Bundesliga

Unterschiedlicher Start für die beiden Gastgeber

21.10.2009 10:34

Die Gastgeberrolle in der Bundesliga Luftpistole ist ein zweischneidiges Schwert. Diese Erfahrung sammelten zum Auftakt in die 13. Saison in der Gruppe Süd die SG Ulrichshögl und der TSV Ötlingen. Während die Schwaben um Sportleiter Joachim Poppeck ihren Heimvorteil nutzten und mit 4:0-Punkten der erste Tabellenführer nach dem ersten Wettkampfwochenende sind, setzte es für das Team von Trainer Andreas Trommer zwei bittere Heimniederlage.

Die Bayern mit einem bitteren 1:4 gegen die SGi Ludwigsburg, die an Position eins auf den amerikanischen Neuzugang Brian Beaman baute. Doch gegen den überragenden Italiener Fait Vigilio konnte Beaman noch keine großen Sprünge machen und unterlag mit 379:386 – es war die einzige Ludwigsburger Niederlage. Denn an Position zwei und drei siegten Frederic Dzierzon und Florian Brunner (Foto) mit einem Ring Vorsprung vor Manuel Heilgemeier und Tobias Steinberger.

Ähnlich bitter fiel Ulrichshögls 2:3-Niederlage gegen die SGi Waldenburg 16 Stunden später aus. Diesmal hatte es Regina Altbauer in der Hand, den Siegpunkt zu sichern, doch sie unterlag Andreas Reger mit 375:376. Die Schwaben zeigten sich mit diesem Sieg gut erholt von der Auftaktniederlage gegen den SV Kelheim-Gmünd. Im Duell der Erzrivalen und Gruppenfavoriten im Süden setzte sich im spannungsgeladenen Ausländerduell an Position eins die Bulgarin Maria Grozdewa gegen Kelheims serbischen Zugang und Bundesliganeuling Jasna Sekaric mit 385:378 durch. Kelheim, ohne Nationalschützin Munkhbayar Dorjsuren angetreten, sicherte sich aber an den drei Mittelpositionen den Sieg glatt.

Doch das überragende Team in Ulrichshögl blieb Ludwigsburg, das die Kelheimer am Sonntag mit 3:2 besiegte. Diesmal siegte Beaman, mit 376:375 gegen Sekaric, und die weiteren Einzelerfolge Dzierzons und von Andreas Schneider fielen glatt aus. Damit steht Ludwigsburg mit 4:0-Zählern an Rang zwei.

Davor rangiert nur Ötlingen mit 9:1-Einzelpunkten, das daheim erst Dynamit Fürth 5:0 und am Sonntag Altheim-Waldhausen mit 4:1 in die Schranken wies. Beide Gästeteams hatten nicht den Hauch einer Chance. Interessant, dass die Ötlinger am Samstag Roberto Di Donna und am Sonntag Mauro Badaracci einsetzten. Beide Italiener gewannen ihre Spitzenbegegnungen glatt.

Wie hoch die Ötlinger Leistung einzuschätzen ist, zeigt die Tatsache, dass beide Gegner ihre zweiten Begegnungen gewannen. Die Fürther hielten den ESV Weil am Rhein mühelos mit 4:1 nieder, Altheim-Waldhausen bezwang die Südbadener am Samstag mit 3:2. Für Weil wird das Projekt Klassenerhalt sehr schwer zu realisieren sein, das war zwar schon vor Saisonbeginn klar, wurde aber zum Auftakt bestätigt.

 

Bericht: Harald Strier

Die Ergebnisse finden Sie auf den Bundesligaseiten des
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