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Waldemar Schanz Senior verstorben

24.07.2013 08:40

Der ehemalige Referent für das Flintenschießen im Deutschen Schützenbund und im Hessischen Schützenverband, Waldemar Schanz Senior, ist am 23. Juli im Alter von 77 Jahren verstorben. Der bodenständige Hesse war zeit seines Lebens mit dem Schießsport verbunden.

 

Als aktiver Sportler betrieb er zunächst das Flinten- oder Wurfscheibenschießen, wie es früher hieß. Der Höhepunkt in seiner sportlichen Laufbahn sollte dann aber bei der Weltmeisterschafts-Qualifikation 2002 im Vorderladerschießen in Neiden erfolgen. Eine Investition von 50 Euro brachte für den damals 66-Jährigen die Teilnahme an der WM in Lucca (Italien).

Für diesen kleinen Betrag wandelte Ex-Weltmeister Werner Pahl die günstig erworbene „Gallyon“-Perkussionsflinte von Waldemar Schanz in eine Steinschlossflinte um. Damit hatte der Mörfelder die Voraussetzung geschaffen, um sich an den beiden Wurfscheibendisziplinen zu beteiligen.

Nach dem Steinschlossflinten-Wettbewerb musste Waldemar Schanz die Disziplin "Perkussionsflinte" mit der optimalen Punktausbeute absolvieren, um sich die WM-Fahrkarte zu sichern. Mit seinem sportlichen Ehrgeiz und seinem festen Willen erreichte er das Ticket. "Das hatte ich mir in den Kopf gesetzt", freute er sich nach seinem Erfolg, "ich habe mich so gut gefühlt, wie noch nie zuvor. Das ist das Highlight im Leben eines Sportschützen.“ Mit dem WM-Hawker-Team des Deutschen Schützenbundes gewann er in Lucca die Silbermedaille.

Ein internationaler Start gelang ihm in den vielen Jahren vorher nicht, dafür förderte er das Können seines Sohnes Waldemar Junior, der als einer der besten deutschen Flintenschützen aller Zeiten zweimaliger Vizeweltmeister und mehrfacher Olympiateilnehmer ist.