Weltmeisterschaften

WM-Feldarmbrust Dunavarsany: DSB-Team gewinnt fünf Medaillen

21.08.2023 10:56

Erfolgreicher Auftritt der deutschen Feldarmbrust-Schützen bei der Weltmeisterschaft im ungarischen Dunavarsany (15. bis 20. August): Dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze hieß es am Ende für das DSB-Septett. Überragend dabei Karl-Heinz Blumtritt in der Seniorenklasse, der in Einzel und Team sowie im Matchplay jeweils Weltmeister wurde.

Foto: DSB / Die Silber-Mannschaft der Herren mit Ralf Hillenbrand, Robin Bosch und Steffen Hillenbrand (v. l.).
Foto: DSB / Die Silber-Mannschaft der Herren mit Ralf Hillenbrand, Robin Bosch und Steffen Hillenbrand (v. l.).

Bei tropischen Temperaturen von teils 35°C fand am ersten Tag das Schießen nach IR 900 statt. Bei der IR 900-Runde werden jeweils 30 Pfeile auf eine Distanz von 65m, 50m und 35m geschossen. Am Ende des Tages standen die Sieger und Platzierten in der Einzel- und Mannschaftswertung fest.

Die deutsche Herrenmannschaft mit den Schützen Robin Bosch sowie den Brüdern Ralf und Steffen Hillenbrand steigerte sich nach einer durchwachsenen Leistung auf der 65m-Distanz auf den 50 und 35 Metern und belegte mit 2569 Ringen hinter den überragenden Kroaten, die mit 2605 Ringen  Weltrekord schossen, und vor der französischen Equipe (2505 Ringe), den Silbermedaillenrang.

In der Einzelwertung konnte Steffen Hillenbrand mit 866 (276, 292, 298!) Ringen die Bronzemedaille erringen. Gold ging an den Kroaten Domagoj Pereglin der mit 880 Ringen einen neuen Weltrekord aufgestellte. Silber holte sein Mannschaftskollege Martin Oborovecki mit 871 Ringen. Ralf Hillenbrand wurde mit 854 Ringen Fünfter, Robin Bosch belegte mit 849 Ringen den siebten Platz.

Foto: DSB / Das Weltmeisterteam mit Karl-Ernst Weißmann, Karl-Heinz Blumtritt und Bernhard Kreps.
Foto: DSB / Das Weltmeisterteam mit Karl-Ernst Weißmann, Karl-Heinz Blumtritt und Bernhard Kreps.

Einmal mehr konnte sich Karl-Heinz Blumtritt in der Seniorenklasse mit 849 Ringen durchsetzen und den Weltmeistertitel erringen. „Blumi“, wie er in der Feldarmbrustszene genannt wird, schoss mit 292 Ringen einen neuen Weltrekord auf der 50m-Distanz. Seine Mannschaftkollegen Karl-Ernst Weißmann und Bernhard Kreps schossen 819 bzw. 812 Ringe und wurden Sechster und Achter in der Einzelwertung. Das Gesamtergebnis der Drei von 2480 Ringen reichte für die souveräne Titelverteidigung vor den Mannschaften aus Österreich (2426) und Ungarn (2229).

Tags darauf wurden die Match-Play Wettkämpfe durchgeführt. Der Modus ist ähnlich dem der Bogenschützen. Die Grundlage bildet das Ergebnis der IR 900-Runde. Im K.O.-Modus schießt der Erste einer jeden Klasse gegen den 16., der Zweite gegen den 15, usw. Geschossen wird auf der 50m-Distanz, drei Pfeile in drei Minuten, der Schütze mit dem höheren Ergebnis bekommt zwei Punkte, bei Ringgleichheit werden die Punkte geteilt. Der Schütze, der zuerst fünf Punkte hat, zieht in die nächste Runde ein. Bei einem Punktestand von 5:5 entscheidet ein Stechschuss.

Die deutschen Herren mussten sich allesamt im Viertelfinale den starken Kroaten geschlagen geben  und aus dem Wettkampf verabschieden und gingen bei der Medaillenvergabe leer aus. In der Seniorenklasse konnte sich Karl-Heinz Blumtritt erneut durchsetzen und schlug im Finale den Kroaten Tijan Zeljko 5:1. Das war zugleich die dritte (!) Goldmedaille für Blumtritt. Karl-Ernst Weißmann und Bernhard Kreps schieden im Viertelfinale aus.

In der Teamwertung stellte Deutschland zwei Mannschaften. Team 1 mit Robin Bosch, Ralf und Steffen Hillenbrand konnte im Viertelfinale die tschechische Mannschaft mit 6:2 besiegen, verlor dann aber das Halbfinalmatch gegen Team 2 aus Kroatien mit 4:6. Durch die Niederlage zog das Team „nur“ in das kleine Finale ein und unterlag dort unglücklich dem französischen Team mit 2:6. Team 2 mit Karl-Heinz Blumtritt, Karl-Ernst Weißmann und Moritz Blumtritt unterlag im Viertelfinale dem Team 2 aus Kroatien 0:6.

Das deutsche WM-Team
Sportler: Ralf Hillenbrand, Steffen Hillenbrand, Robin Bosch, Moritz Blumtritt, Karl-Heinz Blumtritt, Bernhard Kreps, Karl-Ernst Weißmann
Betreuer: Martin Wilke

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