Weltcup

Weltcup Osijek: Anna Janßen glänzende Fünfte

28.06.2021 18:17

Gewehrschützin Anna Janßen hat die Serie von deutschen Finalteilnehmen beim Weltcup in Osijek fortgesetzt: Die Abiturientin von der SSG Kevelaer belegte Platz fünf im Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr. Es ist ihre beste Weltcup-Platzierung bei den Erwachsenen in ihrer bisherigen Karriere. Dagegen gingen die Sportpistolen-Schützinnen dieses Mal leer aus.

Foto: DSB / Starker Auftritt von Anna Janßen beim Weltcup in Osijek.
Foto: DSB / Starker Auftritt von Anna Janßen beim Weltcup in Osijek.

KK 3x40 Frauen: Youngster-Duo überzeugt
Im Finale der besten acht Schützinnen war Janßen – wie fast immer – eine der Schnellsten. Ihre Schüsse fielen rasch und präzise. Nach dem Kniend-Anschlag war sie in dem Weltklassefeld, in dem u.a. drei Russinnen standen, Vierte. Liegend machte sie weiter Boden gut, weil ihr bei den 15 Schüssen nur eine Neuner-Wertung, aber viele hohe Zehnerwertungen gelangen. Im Stehend-Anschlag, der ihr in der Qualifikation so herausragend gelang und den Platz im Finale sicherte, lief es dagegen nicht wie gewünscht: Viele Neunerwertungen warfen sie zurück, das Duell um den vierten Platz war etwas symptomatisch: Mit 0,2 Ringen Vorsprung ging sie in den Schuss gegen die US-Amerikanerin Sagen Maddalena, eine 9,4 von Janßen war um 0,1 Ringe zu wenig gegen die 9,7 der Gegnerin. Trotz des nicht gewünschten Abschlusses ein starker Wettkampf von Janßen, die danach meinte: „Mein allererstes Weltcup-Finale und dann im Kleinkaliber freut mich umso mehr. Das Stehendschießen ging dieses Mal leider komplett in die Hose. Ich hatte einen unfassbaren Puls und war froh, dass die Schüsse noch in die Neun gingen und keine Achter dabei waren. Platz fünf in meinem ersten Finale im Kleinkaliber – damit kann ich sehr zufrieden sein!“

Platz fünf in meinem ersten Finale im Kleinkaliber – damit kann ich sehr zufrieden sein!

Anna Janßen zu ihrem Finaldebüt auf der Weltcup-Bühne

Mit Anna Janßen und Larissa Weindorf vertraten zwei 19-Jährige den DSB im KK-Wettbewerb der Frauen. Und deuteten mit couragierten Leistungen an, dass sie eine glänzende Zukunft haben. Janßen schoss sich mit 1177 Ringen (389, 396, 392) als Vierte in das Finale, was sie vor allem ihrem Stehend-Anschlag zu verdanken hatte. Die 392 Ringe waren der höchste Wert aller Schützinnen. „Mit dem Stehendanschlag bin ich sehr zufrieden, Achim (Veelmann, Anm. d. Red.) und ich hatten da etwas umgebaut. Und dass ich das im Wettkampf so gut umsetzen konnte, hat mich sehr gefreut!“ Weindorf lag nach Kniend- und Liegend-Anschlag auf Finalkurs, ehe sie in den ersten zwei Serien des Stehend-Schießens den Faden und wertvolle Ringe verlor. Am Ende wies sie 1168 Ringe (391, 399, 378) und Platz 19 bei ihrem ersten internationalen Wettkampf bei den Erwachsenen auf.

Sportpistole: Finale ohne deutsche Schützin
Das hat es lange nicht mehr gegeben! Ein Sportpistolen-Finale ohne deutsche Beteiligung. In Osijek war es so weit, weil den DSB-Schützinnen vor allem Teil eins des Wettbewerbs, der Präzisionsteil, nicht gut gelang. Einzig Sandra Reitz schoss diesen hochklassig (295 Ringe, Platz drei), sie fiel jedoch nach einem schwächeren Duell-Teil noch auf Platz 24 (577) zurück. Beste Deutsche war Doreen Vennekamp (582 Ringe, 11. Platz), die um zwei Ringe den Finaleingang verpasste. Die zweite Olympia-Starterin Monika Karsch, wurde 20. (578) und meinte danach selbstkritisch: „Ich habe den Präzisionsteil schlecht gemacht, ich habe trotz eines guten Starts mich vom Weg abbringen lassen. Im Duell war es okay, aber insgesamt bin ich mit dem Wettkampf nicht zufrieden.“ Michelle Skeries (576) belegte Platz 27.

Hinter den Erwartungen im Einzel, dafür stark im Team-Wettbewerb: Nach dem Präzisions-Teil führt das deutsche Trio in der Besetzung Monika Karsch, Doreen Vennekamp und Sandra Reitz deutlich vor den anderen Teams.

Schnellfeuerpistole: Überragender Start
Platz eins, zwei, fünf, elf und 25. Keine Frage: Der erste internationale Auftritt der deutschen Schnellfeuerpistolen-Schützen war beeindruckend. Nach dem ersten Halbprogramm führt Christian Reitz mit sehr guten 297 Ringen, dicht gefolgt von Florian Peter (295). Oliver Geis als Fünfter (292) wäre auch im Finale der besten Sechs – Bundestrainer Detlef Glenz würde frohlocken. Und auch Maximilian Schenk mit 289 Ringen ist noch aussichtsreich für den zweiten Teil der Qualifikation am 29. Juni. Lediglich Andreas Meixner (284) ist zurückgefallen, nachdem ihm die zweite 4-Sekunden-Serie völlig missriet.

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