Weltcup
Weltcup Hangzhou: Valentina Umhöfer knapp am Finale vorbei
Beim Weltcup in Hangzhou/CHN (22. bis 28. Juli) fanden die ersten Entscheidungen statt: Ein Finale erreichten die DSB-Athleten noch nicht, gute Leistungen wurden aber im Skeet und Luftpistole Mixed erzielt.

Große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit prägen die Wettkämpfe auf dem Flintenstand. Bundestrainerin Katharina Bechtel sagt: „Wir haben gelernt, mit der Luftfeuchtigkeit umzugehen, der Weltcup in Lonato war eine optimale Vorbereitung dafür.“ Knapp am Finale vorbei schrammte Valentina Umhöfer, die mit „hervorragenden 118 Scheiben Elfte wurde. Es fehlte wieder die berühmte eine Scheibe zum Shootoff für das Finale“, so Bechtel. Nele Wißmer landete bei ihrem internationalen Comeback mit 115 Treffern auf Platz 19, Christine Wenzel wurde 32. (110). Bei den Männern schlug sich Felix Haase als 24. mit 119 Treffern am besten, gefolgt von Christopher Honkomp (31. Platz), Sven Korte (33. Platz) und Tim Krause (36. Platz, alle 117): „Kleinere individuelle Fehler haben dazu beigetragen, dass die Ergebnisse nicht um zwei bis vier Scheiben höherlagen“, so Bechtel.
Im von den Chinesen dominierten Luftpistolen Mixed konnten Doreen Vennekamp & Christian Reitz als Zehnte mit 577 Ringen durchaus gefallen. Vor allem Reitz schoss stark und sammelte 296 Ringe für sein Team. Dagegen lief es bei Michelle Skeries & Michael Schwald nicht so gut, ihre 558 Ringe bedeuteten den 40. Platz.
Ohne die besten deutschen Gewehrschützen und mit vielen jungen Athletinnen und Athleten, die z.T. ihre ersten internationalen Einsätze bei den Erwachsenen absolvieren, war klar, dass vordere Platzierungen nicht zu erwarten waren. Und so hieß es im Luftgewehr-Wettbewerb der Männer Platz 49 (Florian Beer, 624,3), Platz 55 (David Koenders, 623,6) und Platz 83 (Justus Ott, 614,4). Im Dreistellungskampf der Frauen überzeugte Hannah Wehren mit guten 586 Ringen (18. Platz) – nur drei Ringe fehlten zum Finaleinzug. Und auch Melissa Ruschel (22. Platz, 585) und Katharina Mentzel (32. Platz, 582) lagen deutlich über der Grenze von 580 Ringen.

Bisher gab es noch keine deutsche Finalteilnahme, dies sollte sich aber am Freitag, 24. Juli ändern. Die Voraussetzungen stehen auf jeden Fall glänzend, denn nach dem ersten Halbprogramm mit der Schnellfeuerpistole führt ein DSB-Trio das Feld an: Oliver Geis (296 Ringe), Emanuel Müller (294) und Florian Peter (293) liegen auf Finalkurs, Fabian Otto schoss solide 288 Ringe (20. Platz).
Das deutsche Team in Hangzhou
Flinte: Felix Haase (Oerlinghausen), Christopher Honkomp (Emstek), Sven Korte (Ibbenbüren), Tim Krause (Eppelheim), Valentina Umhöfer (Saal an der Saale), Christine Wenzel, Nele Wißmer (Ibbenbüren, alle Skeet), Andreas Löw (Weihenzell), Paul Pigorsch (Süptitz), Tim-Luka Schmidt (Subzow), Karla Riehmann (Gotha), Nadine Goldbrunner (Benediktbeuern), Kathrin Murche (Elsnig, alle Trap)
Gewehr: Florian Beer (Mähring), David Koenders (Neubiberg), Justus Ott (Erlangen), Katrin Grabowski (Niedernhausen), Katharina Mentzel (Wiesbaden), Lea Ruppel (Herbstein), Melissa Ruschel (Wietze), Hannah Wehren (Freising)
Pistole: Christian Reitz (Regensburg), Michael Schwald (Lörrach), Andreas Köppl (Lampenricht), Eduard Baumeister (Plankstadt), Svenja Berge (Bad Camberg), Michelle Skeries (Potsdam), Sarah Tauermann (Grasleben), Doreen Vennekamp (Ronneburg), Oliver Geis (Bad Camberg), Emanuel Müller (Pfullingen), Fabian Otto (Heringen), Florian Peter (Obertshausen)
Betreuer: Detlef Glenz, Thomas Zerbach, Sandra Reitz, Benedikt Schuter, Wolfram Waibel, Uwe Möller, Frank Günther, Katharina Bechtel, Mike Stöcker, Ralf Lewandowski, Victoria Nolte, Martin Bronnec, Hans-Jörg Meyer, Marco Kleer
