Weltmeisterschaften

WM-Qualifikation Suhl: 21 Flinten-Junioren zur Nominierung vorgeschlagen

13.05.2026 08:58

Bei bestem Frühlingswetter traten die besten Nachwuchs-Flintenschützen Deutschlands in Suhl zur zweiten RWS Jugendverbandsrunde an, die gleichbedeutend als Teil zwei der WM-Qualifikation fungierte. Anschließend machten die Bundestrainer ihre Nominierungsvorschläge für den Saison-Höhepunkt, die WM an gleicher Stelle (17. bis 25. Juni).

Foto: Martina Brandes / Auch Raphael Hapke wurde von Bundestrainerin Katharina Bechtel zur WM-Nominierung vorgeschlagen.
Foto: Martina Brandes / Auch Raphael Hapke wurde von Bundestrainerin Katharina Bechtel zur WM-Nominierung vorgeschlagen.

Es herrschte strahlender Sonnenschein und Wind wehte auch keiner – und so fanden die insgesamt 95 junge Flintenschützen drei Wochen nach Teil eins der RWS Jugendverbandsrunde in Wiesbaden in Suhl beste Bedingungen vor. Für die Athleten der Nachwuchskader I und II hatte dies eine besondere Bedeutung, denn für sie ging es um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft an gleicher Stelle.

Bei den Trapschützen verteidigte Till Reichhardt vom Thüringer Schützenbund mit 111 Scheiben seinen ersten Platz von Wiesbaden und wurde damit als einiger NK2-Schütze für die WM zur Nominierung vorgeschlagen. Das Team zur WM ergänzen Pius Rosenecker, Henry John, Ruben Fabisch, Nolan Peters und Lukas Racko als U21-Athlet, wenn der Bundesausschuss Spitzensport dem Nominierungsvorschlag von Bundestrainer Uwe Möller zustimmt. Bei den Juniorinnen Damit setzte sich Karla Riehmann mit 112 Treffern in Suhl an die Spitze des Teams für die WM, die sie gemeinsam mit Frieda Fahr, Josefine Schwenzfeier und Lea Blank bestreiten soll: „Till hat den Grundstein mit sehr starken 118 Scheiben bei der ersten Jugendverbandsrunde in Wiesbaden gelegt. Pius hat in Suhl mit 115 Scheiben gezeigt, dass er zu den besten Junioren gehört, genauso wie Karla Riehmann, die nach einem kleinen „Blackout“ in Wiesbaden dann starke 112 Scheiben in Suhl folgen ließ. Thüringen ist mit sechs Athleten vertreten, alle sind Schüler des Sportgymnasiums Oberhof und trainieren in Suhl hauptsächlich bei Karsten Bindrich bzw. werden in der Übergangsperiode auch von Frank Günther betreut. Beide leisten sehr gute Arbeit im Nachwuchsbereich am Bundesstützpunkt in Suhl.“

Im Skeet gelang der Wiesbadenerin Luise Middel die herausragende Leistung: Mit 118 Scheiben erzielte sie eine persönliche Bestleistung „und hätte sich damit auch bei den Junioren durchgesetzt“, wie Bundestrainerin Katharina Bechtel sagt. Die Bundestrainerin zeigte sich von der guten Stimmung und dem Miteinander angetan: „Das zeigt, dass man auch als Einzelsportart sehr gut als Team agieren kann.“ Neben Middel und Maximilian Seibel, der sowohl in Wiesbaden als auch Suhl 118 traf und bester Junior war, sind im Skeet-Team für die WM nach dem Nominierungsvorschlag von Bechtel folgende Athleten vorgesehen: Carlotta Wahl, Emilie Bundan, Maxima Sagel, Jette Stöver, Valentin Woestmeyer, Vlad Poddubskiy, Tobias Wenzel, Magnus Erdmann und Raphael Hapke.

Foto: Martina Brandes / Trapschützin Karla Riehmann traf in Suhl starke 112 Scheiben und wird aller Voraussicht bei der WM an gleicher Stelle dabei sein.
Foto: Martina Brandes / Trapschützin Karla Riehmann traf in Suhl starke 112 Scheiben und wird aller Voraussicht bei der WM an gleicher Stelle dabei sein.

RWS Jugendverbandsrunde: Sieger aus Brandenburg, Niedersachsen und Westfalen
Der Modus der Jugendverbandsrunde sieht vor, dass der beste der beiden Vorkämpfe plus der Wettkampf in Berlin im August zur Qualifikation für das Finale herangezogen wird. Nur wer hier gut performt, hat eine Chance, einen der begehrten Munitionspreise zu gewinnen.
Im Trap gewann in der Schülerklasse Matteo Adermann deutlich mit 76 Scheiben vor der Konkurrenz. Linus Dargel aus Niedersachen siegte bei den Jugendlichen mit großem Vorsprung. Sahra Bucken aus Westfalen, die den Vorkampf in Wiesbaden ausfallen lassen musste, gewann mit 99 Scheiben die Klasse der Juniorinnen. Bei seinem ersten Wettkampf im Rahmen der JVR siegte Melando Nienkemper, ebenfalls aus Westfalen, mit genau 100 Scheiben.
Bei den Skeetschützen war es Erik Klemkow aus Brandenburg, der mit 105 Scheiben das beste Ergebnis erzielte. Der Westfale Maximilian Ostmann von der Leye schaffte mit dem gleichen Ergebnis den ersten Platz bei den Jugendlichen. Bei den Junioren verbesserte der Brandenburger Goran Jasikovic sein Ergebnis von Wiesbaden mit 118 Scheiben um sage und schreibe 18 Zähler. Der Finaleinzug in Berlin gilt damit als sicher. Isis Niels aus Westfalen war bei den Juniorinnen mit 112 Scheiben nicht zu schlagen.

Folgende Sportler werden zur WM-Nominierung vorgeschlagen
Skeet: Luise Middel (Wiesbaden), Carlotta Wahl (Suhl), Emilie Bundan (Freren), Maxima Sagel (Paderborn), Jette Stöver (Wildeshausen), Maximilian Seibel (Freren), Valentin Woestmeyer (Saerbeck), Vlad Poddubskiy (Sprendlingen), Tobias Wenzel (Ibbenbüren), Magnus Erdmann (Suhl-Schmiedefeld), Raphael Hapke (Wedemark)
Trap: Till Reichardt (Schenklengsfeld), Pius Rosenecker (Dürrwangen), Henry John (Friemar), Ruben Fabisch (Kambs), Nolan Peters (Krakow am See), Lukas Racko (Wittstock), Karla Riehmann (Gotha), Frieda Fahr (Zella-Mehlis), Josefine Schwenzfeier (Hohenwarsleben), Lea Blank (Iffeldorf)

(Michael Eck/EB)

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