Europameisterschaften

U18-/U21-EM Rom: DSB-Team setzt sich ambitionierte Ziele

17.07.2026 13:31

Erfolg macht süchtig! Und deshalb reisen die 20 deutschen Bogenschützen mit reichlich Motivation zur Nachwuchs-Europameisterschaften nach Rom/ITA (21. bis 25. Juli). Die zuletzt erzielten Ergebnisse bei Weltcups, Youth Cup und Rangliste lassen zumindest auf ein erfolgreiches Abschneiden hoffen.

Foto: WAE / Beim Youth Cup in Ruse gewann das Compound-Trio Simon Moritz, Fabio Alex und Noah Nuber (v.l.) Gold im Team-Wettbewerb sowie alle drei Medaillen im Einzel und schoss sich damit in eine Mitfavoritenrolle für die EM.
Foto: WAE / Beim Youth Cup in Ruse gewann das Compound-Trio Simon Moritz, Fabio Alex und Noah Nuber (v.l.) Gold im Team-Wettbewerb sowie alle drei Medaillen im Einzel und schoss sich damit in eine Mitfavoritenrolle für die EM.

„Ich habe hohe Erwartungen im Juniorenbereich. Eine EM-Medaille ist dort auf jeden Fall das Ziel, und ich hoffe, alle können ihre Leistung abrufen!“ Recurve-Bundestrainer Freddy Siebert ist ein Mann klarer Worte und Ziele, und eine andere Zielsetzung wäre auch nicht glaubhaft. Leon Zemella wurde jüngst sensationell Vierter beim Weltcup der Erwachsenen in Madrid und bestach durch konstant starke Leistungen. Regina Kellerer setzte sich knapp vor der nationalen Konkurrenz in den Ranglisten durch und gewann beim Youth Cup in Ruse/BUL Gold im Einzel, Gold im Team mit Fiona Marquardt und Paulina Middendorff sowie Bronze im Mixed mit Zemella.

Bei den Compoundern stechen die U21-Junioren hervor: In Ruse gab es erstmals in der Geschichte ein „deutsches“ Treppchen durch Sieger Fabio Alex, Simon Moritz und Noah Nuber. Klar, dass das Trio auch den Teamwettbewerb dominierte. Und Nuber und Moritz bewiesen zuletzt in Madrid, dass sie auch bei den Männern mithalten können: Bronze im Team (Paolo Kunsch war der dritte Schütze) sowie Einzel-Bronze für Moritz bei seinem allerersten Weltcupeinsatz bei den Erwachsenen zeigen, dass der DSB-Nachwuchs sehr gut aufgestellt ist. „Es ist ein sehr krasses Gefühl, bei dem ersten Weltcup eine Medaille nach Hause zu holen. Ich bin weiterhin motiviert, noch mehr zu gewinnen“, so Simon Moritz nach seinem Coup. Und mit Gioanluca De Silvio ist auch ein noch jüngerer Compounder absolut wettbewerbsfähig auf europäischem Niveau, was sein Sieg in Ruse im U18-Wettkampf unterstreicht.

Träumen darf erlaubt sein, aber bei allen bisher erzielten Erfolg tut auch Demut gut. Denn die Pfeile müssen erst einmal geschossen werden, und gerade im Nachwuchsbereich ist das Thema Konstanz eine entscheidende Größe. Am 18. Juli setzt sich die DSB-Delegation in Bewegung, am 20. Juli ist die Eröffnungsfeier, die Wettkämpfe starten am 21. Juli mit den Qualifikationsrunden.

Foto: WAE / Recurverin Regina Kellerer gewann beim Youth Cup in Ruse zweimal Gold und einmal Bronze und freut sich nun auf die EM in Rom.
Foto: WAE / Recurverin Regina Kellerer gewann beim Youth Cup in Ruse zweimal Gold und einmal Bronze und freut sich nun auf die EM in Rom.

Das deutsche Team in Rom
Compound: Fabio Alex (Hof), Simon Moritz (Oberschneiding), Noah Nuber (Bad Schönborn), Leoni Dorfner (Alfeld-Leusel), Ronja Ulka (Bargteheide), Sophie Wagner (Sulzfeld, alles U21), Lisa Zettl (Planegg), Gianluca De Silvio (Weilmünster, beides U18)
Recurve: Leon Zemella, Lilian Forkert (beide Wiesbaden), Knut-Mathes Jacubczik (Tremsbüttel), Paulina Middendorff (Hamm), Regina Kellerer (Wiesbaden), Fiona Marquardt (Villingen-Schwenningen, alles U21), Johann Conrad, Jannik Heinrich (beide Berlin), Jos Gröger (Poyenberg), Merle Edlich (Hillerse), Elena Heiß (Hainsfarth), Finja Knaak (Berlin, alles U18)
Betreuer: Freddy Siebert, Henning Lüpkemann, Sabine Augenreich, Holger Hertkorn, Marcus Laube, Danja Schmidt

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