Weltcup
Weltcup Lonato: Kathrin Murche wird starke Fünfte
Beim Flinten-Weltcup in Lonato/ITA war wieder einmal Verlass auf Deutschlands beste Trap-Schützin: Kathrin Murche, Europameisterin 2025, belegte in einem starken und großen Teilnehmerfeld den guten fünften Platz: „Alles in allem bin ich zufrieden“, so ihr Fazit.

Dass sich nicht vollauf Zufriedenheit einstellte, lag am Finale: Dieses wird seit dieser Saison in einem anderen Modus geschossen: „Ich finde die neuen Regeln etwas schwierig, da es einfach dem Sinn hinter dem Trapschießen widerspricht, da wir nun ja wissen, welche Scheibe wann kommt“, so Murche. So hatte sie bereits nach zehn Scheiben drei Fehlversuche, überstand jedoch das Stechen. Als dann in der nächsten Fünferserie abermals eine Scheibe ungetroffen weiterflog, schied Murche als Fünfte aus dem Achterfeld aus: „Das Finale war nicht so optimal. Ich hatte es zwar mehrfach zu Hause geübt, allerdings für mich persönlich die Lösung nicht gefunden.“
Starke Lösungen hatte sie in der Qualifikation gefunden, die sie mit hervorragenden 120 Treffern auf Rang drei abschloss: „Mit meinem Vorkampf-Ergebnis bin ich absolut zufrieden. Vor allem, da ich bisher in diesem Jahr noch nicht wirklich meine Leistung abrufen konnte und auch, weil ich oft bei den Weltcups nicht so gut schieße, da mir etwas der Druck fehlt. Ich war selbst von mir beeindruckt, wie gut ich meine Erregung steuern konnte. Nach der letzten Runde hatte ich wirklich Gänsehaut, weil ich so stolz auf mich war.“ Auch Bundestrainer Uwe Möller zollte seiner Vorzeigeschützin Respekt: „Bei ihr geht die Leistungskurve nach oben, sie ist ein absoluter Wettkampftyp. Das Finale müssen wir noch üben, entscheidend ist bei der WM - da muss es rumpeln.“
Und auch die anderen DSB-Schützen enttäuschten keineswegs: Möller und sein Trainer-Team hatten in Lonato bewusst auf den Nachwuchs gesetzt, der im „Kreis der Großen“ wichtige internationale Erfahrung sammeln konnte. Und das auf dem größten Weltcup der ISSF mit über 200 Männern und über 100 Frauen, bei Temperaturen von über 30°C: „Mit den Schützen hätte ich nicht tauschen wollen, trotz dieser ganzen Umstände haben sie gut geschossen“, so Möller. Der hob die Junioren Karla Riehmann (112 Treffer, 37. Platz), Pius Rosenecker (116, 79. Platz) und Nolan Peters (107, 157. Platz) hervor: „Da wächst eine gute Generation heran!“
Die weiteren Platzierungen der DSB-Schützen: Nadine Goldbrunner (107, 66. Platz), Sarah Bindrich (103, 82. Platz), Josephine Schwenzfeier (98, 93. Platz), Tim-Luka Schmidt (115, 82. Platz), Marius John (109, 147. Platz), Alexander Engeln (109, 149. Platz).
Das deutsche Team in Lonato
Skeet: Sven Korte (Ibbenbüren), Felix Haase (Oerlinghausen), Tilo Schreier (Loitz), Christopher Honkomp (Emstek), Tim Krause (Eppelheim), Valentina Umhöfer (Saal an der Saale), Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Isabel Wassing (Ahaus), Annabella Hettmer (Wiesbaden), Christine Wenzel (Ibbenbüren)
Trap: Pius Rosenecker (Dürrwangen), León Alexander Engeln (Weißenfels), Nolan Peters (Krakow am See), Marius John (Friemar), Tim-Luka Schmidt (Subzow), Kathrin Murche (Elsnig), Nadine Goldbrunner (Benediktbeuren), Sarah Bindrich (Bad Königshofen), Josephine Schwenzfeier (Hohenwarsleben), Karla Riehmann (Gotha)
Betreuer: Katharina Bechtel, Tino Wenzel, Frank Dittmer, Uwe Möller, Mike Stöcker, Karsten Bindrich
