Weltcup

Weltcup-Bronze für Daniel Brodmeier

20.06.2011 12:08

Daniel Brodmeier (Niederlauterbach/Foto rechts) hat in seiner noch jungen Schießsportkarriere einen weiteren großen internationalen Erfolg feiern können. Der 23-jährige Elektroniker erzielte beim Weltcup auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück vor den Toren Münchens im Liegendschießen mit dem Kleinkalibergewehr hinter Sergej Martinow (Weißrussland/Foto Mitte) und Kenneth Nielsen (Dänemark/Foto links) einen hervorragenden dritten Rang und gewann zum zweiten mal nach Peking 2010 Weltcup-Bronze.

 

Aus dem Vorkampf kam Daniel Brodmeier mit herausragenden 599 Ringen als Führender heraus. Lediglich in der vierten Serie stand einmal eine Neun auf der Anzeigetafel, ansonsten hieß es 59 Mal Zehn für den jungen Bayern. Damit lag er vor sechs weiteren Konkurrenten, die alle 598 Ringe in der Qualifikation erzielt hatten.

Im Finale begann Daniel Brodmeier mit 10,3 und 10,6, zwei Resultate, die seinen Vorsprung bestätigten, doch in der Folge kamen vier Mal die 10,2 und dann sogar im siebten Durchgang eine 9,7. Ergebnisse, die den DSB-Schützen zwischenzeitlich sogar auf Rang vier zurückfallen ließen. In den letzten drei Durchgängen konnte er jedoch wieder an Marcel Bürge (Schweiz) vorbei ziehen und sich mit insgesamt 701,2 Ringen (Vorkampf 599/Finale 102,2) die Bronzemedaille sichern.

Sergei Martinow, der im Liegendschießen seit Jahren die Topstellung innehat, kam im Finale Schuss um Schuss an den jungen Deutschen heran, lag nach der Hälfte des Finales mit ihm gleichauf und zog dann wiederum Schuss um Schuss auf Position eins. Er gewann souverän mit 703,3 Zählern (Vorkampf 598/Finale 105,3) vor Kenneth Nielsen der sich mit 701,4 Ringen (Vorkampf 598/Finale 103,4) über Silber und den olympischen Quotenplatz für seinen Verband freute.

„Der dritte Rang ist super“, sagte Daniel Brodmeier (Foto) nach dem spannenden Finale, „ich bin mit dem Vorkampf absolut zufrieden. Das Finale war dann eine Zitterpartie. Es war nicht einfach, als Führender in ein solches Finale zu gehen, wenn man weiß, dass der weltbeste Liegendschütze direkt neben einem liegt. Im Finale sind mir keine Fehler aufgefallen, ich habe halt nicht so hoch geschossen wie Martinow und Nielsen, daher bin ich auch mit Bronze hochzufrieden.“

Bundestrainer Claus-Dieter Roth zog ebenfalls ein positives Fazit nach dem Wettkampf: „Das Vorkampfergebnis von Daniel Brodmeier war einfach Klasse. Der Chef des Liegendschießens hat wieder einmal gewonnen, weil er im Finale Zehntel um Zehntel seiner Konkurrenz abgenommen hat. Daniel hat sich wacker geschlagen, zum Schluss gut gekämpft und eine Medaille geholt. Das sagt alles.“

Hinter Daniel Brodmeier, der kein Olympiaticket gewinnen konnte, weil der Deutsche Schützenbund in diesem Wettbewerb bereits zwei freie Plätze hält, kam Marcel Bürge für den Verband der Schweiz in den Genuss eines Olympiatickets für London im nächsten Jahr.

Auch Maik Eckhardt (Dortmund) lag hervorragend im Rennen. Der Westfale erzielte 597 Ringe und musste zusammen mit fünf weiteren Konkurrenten in ein Stechen um einen freien Finalplatz. Bei dieser Konstellation war natürlich auch ein wenig Glück dabei und das hatte der erfahrene DSB-Schütze diesmal nicht. Er verfehlte durch das zweitbeste Resultat hinter Valerian Sauveplane (Frankreich) die Medaillenentscheidung der besten Acht nur ganz knapp und wurde Neunter.

Henri Junghänel (Breuberg), der wie Maik Eckhardt bereits einen Quotenplätze für den Deutschen Schützenbund hinsichtlich der Olympischen Spiele 2012 gesichert hatte, kam mit 594 Ringen auf den 36. Platz.

Der Wettbewerb Schnellfeuerpistole wird in einer eigenen Meldung behandelt.

Alle Ergebnisse des Weltcups in München finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe über diesen Link.