Bundesliga
Bundesliga Luftpistole: Top-Teams führen Tabelle an
Die bereits vor der Saison als Favoriten in den Staffeln titulierten Teams ESV Weil am Rhein, SV Kelheim-Gmünd (Süden), Sp.Sch.Pier und SV 1935 Kriftel (Norden) hielten sich auch am zweiten Wettkampfwochenende schadlos und führen jeweils verlustpunktfrei die Tabelle an.

Norden: Ein bärenstarker Aufsteiger
Kriftel siegte zunächst leicht 5:0 gegen Gastgeber SSV Fahrdorf und hatte mit Maximilian Schenk, Dominik Sänger und Fabian Otto drei Schützen, die 380 Ringe und mehr schossen. Im Hessen-Duell gegen den SV Falke Dasbach ging es beim 3:2-Sieg deutlich enger zu, doch die drei Punkte durch Sänger, Otto und Oliver Geis waren zu keiner Zeit gefährdet und gerieten mit mindestens zwölf Ringen Unterschied sehr deutlich. Dasbach war dann auch ein „Verlierer“ des Wochenendes, denn auch das zweite Duell ging verloren. Und zwar deftig mit 0:5 gegen Pier, das mit Neuzugang James Miller auf Position eins (385 & 386) den stärksten Schützen hatte. Und da Pier auch im Duell mit dem SV Bassum mannschaftlich geschlossen stark auftrumpfte, steht das Team von Trainer Egon Czekala mit 8:0-Mannschaftspunkten und 19:1-Einzelpunkten an der Tabellenspitze.
Nicht weit davon entfernt ist völlig überraschend Aufsteiger Sgi Oelsnitz. Nachdem es bereits am ersten Wochenende von der Konkurrenz ein Lob für das Team aus dem Vogtland gab(Andreas Slink/Leegmoor: „Der beste Aufsteiger seit zehn Jahren!“), knüpfte das Team nahtlos an diese Leistung an: Mit dem starken und doppelt punktenden Yannic Grießbach (384 & 377) an der Spitze wurden die SpSch Raesfeld 3:2 besiegt, ehe beim knappen 2:3 gegen den PSV Olympia Berlin die erste Saisonniederlage quittiert werden musste: „Mit drei Siegen in Serie hätte unser Lupi-Team in die Bundesligasaison nicht besser starten können. Gegen Berlin 2:3 zu verlieren ist keine Schande. Mit etwas Glück wäre uns sogar die Überraschung gelungen“, meinte der Mannschaftsverantwortlich Aron Fläschendräger, um gleich aber hinterherzuschieben: „Von Euphorie kann man nicht sprechen. Wir denken von Duell zu Duell. Erst wenn wir acht Mannschaftspunkte sicher haben, ist der Klassenerhalt geschafft. Jetzt legen wir das Augenmerk auf die Organisation und Ausrichtung unseres Heimwettkampfes am 14. November und freuen uns auf spannende Wettkämpfe."
Mit Bassum und Lindwedel waren im Norden zwei Teams nach vier Matches immer noch auf Glücksgefühle in Form eines Sieges, der SV Niedererbach und der SV Schirumer Leegmoor (Andreas Slink: „Was will man mehr? Doppelsieg zu Hause, mehr geht nicht.“), konnten dagegen doppelt jubeln und stehen nun mit jeweils 4:4-Zählern im Mittelfeld.
Süden: Das Jubiläums-Motto von Weil wird umgesetzt
Die zwei Top-Teams im Süden, der ESV Weil am Rhein und Titelverteidiger SV Kelheim-Gmünd, eilen früh in der Saison mit großen Schritten in Richtung Bundesligafinale. Weil am Rhein war wie bereits am ersten Wochenende das ringbeste Team und schoss beim 3:2-Sieg gegen die HSG München 1893 Ringe (Aaron Sauter, Michael Schwald und Patrick Meyer jeweils 382) und beim 4:1 gegen die FSG Kempten 1902 Ringe mit gleich vier Schützen über die 380 Ringe. Damit bleibt das Team an der Tabellenspitze ganz nach dem Motto des 100-jährigen Vereinsjubiläums: „Dieser Zug hat keine Bremsen“.
Aber auch Kelheim-Gmünd ist bereits in guter Verfassung: Zwei 4:1-Siege gegen die Sgi Waldenburg sowie gegen die SG 1928 Glattbach (Jason Solari mit 385 & 389 bester Schütze) bedeuten auch für den Titelverteidiger einen Start nach Maß, was sich das Team so auch vorgestellt hatte: „Wir haben versucht, alles bestmöglich zu planen und bisher läuft es gut. Unser Team ist toll. Es imponiert mir sehr, wie wir zusammen agieren“, zollte Monika Karsch ihrem Team ein Kompliment. Das gilt auch dem KKS Hambrücken, der ohne Spitzenschütze Robin Walter zweifach punktete (5:0 vs. SV Willmandingen und 3:2 vs. München) und auf Eduard Baumeister (382 & 384) bauen konnte.
Hambrücken hat wie drei weitere Teams nunmehr 6:2-Zähler auf dem Konto, darunter ist auch Rekordmeister Waldenburg, der sich vom 1:4 gegen Kelheim nicht geschockt zeigte und tags darauf gegen Edelweiß Scheuring 4:1 (Doreen Vennekamp 384 Ringe) siegte. Und dabei auch auf Schnellfeuer-Spezialist Florian Peter bauen konnte: „Ich bin mit beiden Wettkämpfen sehr zufrieden, auch wenn ich zuerst etwas Startschwierigkeiten hatte. Das letzte Mal habe ich bei der DM Luftpistole geschossen, danach lag und liegt der Fokus auf der Schnellfeuerpistole. Es ist keine Schande, wenn man gegen Kelheim verliert, umso wichtiger war es, dass wir im Match gegen Scheuring die Punkte mitgenommen haben.“
Punkte hätten auch der SV Hubertus Hitzhofen-Oberzell und der SV Willmandingen gerne, doch beide Teams sind noch ohne Mannschaftspunkte am Tabellenende. Trotz Rückkehr des doppelt punktenden Paul Fröhlich und trotz des Heimvorteils verlor Hitzhofen-Oberzell beide Duelle (2:3 vs. Glattbach, 1:4 vs. Ludwigsburg): "Es ist sehr bitter, zu Hause zwei Niederlagen einstecken zu müssen. Wir werden unsere Fehlerquellen analysieren und bis zum nächsten Wettkampf daran arbeiten. Die Mannschaft bedankt sich bei allen Fans für die Unterstützung, und bei allen Helfern, die unseren Heimwettkampf möglich gemacht haben."

