International

Vier Medaillen zum Abschluss des Europa Cups in Tolmezzo

10.05.2004 00:00

Am dritten Tag des Europa Cups in den ISSF-300m-Gewehrdisziplinen in Tolmezzo (Italien) konnten die deutschen Schützen ihre Erfolgsserie mit zweimal Edelmetall beeindruckend fortsetzen. Die Freigewehr-Mannschaft des Deutschen Schützenbundes gewann im Dreistellungskampf mit 3476 Ringen in der Besetzung Marco Hilger (München/Foto/1162 Ringe), Matthias Raiber (Ulm/1158 Ringe) und Friedel Roggendorf (Bornheim/1156 Ringe) die Silbermedaille. Gold holte das Team aus Frankreich mit 3484 Ringen und Bronze ging an die Schweiz mit 3476 Ringen.

 

In der Einzelwertung siegte Pascal Bessy (Frankreich) mit 1174 Ringen vor Johan Gustafsson (Schweden) mit 1170 Zählern und Daniel Burger (Schweiz) mit 1169 Ringen. Der 27-Jährige Bundeswehrsoldat Marco Hilger wurde mit guten 1162 Ringen (396/376/390) Fünfter. Nach ihrer Silbermedaille im Liegendkampf am ersten Tag des Europa Cups holte Susanne Hilger (München) auch im Dreistellungskampf mit dem Sportgewehr eine weitere Bronzemedaille für den Deutschen Schützenbund.
 
Zum Abschluss des Europa Cups in den ISSF-300m-Gewehrdisziplinen konnten die deutschen Schützen ihre Medaillensammlung am letzten Tag um zwei weitere Medaillen vergrößern. So konnte Marco Hilger mit hervorragenden 578 Ringen (195/191/192) in seiner Paradedisziplin dem Dreistellungskampf mit dem Standardgewehr ringgleich mit dem Goldmedaillengewinner Giuseppe Fent (Italien), der ebenfalls 578 Ringe erzielte, die Silbermedaille gewinnen. Bronze ging Rolf Kaufmann (Schweiz) mit 577 Ringen. In der Teamwertung belegte die Mannschaft des Deutschen Schützenbundes mit 1711 Ringen hinter der Schweiz (1728 Ringe) und Italien (1721 Ringe) Rang drei und bekam dafür die Bronzemedaille überreicht.
 
Mit der Ausbeute von insgesamt acht Medaillen (1 x Gold, 4 x Silber, 3 x Bronze) bei diesem Europa Cup war der DSB-Disziplinverantwortliche für die ISSF-300m-Gewehrdisziplinen, Rudolf Krenn (Hauzenberg), mit seinen Schützlingen überaus zufrieden. Seine Analyse zu den gezeigten Leistungen beim ersten großen internationalen Wettkampf des Jahres 2004:
 
"Die Leistungen der deutschen 300m-Gewehrschützen speziell im Liegendkampf haben bei den Frauen und Männern Weltklasseniveau erreicht. Aber auch im Dreistellungskampf zeigt die Leistungskurve deutlich nach oben. Zurückzuführen ist diese Steigerung zum größten Teil auf eine konsequente Umsetzung von leistungssportlichen Prinzipien und das Anwenden von modernen computergesteuerten Schießtechnikanalysesystemen bei den Vorbereitungsmaßnahmen der Nationalmannschaft auf die internationalen Wettkämpfe."
 
Die nächste Station der 300m-Gewehrschützen ist der Europa Cup 8.-11. Juni 2004 in Thun (Schweiz).