Deutsche Meisterschaften

Weltmeister gewinnt auch nationalen Titel im Trap

09.09.2004 00:00

Der amtierende Weltmeister im Trapschießen, Karsten Bindrich (Eußenhausen/Foto), hat seinen deutschen Meistertitel heute Nachmittag auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück verteidigen können. Nach 122 Treffern im Vorkampf und 24 getroffenen Scheiben im Finale stand der 31-jährige Thüringer mit insgesamt 146 Treffer als Deutscher Meister 2004 fest.

 

Auffällig oft traf Karsten Bindrich erst mit dem zweiten Schuss, ein Schussverhalten, dass Bundestrainer Wilhelm Metelmann wie folgt erklärt: „Karsten schießt wie die Italiener sehr schnell, daher ist die Ausbeute im zweiten Schuss umso höher. Das ist also kein Zeichen von Unsicherheit, sondern Normalität. Nur werden wir bei ihm für das kommende Jahr diesen Ablauf etwas umstellen müssen, denn die neuen internationalen Regeln besagen, dass dann das gesamte Finale und nicht nur das Stechen, mit jeweils nur einem Schuss absolviert werden muss. Da man aber nicht so schnell den Schussvorgang zwischen Vorkampf und Finale umstellen kann, muss der erste Schuss von Karsten zukünftig etwas ruhiger und auch langsamer kommen.“

Die Spannung im heutigen Finale resultierte aber eher im Kampf um den zweiten Platz, denn Karsten Bindrich lag nach dem Vorkampf mit drei Treffern in Führung, während Stefan Rüttgeroth (Gieboldehausen) und Waldemar Schanz (Wiesbaden/Foto unten) beide 119 Treffer aus der Qualifikation mitgebracht hatten und sich in dieser Endrunde nichts schenkten.

Beinahe identisch zogen diese beiden Kontrahenten durch das Finale. Schuss um Schuss ließen sie die orangenen Scheiben platzen, bis dann der Niedersachse im 17. Schuss das kleine Ziel zum ersten und einzigen Mal verfehlen sollte.

Vorteil also für den Olympiasechsten von Athen im Doppeltrap, doch es dauerte nur bis Schuss 20, dann musste auch der Hesse die Scheibe einmal fliegen lassen und das Duell war wieder ausgeglichen. Beide Schützen absolvierten das Finale mit 24 Treffern, hatten insgesamt 143 Treffer und mussten in ein Stechen, das äußerst spannend verlief.

Bis zur neunten Stechscheibe waren auch hier beide Kontahenten mit dem ersten Schuss erfolgreich, dann jedoch war es wieder der junge Stefan Rüttgeroth, der das Ziel verfehlte und nachdem Waldemar Schanz, der vorlegen musste, sich keine Blöße gegeben hatte, war der Wettbewerb zugunsten des Schützen aus der Landeshauptstadt Hessens entschieden. Zweiter also Waldemar Schanz vor Stefan Rüttgeroth.

Bei den Junioren gab es einen Doppelsieg für Mecklenburg-Vorpommern, denn es siegte Sebastian Weiß mit 135 Treffern vor Birger Hundt (beide Kühlungsborn) mit 132 Treffern. Birger Hundt musste dabei seinen zweiten Platz über ein Stechen gegen Michael Goldbrunner (Geretsried) festigen, das der Nachwuchsschütze aus dem Norden mit 3:2 Treffern gewann.

Weitere umfangreiche Informationen zur DM auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück und die aktuellen Ergebnisse finden Sie hier.