Weltcup

Weltcup Almaty: Sven Korte bärenstark zu Silber

05.05.2026 14:56

Skeet-Schütze Sven Korte (Ibbenbüren) hat beim Flinten-Weltcup in Almaty/KAZ nach hervorragender Leistung die Silbermedaille gewonnen. Im Finale musste er sich mit 34:35-Treffern nur dem Italiener Gabriele Rossetti geschlagen geben, der in dem neuen Final-Format einen neuen Weltrekord aufstellte. Es war Kortes bisher größter Erfolg im Weltcup-Einzel.

Foto: ISSF / Hochkonzentriert und treffsicher zu Silber beim Weltcup in Almaty: Sven Korte.
Foto: ISSF / Hochkonzentriert und treffsicher zu Silber beim Weltcup in Almaty: Sven Korte.

Korte musste sich als Nummer sieben der Qualifikation im Finale mit zwei Dänen, einem Italiener, einem Finnen, einem Ukrainer, einem Japaner und einem Peruaner auseinandersetzen. In dem neuen Finalformat musste jeder der acht Schützen zunächst drei Hoch- und drei Tiefhaus-Doubletten schießen – Korte tat dies makellos und führte mit dem Italiener Rossetti das Feld an. Und auch in der Folge zeigte der Ibbenbürener keinerlei Schwäche, blieb fehlerfrei und lag nach 24 Scheiben ohne jeglichen Fehlschuss in Führung und klar auf Medaillenkurs. Lediglich drei Mitstreiter waren noch im Rennen, Korte hatte vor dem viertplatzierten Dänen Petersen bereits drei Treffer Vorsprung und hatte vier Scheiben später die Bronzemedaille sicher. Auch wenn sein 28. Schuss fehl ging – die Anlage warf mehrere Male fehlerhafte Scheiben und brachte den Europameister von 2024 ein wenig aus dem Rhythmus – blieb Korte gemeinsam mit dem Italiener vorne, dicht gefolgt vom Japaner Toguchi. Vier Scheiben und drei Treffer später war Silber eingetütet, weil er vor dem treffergleichen Japaner die höhere Bib-Nummer hatte. Rossetti, Mixed-Olympiasieger in Paris 2024, ging mit einem Treffer Vorsprung (31:30) in die letzten vier Scheiben und brachte den Vorsprung nach Hause. Korte holte sich mit bärenstarken 34 Treffern die Silbermedaille - nach bisher zwei Einzel-Bronzemedaillen 2023 in Larnaka und 2024 in Kairo ist dies sein größter Erfolg im Weltcup-Circuit - und reckte die Faust in den Himmel. Den tollen Auftakt in die WM-Saison kommentierte er folgendermaßen: „Ich bin richtig glücklich über die Silbermedaille, das Finale lief optimal für mich, ich kann mehr als zufrieden sein. Das konnte ich so nicht erwarten, weil ich vor vier Wochen meine Diplomarbeit abgegeben habe und demzufolge lange wenig geschossen habe. Erst die vergangenen vier, fünf Wochen habe ich richtig intensiv trainieren können.“

In der Qualifikation lag Korte von Beginn am im vorderen Feld, da er Tag eins mit sehr starken 74 Treffern angeschossen hatte. Auch in der vierten Serie ließ er keine Wurfscheibe fliegen und war klar auf Finalkurs. Als die 124. Scheibe unberührt in die Weite flog, musste er kurz zittern, da er die Serie - die unter teilweise irregulären Bedingungen verlief (Korte: "Auch der Vorkampf selbst lief perfekt bei widrigen Bedingungen. Die letzte Runde haben wir in der Nacht geschossen, wir haben auf Stand vier die Scheiben fast gar nicht mehr gesehen!") mit „nur“ 23 Treffern abschloss. Doch seine starken 122 Treffer reichten für Platz sieben und den Einzug ins Finale. Nicht so gut lief es für die vier anderen DSB-Skeeter: Christopher Honkomp verabschiedete sich mit einer 20 in der zweiten Serie frühzeitig von den vorderen Rängen, steigerte sich im Verlauf auf insgesamt 114 Treffer und wurde 58. Felix Haase wies die gleiche Trefferzahl auf (62. Platz), Tim Krause schoss konstant, aber es fehlten die hohen Serien (110, 81. Platz). Und auch Valentina Umhöfer, einzige DSB-Skeeterin in Kasachstan, hätte sich mehr erhofft als Platz 28. Auch ihr fehlten die 24 und 25-er Serien, sodass sie am Ende 112 Treffer aufwies und sechs Treffer hinter dem Finaleingang lag.

Für die Skeeter ist der Weltcup damit bereits beendet und es übernehmen die Trap-Schützen. Der Qualifikations-Wettkampf startet am 8. Mai, die Einzelfinals finden am 9. Mai, der Mixed-Wettkampf am 10. Mai statt.

Foto: ISSF / Nicht ganz zufrieden mit ihrem Auftritt und Platz 28: Valentina Umhöfer.
Foto: ISSF / Nicht ganz zufrieden mit ihrem Auftritt und Platz 28: Valentina Umhöfer.

Das deutsche Team in Almaty
Skeet: Valentina Umhöfer (Saal an der Saale), Felix Haase (Oerlinghausen), Christopher Honkomp (Emstek), Sven Korte (Ibbenbüren), Tim Krause (Eppelheim)
Trap: Nadine Halwax (Benediktbeuern), Kathrin Murche (Elsnig), Alexander Engeln (Weißenfels), Marius John (Friemar), Marco Kroß (Torgau), Tim-Luka Schmidt (Subzow)
Betreuer: Katharina Bechtel, Uwe Möller, Tino Wenzel, Mike Stöcker, Ralf Lewandowski

Weitere News zu "ISSF Weltcup"