Weltcup

Weltcup Flinte Lahti: Ein guter Mix aus Youngsters und alten Hasen

12.08.2019 11:28

Für die Flintenschützen führt der Weg in Richtung Europameisterschaft über den Weltcup in Lahti/FIN (13.-23. August). 13 DSB-Sportler kämpfen beim Weltcup um den ersehnten Quotenplatz – darunter alte Bekannte und junge Talente, die sich ins Geschehen mischen.

Foto: DSB / Routinier Ralf Buchheim greift in Lathi erstmals in diesem Jahr in das Weltcup-Geschehen ein.
Foto: DSB / Routinier Ralf Buchheim greift in Lathi erstmals in diesem Jahr in das Weltcup-Geschehen ein.

Ralf Buchheim ist ein „alter Hase“ im Flintengeschäft. Er hat die meiste internationale Erfahrung, qualifizierte sich kürzlich erneut für die Europameisterschaft in Lonato/ITA (3. bis 17. September) und greift jetzt zum ersten Mal in dieser Saison auch ins Weltcup-Geschehen mit ein. Für Skeet-Bundestrainer Axel Krämer keine Überraschung: „Ralf hat ordentlich trainiert, steht gut im Saft, und wir werden sehen, was er von seiner alten Stärke auspacken kann.“ Dabei setzt Krämer nicht nur auf routinierte Schützen, sondern auch auf die jungen Talente in seinem Team. „Nele Wißmer (22) hat internationale Erfahrungen, ist schon seit mehreren Jahren im Damen-Kader; Valentina Umhöfer (21) ist unser Youngster im Team! Sie setzte in der Qualifikation mit 117 Scheiben ein Achtungszeichen“, so Bundestrainer Krämer, der weiter lobende Worte für Umhöfer findet: „Mit Ihr wird eine junge Schützin – die übrigens aus dem Biathlon kommt – an die internationale Wettkampfbühne herangeführt. Eine gute Frucht muss reifen und man muss ihr auch diese Zeit einräumen!“

Dabei lastet ein hoher Druck auf dem gesamten Team, denn bisher fehlt noch ein Quotenplatz für Tokio 2020. Und die Chancen, diesen zu holen, schwinden. Das ist nicht nur Trap-Bundestrainer Uwe Möller bewusst: „Dass wir Quotenplätze brauchen, wissen im Team alle. Das muss und wird auch nicht nochmal extra besprochen, denn die Älteren unter den Athleten sind lange genug dabei und müssten mit diesem Druck umgehen können.“ Nachdem die WM „nicht ganz nach Plan“ lief, durften sich die Athleten erst einmal erholen, denn „die Wettkampfstrecke bis dorthin war schon sehr heftig und bei alle waren die Akkus leer“, berichtet Möller, zeigt sich aber nach den letzten Trainingseinheiten zuversichtlich: „Alle Teilnehmer sind gut in Form. Jetzt gilt es, das Leistungsniveau umzusetzen.“ Dabei hat die Anlage in Lahti die ein oder andere Überraschung für Andreas Löw, Paul Pigorsch und Co. parat. „Da die Anlage dort in Lahti – nicht wie üblich bei solchen großen Wettkämpfen – über fünf, sondern nur vier Stände verfügt, müssen die Männer aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen an drei Wettkampftagen ran.“ Vielleicht ist es ja am Ende genau diese Herausforderung, die die Deutschen am besten meistern.

Alle Teilnehmer sind gut in Form. Jetzt gilt es, das Leistungsniveau umzusetzen!

Uwe Möller, Trap-Bundestrainer vor dem Weltcup in Lathi

Das DSB-Team in Lahti

Trap: Sarah Bindrich, Katrin Quooß, Sonja Scheibl, Bettina Valdorf, Marco Kross, Andreas Löw, Paul Pigorsch

Skeet: Valentina Umhöfer, Nele Wißmer, Katrin Wieslhuber, Ralf Buchheim, Vincent Haaga, Tilo Schreier

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