National
IWK Berlin: Sechs Tage hochwertiger Schießsport und DSB-Erfolge
Der Lapua IWK Berlin 2026 ist am Sonntag mit Ergebnissen auf Weltspitzenniveau zu Ende gegangen! Dabei konnten die deutschen Schützinnen und Schützen mit zum Teil herausragenden Leistungen glänzen und sich die ein oder andere Medaille sichern.

Christian Reitz setze sich mit der Luftpistole im Finale gegen Arjun Sing Cheema aus Indien und dem Malaysier Jonathan Wong Guanjie durch. Im Vorkampf glänzte Reitz schon mit 586 Ringen, im Finale ließ er der Konkurrenz ebenfalls keine Chance und hatte am Ende 3,3 Ringe Vorsprung.
Ganz starke 591 Ringe zauberte Doreen Vennekamp mit der Sportpistole hin, das bedeutete den souveränen ersten Platz im Vorkampf. Und auch im Finale wusste sie zu überzeugen, setzte 40 Treffer, musste sich aber der Französin Camille Jedrzejewski geschlagen geben. Monika Karsch auf Platz drei und Josefin Eder auf Platz vier rundeten die guten Ergebnisse der DSB-Frauen ab.
Den DSB-Junioren mit der Pistole diente der IWK als Vorbereitung auf das Saison-Highlight, die WM in Suhl (17.-25. Juni). In einem rein deutschen Finale schaffte es aber nur David Obenaus auf das Podium, dem am Schluss im Finale etwas die Puste ausging. Lange in Führung liegend verhinderten zwei Achter den Sieg, der an Leon Nagel vom NSSV ging. Hinter Lenny Putzke (Frankfurt/Oder) kam Obenaus auf Rang drei.
Der Internationale Wettkampf in Berlin war wieder bestens vorbereitet. Lob für die Anstrengungen von allen Seiten. Die Sportler zahlten das mit sehr guten Ergebnissen zurück. Den Anfang machte der Schwede Marcus Madsen, der den Vorkampf Luftgewehr mit 633,3 Ringen als Erster beendete und auch im Finale nichts anbrennen ließ. Auch im Dreistellungskampf war er das Maß aller Dinge, zumindest im Finale, dass er mit 7,5 Ringen Vorsprung gewann. Alexander Karl war aus deutscher Sicht die Überraschung, denn der DSB-Junior setzte sich gegen hochrangige Schützen der Herrenklasse durch und holte Silber hinter dem überragenden Schweden.
Hat schon jemals ein Schnellfeuerschütze ein Halbprogramm bei einem internationalen Wettkampf mit der Maximalringzahl 300 beendet, seitdem die Pistole im Kaliber .22 lfB geschossen wird? Wenn nicht, dann war der Inder Anish Bhanwal der Erste, dem dieses Kunststück gelang! Er gewann auch das Finale des ersten Wettkampfes in Berlin, wenn auch erst nach Stechen gegen den Polen Oskar Miliwek. Am nächsten Tag, beim zweiten Wettkampf, versetzte Anish noch einmal alle Anwesenden in ein ungläubiges Staunen: Von den acht geschossenen 4-Sekunden-Serien schloss er 6 mit 5 Treffern ab. Die beiden anderen ergaben 4 Hits. 38 Hits insgesamt in einem Finale bedeuten eine vielleicht einmalige Leistung (sieben Treffer über dem noch jungen Weltrekord im neuen Finalmodus), der nur schwer zu wiederholen sein dürfte.
Ein Treffen der besonderen Art fand am Samstag in der Schießsportanlage „Walther-Arena“ statt. Auf ein Wiedersehen nach langer Zeit freuten sich der ehemalige Bundestrainer Pistole Peter Kraneis mit Weggefährten aus alten Zeiten: Stefanie Thurmann, Ralf Schumann, Hannes Kratzer, Dorjsuren Munkhbayar, Uwe Potteck, Gernot Eder…alles klangvolle Namen des deutschen Schießsports.
So gäbe es noch mehr Geschichten vom 31. Lapua IWK Berlin zu erzählen. Es gab so viele lobende Worte an den Veranstalter, dem PSV Olympia Berlin, dass dieser schon jetzt hoch motiviert ist, die 32. Ausgabe im nächsten Jahr (19.-25.04.2027) anzugehen.
(PSV Olympia Berlin)
