Weltcup

Weltcup Puebla: Katharina Raab starke Fünfte

13.04.2026 08:40

Die Aufbruchstimmung und der Aufwärtstrend bei den deutschen Compoundschützen setzte sich auch beim ersten Weltcup der Saison im mexikanischen Puebla fort: Katharina Raab wurde starke Fünfte, Paolo Kunsch hatte zuvor in der Qualifikation geglänzt. Dagegen blieben die DSB-Recurver hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Foto: World Archery / Katharina Raab unterstrich mit Platz fünf in Puebla ihre starke Form und ihren stetigen Aufwärtstrend.
Foto: World Archery / Katharina Raab unterstrich mit Platz fünf in Puebla ihre starke Form und ihren stetigen Aufwärtstrend.

Raab hatte nach der Qualifikation als 27. keine perfekte Ausgangsposition, aber die 27-Jährige zeigte in der Ko-Phase ihre ganze Klasse: Siege gegen Mingxing/CHN (149:143), Pragati/IND (149:146) und Hazal Burun/TUR (145:142) ließen sie ins Viertelfinale einziehen, in dem sie gegen Kolumbiens Super-Star Sara Lopez, die neunmalige Gewinnerin des Weltcupfinals, antreten musste. Und auch in diesem Match hielt Raab mehr als nur mit und erzwang beim 146:146 den Stechschuss, bei dem sie mit 9:10 verlor. Platz fünf bedeutete jedoch ihr bestes je erzieltes Einzel-Ergebnis bei einem Weltcup. Eine weitere Bestätigung ihrer Top-Leistung erfuhr sie später, als Lopez letztlich Gold holte… Dagegen konnten Jennifer Walter und Marie Marquardt als jeweils 48. nicht zufrieden sein.
Ebenfalls mit einem guten Gefühl konnte Paolo Kunsch die Heimreise antreten. In der Qualifikation belegte der einzige DSB-Starter bei den Männern mit 709 Ringen den hervorragenden fünften Platz. Damit war er automatisch für das Achtelfinale qualifiziert, musste sich in diesem jedoch dem Franzosen Francois Dubois 146:148 geschlagen geben. Dennoch auch hier: die DSB-Compounder nähern sich der Weltspitze weiter an. Platz elf im Mixed (Raab & Kunsch) sowie Rang sieben im Frauen-Team sind weitere Belege dafür.

In der Weltspitze sind in der Regel auch die deutschen Recurve-Bogenschützen vertreten, doch diesen Nachweis konnten sie in Puebla nicht antreten. „Die Mannschaft konnte insgesamt ihr Potenzial nicht abrufen. Wir können mit dem Wettkampf absolut nicht zufrieden sein“, fasste Bundestrainer Oliver Haidn die Ergebnisse demzufolge zusammen. Lediglich Katharina Bauer überzeugte mit Platz drei in der Qualifikation und Platz 17 insgesamt. In ihrem Achtelfinale musste sie sich der Taiwanesin Tsai-Chi Li mit einer schlechteren Zehn im Stechen geschlagen geben, zuvor hatten sich die beiden Athletinnen 5:5 (27-28, 27-27, 28-29,28-26, 29-28) getrennt. In dem von den Asiatinnen dominierten Wettkampf belegte Li am Ende Platz vier. Michelle Kroppen (41. Platz), Elisa Tartler (44. Platz) und Charline Schwarz (46. Platz) verabschiedeten sich allesamt bereits in der ersten Runde.
Nur unwesentlich besser agierte das DSB-Quartett der Männer: Moritz Wieser belegte nach einem 2:6 (28-29, 29-28, 27-28, 29-30) gegen Yan Wang/CHN den 17. Platz, Jonathan Vetter (25. Platz), Florian Unruh (32. Platz) und Mathias Kramer (36. Platz) schieden früher als erhofft aus. Und da auch in den Teamwettbewerben lediglich die Plätze zehn (Team Frauen), 13 (Team Männer) und 16 (Mixed Bauer & Vetter) heraussprangen, sparte Haidn nicht mit Kritik: „Vielfach wurde zu vorsichtig agiert, wodurch vor allem immer wieder individuelle Fehler sowohl eine gute Qualifikation als auch Matchgewinne verhinderten.“ Um bei der EM in Antalya/TUR (18.-24. Mai), dem Saison-Höhepunkt, ein besseres Bild abzugeben, sagt der Bundestrainer, woran nun gearbeitet werden muss: „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen, d.h. Insbesondere variables Training bei guter und stabiler Technik unter allen Bedingungen.“

Das deutsche Team in Puebla
Recurve: Katharina Bauer (Raubling), Michelle Kroppen, Elisa Tartler (Berlin), Charline Schwarz (Feucht), Mathias Kramer (Herßum), Florian Unruh (Berlin), Jonathan Vetter (Deufringen), Moritz Wieser (Rosenheim)
Compound: Marie Marquardt (Potsdam), Katharina Raab (Wertach), Jennifer Walter (Weil im Schönbuch), Paolo Kunsch (Schwaikheim)
Betreuer: Oliver Haidn, Marcus Laube, Antje Hoffmann, Grit Reimann, Anna Hornschuh

Foto: World Archery / Florian Unruh und die deutschen Recurver hatten sich in Puebla bessere Leistungen und Platzierungen vorgestellt.
Foto: World Archery / Florian Unruh und die deutschen Recurver hatten sich in Puebla bessere Leistungen und Platzierungen vorgestellt.

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