Weltcup

Weltcup Mexiko: Nächste Medaille und vier TTT-Plätze

09.03.2018 10:00

Die dritte Medaille von Christian Reitz sowie vier weitere Top Team Tokio-Plätze (TTT) für Reitz, Aaron Sauter (Schnellfeuerpistole) sowie Jolyn Beer und Beate Köstel (3x40 KK) waren die deutschen Highlights am sechsten Tag des ISSF Weltcups in Guadalajara/MEX.

Schnellfeuer-Olympiasieger Reitz sicherte sich in seiner Spezialdisziplin die Bronzemedaille - es war seine dritte Medaille bei seinem dritten Start in Mexiko: "3 Starts = 3 Medaillen bei einem Weltcup! Christian hat gezeigt, dass er in allen Disziplinen zur absoluten Weltklasse gehört!", lobte ihn Bundestrainer Detlef Glenz zurecht in den höchsten Tönen. In den Tagen zuvor schoss sich Reitz jeweils zu Silber im Einzel- und Mixed-Wettbewerb (mit Ehefrau Sandra) mit der Luftpistole.

Reitz hatte sich mit 586 Ringen als Zweiter souverän für das Finale der besten sechs Schützen qualifiziert. Im Finale entwickelte sich ein packender Wettkampf bei schwierigen, windigen Bedingungen mit ständig wechselnden Führungen. Am Ende musste sich Reitz nur zwei Franzosen geschlagen geben. Zufrieden war auch Aaron Sauter, der als Achter (577) zwar knapp das Finale verpasste, aber mit dem achten Platz den TTT-Status errang. Dieser berechtigt ihn, an der internen Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio teilzunehmen. Oliver Geis verpasste dieses Ziel als Neunter (573 Ringe) knapp, Christian Freckmann schoss in der MQS-Wertung 570 Ringe.

Zwei Finalplätze für KK-Schützinnen

Bei der internationalen KK-3x40-Premiere im Dreistellungskampf der Frauen zeigten die deutschen Schützinnen gute Leistungen. Jolyn Beer und Beate Köstel erreichten das Finale und belegten dort die Plätze fünf und sieben. Damit sicherten sich beide den TTT-Status – Beer hatte diesen schon bei der EM in Györ für das Luftgewehr geholt. "Zum Teil war es ,Russisch Roulette' mit dem Wind. Da hat man das nötige Quäntchen Glück gebraucht", beschrieb Beer die schwierigen Bedingungen. Bereits in der Qualifikation machten diese zu schaffen (Beer: "ein hartes Stück Arbeit"), Beer als Siebte (1164) und Köstel als Achte (1160) qualifizierten sich vor allem durch starke Leistungen im Liegend- und Stehend-Anschlag für das Finale. Dort glänzten beide DSB-Schützinnen vor allem im Liegend-Anschlag, Beer schob sich vorübergehend sogar auf Platz zwei, ehe im Stehend-Anschlag zu wenig Zehner geschossen wurden. "Wir sind beide durchaus zufrieden mit dem Endergebnis und dem Top  Team Tokio-Platz. Das nimmt viel Druck weg", zog Beer ein positives Fazit. Eva Rösken (18. Platz, 1147 Ringe) verpasste das Finale deutlich, Selina Gschwandtner (MQS, 1155 Ringe) zeigte einen guten Wettkampf.

An den drei letzten Wettkampftagen folgen nun noch die Wettbewerbe im Skeet, im Kleinkaliber-Dreistellungskampf der Männer sowie mit der Sportpistole der Frauen.

 

Das deutsche Team in Mexiko

  • Pistole: Sandra Reitz, Michelle Skeries, Julia Hochmuth, Doreen Vennekamp, Michael Schwald, Philipp Grimm, Christian Reitz
  • Schnellfeuerpistole: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann
  • Gewehr: Andreas Geuther, Maximilian Wolf, Jolyn Beer, Selina Gschwandtner, Beate Köstel, Eva Rösken
  • Trap: Philipp Hermes, Marco Kroß, Christiane Göhring, Bettina Valdorf
  • Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer

Trainer & Betreuer

Jan-Erik Aeply (Pistole)

Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole)

Claus-Dieter Roth (Gewehr)

Uwe Möller (Trap)

Axel Krämer (Skeet)

Eberhard Nixdorf (Leistungsdiagnostiker)

Felix Rinke (Physiotherapeut)