Europameisterschaften

Junioren-EM Burgas: Gewehr-Duo dominiert Solo-Wettbewerb

13.02.2026 16:53

Kein Tag bei der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar) ohne Medaille, und dieses Mal gab es gar einen Doppelsieg: Benedikt Ascher, der bereits Silber im Einzelwettbewerb gewann, sicherte sich durch ein 15:11 im Duell mit Luis Eichenseer den EM-Titel, der über Silber jubeln konnte.

Foto: DSB / Doppelsieg für die DSB-Junioren: Luis Eichenseer gewinnt Silber, Benedikt Ascher Gold. Rechts teht der drittplatzierte Litauer Dziugas Morkunas.
Foto: DSB / Doppelsieg für die DSB-Junioren: Luis Eichenseer gewinnt Silber, Benedikt Ascher Gold. Rechts teht der drittplatzierte Litauer Dziugas Morkunas.

Luftgewehr: Ascher mit Titel und Europarekord
Im Solo-Wettbewerb der Junioren - in diesem gibt es einen Treffer bei einer Wertung von 10,3 oder höher - kam es im Goldfinale zu einem rein deutschen Duell: Benedikt Ascher stand neben Luis Eichenseer an der Schießlinie. Beide hatten sich nach 60 Schüssen in der Qualifikation als die zwei treffsichersten Schützen der insgesamt 57 Athleten erwiesen. Dementsprechend gut und entspannt war die Stimmung im deutschen Lager, Bundestrainerin Claudia Kulla genoss das Duell hinter Ascher sitzend, Co-Trainer Rainer Bauer betreute Eichenseer. Ascher ging nach dem zweiten Schuss in Führung (2:1) und baute diesen kurz darauf aus (4:2). Mit dem 7:4 war eine kleine Vorentscheidung gefallen, denn Ascher schoss wie ein Uhrwerk, verfehlte im Finale lediglich einmal das Ziel, insgesamt konnte er inklusive der Qualifikation von seinen 76 Schüssen 72 (!) Treffer setzen. Beim 14:10 hatte er Matchschüsse, gleich seinen ersten verwandelte er zum verdienten und beeindruckenden Sieg. Anschließend beglückwünschten sich sowohl Athleten als auch Trainer zu diesem großen Erfolg. Der neue Europameister sagte nach dem Finale: „Ich war entspannt, weil ich wusste, dass Deutschland sicher den Doppelsieg landet. Im Finale nur ein Schuss unter der 10,3 war natürlich nochmals gut, und ich bin wahnsinnig froh, dass der Tag so erfolgreich war.“ Eichenseer meinte: „Ich stand unter Strom und war aufgeregt, gerade zu Beginn, gegen Ende wurde es ruhiger. Natürlich Gratulation an Benedikt, der sehr stark geschossen hat.“
In der ersten Qualifikationsrunde verfehlte Ascher lediglich im zweiten seiner 30 Schüsse einen Punkt. Damit führte er souverän das Ranking an. Eichenseer belegte mit vier Treffern weniger Rang sechs, Luca Preisinger (22 Treffer) verfehlte die zweite Runde der besten 16 Schützen exakt um einen Treffer und wurde 18.
In der zweiten Runde setzte das DSB-Duo noch einen drauf: Ascher zog erneut einsam seine Kreise und zog mit 57 Treffern und Europarekord – die Treffer aus der ersten Runde wurden mitgenommen - souverän in das Goldfinale. „Ich bin richtig gut in die Qualifikation gestartet, hatte dann ein bisschen Angst, ob ich das so halten kann. Es stellte sich schnell heraus, dass es besser läuft als erwartet. Ich wusste sofort, dass ich sofort im Goldmatch stehe. Der neue Europarekord hat mich natürlich nochmals mehr gefreut“, so Ascher im Nachgang. Im Goldfinale war auch Eichenseer vertreten, weil er weitere 26 Treffer setzte und sich mit einem Ring Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzte: „Mir war klar, dass es sehr eng sein wird. Beim Modus „hit und miss“ zählt jeder Schuss. Dass ich in den beiden Durchgängen vorne dabei war, war natürlich erfreulich. Und im Goldmedaillenmatch zu stehen natürlich umso erfreulicher und noch schöner, dass ich mit meinem Teamkollegen im Finale stand“, so Eichenseer.

Die Gewehr-Juniorinnen hinken den Junioren bei dieser EM bisher ein wenig hinterher: Theresa Schnell (27. Platz) verfehlte mit 23 Treffern den Einzug in das Shootoff für das Viertelfinale um einen Treffer. Katrin Grabowski (22 Treffer, 37. Platz) und Hannah Wehren (20 Treffer, 48. Platz) platzierten sich im Mittelfeld.

Luftpistole: Trio-Teams schaffen es nicht ins Viertelfinale
Im Trio-Wettbewerb der Juniorinnen lieferte das DSB-Trio Franziska Thürmer, Aileen Pitschke und Charlotte Laube eine geschlossene Mannschaftsleistung. 183, 182 und 182 Ringe erzielten die drei Schützinnen, am Ende fehlten ihnen als Zwölfte vier Ringe, um sich für die besten acht Teams zu qualifizieren.
Und auch die Junioren konnten nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen: Leon Kabisch (189), Lucas Struck (188) und David Obenaus (185) belegten den zehnten Platz – drei Ringe fehlten zur Qualifikation für das Viertelfinale.

„Morgen folgt noch der Solo-Wettbewerb zum Abschluss. Wir haben viele Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln können, die auch im Hinblick auf die WM in Suhl – die ja der Höhepunkt in diesem Jahr ist – wichtig sind. Es gibt ein paar Stellschrauben, an denen wir ansetzen werden“, so Bundestrainerin Jördis Grabe.

Die Finals der Wettkämpfe überträgt die europäische Schießsportkonföderation ESC auf ihrem YouTube-Kanal.

Das deutsche Team in Bulgarien
U16 Luftpistole: Eva Greimel (Hofgiebing), Lina Karsch (Regensburg)
U18 Luftpistole: Lucy Wernecke (Dresden), Darius Dann (Neuried), Theodor Findeisen (Illmenau), Anakin Sarrach (Booßen)
U21 Luftgewehr: Benedikt Ascher (Waldkirchen), Luis Eichenseer (Neumarkt), Luca Preisinger (Mähring), Katrin Grabowski (Niedernhausen-Engenhahn), Theresa Schnell (Thalmässing), Hannah Wehren (Freising)
U21 Luftpistole: Lea Hadeler (Wehrbleck), Charlotte Laube (Moosthenning), Aileen Pitschke (Erfurt), Franziska Thürmer (Witzenhausen), Leon Kabisch (Treplin), David Obenaus (Plessa OT Kahla), Lucas Struck (Frankfurt/Oder)
Betreuer: Claudia Kulla, Jördis Grabe, Riner Bauer, Theo Hadrath, Heiko Dörr, Paul Kretschmann, Manuela Mernberger

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