Bundesliga

Vorsicht beim dreimaligen Bundesligameister BSV Buer-Bülse

12.10.2006 00:00

Der dreimalige Bundesligameister mit dem Luftgewehr, BSV Buer-Bülse, hat für die kommende Saison keine Veränderungen an seinem bisher so erfolgreichen Team um die ehemalige Nationalkaderschützin Alexandra Christ (Foto) vorgenommen. Die Vorstädter aus Gelsenkirchen waren nach 2002, 2003 und 2005, als sie mit dem Meisterspiegel nach Hause kamen, im vergangenen Jahr im Finale erst im Stechen am amtierenden Meister Hubertus Elsen gescheitert.

 

Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Lindner, verspürte in Sachen Neueinkäufe keinen aktuellen Handlungsbedarf: „Sicherlich hätte man sich einen Dick Boschmann auch beim BSV Buer-Bülse vorstellen können, denn er hätte menschlich gut zu unserer Truppe gepasst, aber eigentlich sah ich keine Notwendigkeit für Änderungen, da bei uns von unseren Stammschützen jeder gerne in der Mannschaft schießt und niemand freiwillig auf der Ersatzbank zuschauen möchte.“

Auch vor der neuen Wettkampfzeit, der zehnten seit Bestehen der Bundesliga, die für die Westfalen am Wochenende 14./15. Oktober 2006 beginnt, ist man beim BSV Buer-Bülse optimistisch. Doch mischen sich in das Vertrauen auf die Leistungsstärke der Auswahl auch selbstkritische Untertöne, wenn auf die nähere Zukunft seines Teams eingeht: „Die Mannschaften im Norden sind ausgeglichener geworden und es wird für uns sicherlich nicht einfacher. Bei uns hat schon im letzten Jahr die Kontinuität ein wenig gefehlt, das zog sich damals über die ganze Saison hin.

Es ist schon möglich, dass sich dies in der kommenden Saison fortsetzt. Daher glaube ich, dass der BSV Buer-Bülse nicht mehr die absolute Nummer eins im Norden sein wird, wie er sie in den vergangenen Jahren oft war.

Im letzten Jahr wurden wir daraufhin wieder von allen Experten als Favorit gehandelt. Beinahe hätten wir diese Vorschusslorbeeren auch bestätigen können, aber man hat im Finale gesehen, dass selbst ein so erfahrener Routinier wie Jozef Gönci, die frühere Souveränität nicht mehr hatte.

In der kommenden Saison müssen wir auch erst einmal sehen, wie sich die Mannschaft finden wird. Nadine Masuth hat ja im Frühjahr ein Baby bekommen und daher längere Zeit pausiert. Alexandra Christ und Torsten Krebs (Foto) haben sich weitestgehend von der internationalen Bühne verabschiedet, da sie sich beruflich und privat andere Prioritäten gesetzt haben. Auf der anderen Seite haben wir im Bundesligafinale gezeigt, dass wir mit Philipp Rogner einen sehr guten Ersatzmann für Nadine Masuth stellen konnten.

Zug um Zug werden wir unsere Mannschaft mit jungen Talenten verstärken wollen. Wir werden sicherlich keine spektakulären Verpflichtungen abschließen und auf große Einkaufstour gehen. Finanziell können und wollen wir dies gar nicht, denn auch vor ihrem zehnten Jahr hat die Bundesliga im Hinblick auf das „große Geld“ ja nicht den Run gebracht, den sich manche erwartet hatten. Auf jeden Fall ist zumindest für uns der finanzielle Spielraum recht eingeengt.“

Den Auftakt zur Saison mit Hubertus Elsen als Gegner hätte der Clubchef gerne umgangen: „Das ist natürlich der absoluter Knaller am Anfang, doch hätten wir uns den amtierenden Deutschen Meister lieber zum Ende der Vorrunde gewünscht. Zu Beginn müssen sich die Teams erst einmal finden. Keiner weiß am ersten Wochenende, wo er steht und daraus resultieren gerade zu diesem Zeitpunkt ganz merkwürdige Ergebnisse, wie wir in den vergangenen Jahre immer wieder gesehen haben.

Trotzdem gehen wir mit hoher Motivation in diese Partie, wir wollen sie gewinnen und aus dem ersten Wochenende möglichst mit vier Punkten herauskommen, damit wir die Grundvoraussetzungen schaffen für unser erstes Ziel, das Erreichen der Endrunde im Februar nächsten Jahres.“

Die kompletten Ergebnisse der Bundesliga Luftgewehr Gruppe Nord finden Sie hier.