Europameisterschaften

EM-Qualifikation Luftgewehr: Die EM-Teams stehen fest

08.04.2021 09:16

Anna Janßen, Julia Moser, Jolyn Beer, Maximilian Dallinger, Bastian Blos und Dennis Welsch bilden bei der EM in Osijek/CRO (24. Mai bis 5. Juni) das deutsche Luftgewehr-Team. Das Sextett sicherte sich bei der zweiten Qualifikation in Hannover die begehrten Plätze.

Foto: DSB / Jolyn Beer, Anna Janßen und Julia Moser (v.l.) werden zur EM fahren, Melissa Ruschel steht als Ersatz bereit.
Foto: DSB / Jolyn Beer, Anna Janßen und Julia Moser (v.l.) werden zur EM fahren, Melissa Ruschel steht als Ersatz bereit.

Janßen und Dallinger waren nach Teil eins der Qualifikation in München mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Teil gegangen und ließen sich dann auch nicht mehr von der Spitzenposition verdrängen. Dahinter gab es intensive Duelle mit zum Teil hochklassigen Leistungen. So zeigte Julia Moser mit 631,9 und 631,0 Ringen ihr Potenzial, schob sich auf Platz zwei und sicherte sich in ihrer letzten internationalen Saison den EM-Platz: „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, zur EM zu fahren. Es ist natürlich schön, zum Abschluss noch einmal für Deutschland an den Start gehen zu können.“ Auch die am Ende drittplatzierte Jolyn Beer knackte einmal die magische 630er-Grenze mit 632,0 Ringen, sodass Moser konstatierte: „Ich denke, dass wir ein Wahnsinnsteam sind mit so einer großen Leistungsdichte, das hat man in Deutschland wohl noch nicht gehabt. Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen und uns auf die EM freuen. Und wenn der Schützengott es will, könnte es auch mit einem Quotenplatz klappen.“

Wenn der Schützengott es will, könnte es auch mit einem Quotenplatz klappen!

Julia Moser, zu den EM-Aussichten der deutschen Luftgewehr-Frauen

Foto: DSB / Dennis Welsch, Maximilian Dallinger und Bastian Blos sind die EM-Teilnehmer, Julian Justus (2. v.r.) steht als Ersatz bereit.
Foto: DSB / Dennis Welsch, Maximilian Dallinger und Bastian Blos sind die EM-Teilnehmer, Julian Justus (2. v.r.) steht als Ersatz bereit.

Das Niveau der Frauen erreichten die Männer nicht, dennoch deuteten Dallinger und vor allem Bastian Blos ihr Potenzial an. Blos schoss mit 627,4 und 628,2 Ringen sehr stabil und schob sich von Platz vier auf Platz zwei. Dazu sagte er: „Ich freue mich natürlich sehr, dass ich es geschafft habe. Nach der ersten Qualifikation war ich fast sogar ein wenig enttäuscht von mir selbst. Umso schöner, dass sich die harte Arbeit am Ende jetzt doch noch ausgezahlt hat.“

So ein Wettkampf in diesen besonderen Zeiten ist doch etwas ganz anderes und ohne die gewohnte Wettkampfpraxis auch deutlich schwerer zu bestreiten!

Bastian Blos, über die Schwierigkeit in der aktuellen Corona-Situation

Bundestrainer Claus-Dieter Roth sagte zur Qualifikation: „Die EM-Qualifikation ist insgesamt reibungslos verlaufen. Es gab Spitzenergebnisse bei den Frauen in der Höhe und Dichte. Bei den Männern ist noch deutlich Luft nach oben.“ Roth wird nun dem Bundesausschuss Spitzensport seinen Nominierungsvorschlag unterbreiten, die viertplatzierten Melissa Ruschel und Julian Justus werden als Ersatzschützen bereit stehen.

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