wollten die Mannschaft auf den hinteren Positionen stark machen und dies ist uns ja auch gut gelungen. Wir wussten nicht genau, wie stark Katerina Emmons nach ihrer Operation schießen konnte, daher haben wir uns für diesen Schachzug entschieden.“

Alle Ergebnisse vom Bundesligafinale in Paderborn finden Sie hier.

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