Weltcup

Weltcup Lonato: DSB-Duo fehlt eine Scheibe zum Finale

07.07.2026 14:25

Große Hitze, großes Teilnehmerfeld mit hoher Qualität und Dichte! Das waren die Bedingungen beim Flinten-Weltcup in Lonato/ITA (4. bis 12. Juli) für die deutschen Skeetschützen. Die schlugen sich zum Teil sehr gut, und ein Duo verfehlte das Shootoff zum Finale nur knapp.

Foto: ISSF / Zeigte über drei Tage lang einen starken Wettkampf und landete mit 122 Treffern auf Platz elf: Felix Haase.
Foto: ISSF / Zeigte über drei Tage lang einen starken Wettkampf und landete mit 122 Treffern auf Platz elf: Felix Haase.

Auch wenn es nicht zum Finale reichte, durften drei deutsche Männer mit ihren Leistungen zufrieden sein: Felix Haase und Sven Korte trafen 122 Scheiben, Tilo Schreier nur eine weniger. Dass es damit „nur“ zu den Plätzen elf (Haase), 17 und 30 reichte, verdeutlicht die hohe Qualität und Dichte im riesigen Teilnehmerfeld von 173 Schützen. Haase zeigte sich sehr zufrieden: „Mein Auftritt war sehr gut bei wirklich harten Bedingungen: 33°C bis 34°C und kaum Wind. Man muss den Körper ständig runter- und wieder hochfahren und das drei Tage lang.“ Er und Korte verfehlten das Finale um lediglich einen Treffer, Haase glaubt jedoch, dass zukünftig auch weniger als 123 Treffer für die Finalteilnahme reichen: „Ich denke, dass zukünftig auch 122 für das Finale reichen, aber in Lonato ist es ein extrem hohes und dichtes Teilnehmerfeld.“ Und sein Ergebnis – wie auch das von Korte und Schreier – bedeutet auch noch etwas anderes: „Der Wettkampf bedeutet für mich die Erfüllung der Kadernorm. Ich bin sehr zufrieden.“ Die Männer müssen dreimal im Jahr 121 Treffer setzen, um die Kadernorm zu packen. Christopher Honkomp (117, 88. Platz) und Tim Krause (115, 111. Platz) verfehlten dies in Lonato ziemlich deutlich.

Bei den Frauen fehlten Valentina Umhöfer und Nadine Messerschmidt vier Treffer, um in ein Shootoff für einen Finalplatz zu kommen: Beide brachten es auf 114 Treffer, womit sie auf den Plätzen 37 und 40 landeten: „Ich hatte mir mehr vorgenommen, das Ergebnis spiegelt die Trainingsleistungen nicht wider. Es wartet noch sehr viel Arbeit auf mich, vor allem, was den psychischen Part betrifft“, urteilte Messerschmidt danach. Doch die 32-Jährige muss sich wahrlich nicht grämen, schließlich war es ihr erster internationaler Auftritt nach den Olympischen Spielen in Paris 2024: Schulter-Operation und die Geburt des zweiten Kindes sorgten für die längere sportliche Pause, von daher war die Leistung völlig in Ordnung für die ehrgeizige Skeeterin: „Das Schießen hat sich gut angefühlt, technisch bin ich zufrieden. Es fehlt einfach noch die Wettkampferfahrung und Routine.“ An letzterer mangelt es Christine Wenzel mit Sicherheit nicht, die dreifache Olympia-Teilnehmerin „verbockte“ eine Serie völlig (19 Treffer), sonst wären mehr als 112 Treffer (44. Platz) drin gewesen. Annabella Hettmer (111, 63. Platz) und Isabel Wassing (107, 72. Platz) sammelten wichtige internationale Erfahrung bei diesem Flinten-Klassiker unter erschwerten Bedingungen.

Bundestrainerin Katharina Bechtel bilanzierte: „Glutofen Lonato! oder Wo ist die eine Scheibe geblieben? Das wäre die Schlagzeile für den Weltcup in Lonato. Die Männer haben ein starkes Teamergebnis gezeigt. Bei den Frauen gab es kleinere Unsauberkeiten in der technischen Ausführung und auch konzentrative Schwächen. Dazu kam die Herausforderung des dreitägigen Wettkampfes und die anstrengenden Witterungsbedingungen.“

Foto: ISSF / Eine schwächere Serie verhinderte eine deutlich bessere Platzierung für Christine Wenzel.
Foto: ISSF / Eine schwächere Serie verhinderte eine deutlich bessere Platzierung für Christine Wenzel.

Nach den Skeetern folgen die Trap-Schützen, die am Freitag, 10. Juli mit ihrem zweitägigen Einzelwettkampf beginnen. Als Abschluss erfolgt dann am Sonntag, 12. Juli das Trap Mixed.

Das deutsche Team in Lonato
Skeet: Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase (Oerlinghausen), Tilo Schreier (Loitz), Christopher Honkomp (Emstek), Tim Krause (Eppelheim), Valentina Umhöfer (Saal an der Saale), Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Isabel Wassing (Ahaus), Annabella Hettmer (Wiesbaden), Christine Wenzel (Ibbenbüren)
Trap: Pius Rosenecker (Dürrwangen), León Alexander Engeln (Weißenfels), Nolan Peters (Krakow am See), Marius John (Friemar), Tim-Luka Schmidt (Subzow), Kathrin Murche (Elsnig), Nadine Goldbrunner (Benediktbeuren), Sarah Bindrich (Bad Königshofen), Josephine Schwenzfeier (Hohenwarsleben), Karla Riehmann (Gotha)
Betreuer: Katharina Bechtel, Tino Wenzel, Frank Dittmer, Uwe Möller, Mike Stöcker, Karsten Bindrich

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