Weltcup
Weltcup Kairo: Zweimal Platz 6 und starke Ausgangslage
Die deutschen Athleten stehen beim Weltcup in Kairo/EGY (9.-15. Oktober) in weiteren Finals. Sowohl bei den Luftgewehr Herren, als auch beim Dreistellungskampf der Frauen stehen am Ende Platz 6 auf dem Tableau. Für die Schnellfeuerpistolenschützen legt Tag Eins eine starke Ausgangslage für den zweiten Durchgang.

Luftgewehr Männer:
Denkbar ungünstig startet das Finale für Maximilian Ulbrich. Mit einer 9.8 und 10.0 startet Ulbrich in den Wettkampf, in dem international mittlerweile ein Schnitt von 10.5 bzw. 10.6 geschossen wird, um die Medaillenplätze zu erreichen.
"Schwierig. Es ist gerade alles ein bisschen zwiegespalten. Vom Grundsatz her bin ich mit den Wettkämpfen bisher schon sehr zufrieden, weil ich mir wieder zweimal für ein Finale qualifiziert habe, unter anderem eine Medaille mitgenommen habe und und viele wertvolle Erkenntnisse. Von dem her kann ich da schon eigentlich sehr zufrieden rausgehen. Es ist natürlich schade, ein Finale so zu starten, wie ich das gemacht habe. Ich habe mir das auch nicht unbedingt erklären können, was da genau los war."
Dann folgt die sensationelle Aufholjagd, unter anderem mit jeweils zwei 10.9 und 10.8!
"Dann habe ich mich wieder super zurückgekämpft. War eigentlich wieder klar. Bis zu vier/fünf Zehntel am Führenden sogar dran. Es war sehr, sehr eng. Und dann ist es quasi wieder losgegangen, dass mir die Schüsse rechts raus sind. Da muss man jetzt schauen an was das liegen kann. Ansonsten wie gesagt, mit dem Ausgang, mit den beiden Wettkämpfen, bin ich eigentlich sehr zufrieden und freue mich, das jetzt zum Kleinkaliber rüber geht."
Am Ende steht Platz Sechs im Finale für Maximilian Ulbrich. Die anderen deutschen Gewehrschützen landen in der Qualifikation auf Platz 26 (Maximilian Dallinger, 628.4), Platz 36 (Max Ohlenburger, 627.4, RPO), Platz 38 (David Koenders, 627.1, RPO) und Platz 50 (Daniel Bühlmeyer 625.9).
Dreistellungskampf Frauen:
Gute Resultate in der Qualifikation zeigten die deutschen Gewehrfrauen im Dreistellungskampf. Angeführt von der Weltranglsten Vierten Anna Janßen, die sich in der Qualifikation mit 590 Ringen auf Platz Zwei ins Finale schoss, reihten sich Hanna Bühlmeyer (RPO mit 588 Ringen und 31 Innenzehnern) auf Platz 8, Lisa Grub mit 588 Ringen und 29 Innenzehnern auf Platz 12, Nele Stark mit 583 Ringen und 27 Innenzehnern auf Platz 30 und Hannah Steffen-Dix mit 580 Ringen und 22 Innenzehner auf Platz 42 ein.
"Grundsätzlich bin ich mit dem Tag heute durchaus zufrieden. Gerade mit der Quali, dass ich den Sprung ins Finale am Ende doch noch geschafft habe bzw. im Finale immer geblieben bin. Vor allen Dingen nach meiner doch eher schwächeren ersten Stehen Serie. Dass ich da den Switch nochmal geschafft habe und so gut ausgeschossen habe, kann aus der Quali dennoch einiges mitnehmen. Klare Fehler, klare Punkte und ich bin sehr zuversichtlich für die nächsten Wochen. Vom Finale war ich heute leider ein bisschen zu weit weg vom Kopf her, würde ich sagen. Mir hat die Klarheit gefehlt. Darf einem dann in so einem starken Feld einfach nicht passieren. Aber ist auch in Ordnung, dass das mal passiert, meines Erachtens nach. Ich habe tatsächlich nach dem Liegend gehofft, dass ich mit dem Stehend wieder ein bisschen hochklettern kann, wie es sonst doch auch häufiger ist. Aber die Mädels haben einfach so gut stehend geschossen, dass ich nur ein paar Plätze gut machen konnte. Aber es war eine sehr wertvolle Erfahrung und jetzt freue ich mich noch aufs Luftgewehr und dann geht es heim."
Für Anna Janßen endet das Finale des Dreistellungskampfes mit einem guten sechsten Platz.
Schnellfeuerpistole Herren:
Eine Top-Ausgangslage haben sich die deutschen Schnellfeuerpistolenschützen für den am Mittwoch anstehenden zweiten Durchgang erarbeitet. Nach Tag Eins stehen Emanuel Müller (296 Ringe), Florian Peter (295 Ringe) und Oliver Geis /291 Ringe) auf Rang Eins, Zwei und Acht des Tableaus. Fabian Otto, der den Weltcup RPO (ranking points only) schießt, kam aufgrund eines Rahmentreffers im letzten Schuss lediglich auf 266 Ringe und Platz 38.

Das deutsche Team in Kairo
Gewehr: Anna Janßen (Kevelaer), Nele Stark (Güglingen), Hannah Steffen-Dix (Ohlweiler), Lisa Grub (Weingarten), Hanna Bühlmeyer, Daniel Bühlmeyer (beide Weiltingen), Max Ohlenburger (Idstein), Maximilian Dallinger (Freising), David Koenders (Karlsfeld), Maximilian Ulbrich (Wielenbach)
Pistole: Oliver Geis (Bad Camberg), Fabian Otto (Heringen), Florian Peter (Obertshausen), Emanuel Müller (Pfullingen), Robin Walter (Reichenbach), Paul Fröhlich (Hitzhofen), Christian Reitz, Monika Karsch (beide Regensburg), Michelle Skeries (Potsdam), Josefin Eder (Müllrose), Doreen Vennekamp (Ronneburg)
Betreuer: Wolfram Waibel, Claudia Verdicchio-Krause, Detlef Glenz, Carsten Hees, Steffen Jabin, Dr. Gaby Bussmann, Sandra Reitz, Hans-Jörg Meyer, Philipp Hasse
