Weltcup

Weltcup Granada: Ein Auf und Ab zum Auftakt

08.04.2026 14:48

Mit dem Auftakt des ISSF-Weltcups in Granada ist die internationale Schießsport-Elite in die neue Saison gestartet. Vom 07. bis zum 13. April messen sich insgesamt mehrere hundert Athletinnen und Athleten aus über 50 Nationen in den olympischen Disziplinen Gewehr und Pistole und liefern damit früh im Jahr einen ersten internationalen Formtest auf höchstem Niveau. Die ersten Wettkämpfe sind abgeschlossen und die deutschen Athleten konnten bisher nur punktuell überzeugen.

Foto: DSB / Robin Walter wurde bester Deutscher mit der Luftpistole in der Quali. Platz 9 mit 581 Ringen.
Foto: DSB / Robin Walter wurde bester Deutscher mit der Luftpistole in der Quali. Platz 9 mit 581 Ringen.

Mixed Teams: Wettkampftag Eins
Im Fokus des ersten Wettkampftages standen unter anderem die Entscheidungen im Mixed-Team-Wettbewerb mit der Luftpistole und dem Luftgewehr. Die deutschen Duos präsentierten sich hierbei engagiert und lieferten solide Leistungen im hochklassig besetzten Teilnehmerfeld, in dem insbesondere die asiatischen Nationen traditionell den Ton angeben. 
Das deutsche Luftpistolen Mixed Team rund um Michelle Skeries (282 Ringe) und Robin Walter (289 Ringe) landete auf Platz 23. Auf Platz 32 reihte sich das zweite deutsche Mixed Team Berge (275 Ringe) und Christian Reitz (289 Ringe) ein. 
Auch die deutschen Luftgewehr Mixed Teams konnten sich nur auf den hinteren Plätzen einreihen. Deutschland 2 mit Hannah Steffen-Dix & Maximilian Dallinger (313,6 & 312,1 Ringe) musste sich mit Platz 30 zufriedengeben. 
Für Anna Janßen in Team Germany 1 lief es nicht rund. Mit 307,7 Ringen und weiteren 316,2 Ringen von ihrem Mixed Team Partner Maximilian Ulbrich landete das Mixed-Team, welches bei Olympia Platz 4 belegte, dieses mal nur auf Platz 36. 
Damit gelang es den deutschen Schützen jedoch nicht, sich in die entscheidenden Medaillenmatches vorzuarbeiten. Trotz ordentlicher Serien fehlten am Ende einige Ringe auf die Top-Platzierungen, die für den Einzug in die Gold- und Bronzematches notwendig gewesen wären. Der erste Wettkampftag verdeutlichte einmal mehr die enorme Leistungsdichte im internationalen Feld: Bereits kleinste Abweichungen entscheiden über Finaleinzüge und Podestplätze. Für das deutsche Team gilt es nun, die gewonnenen Erkenntnisse schnell umzusetzen, um in den kommenden Wettbewerben in Granada in den Einzelentscheidungen anzugreifen.

Einzelwettkämpfe: Wettkampftag Zwei
Der zweite Wettkampftag steht ganz im Zeichen der Einzelwettkämpfe. Sowohl die Luftpistolen Herren, als auch die Sportpistolen Damen greifen ins Geschehen des Weltcups im spanischen Granada ein. Deutschland wird beim Weltcup in Granada in der Disziplin Luftpistole von Robin Walter, Christian Reitz und Andreas Köppl vertreten. Walter und Reitz starteten beide in Relay Eins in ihren Wettkampf und zeigten hierbei durchwachsene Leistungen zum Start. 92 Ringe von Reitz und 95 Ringe von Walter in Serie 2 bedeuteten früh im Wettkampf ein Hinterherlaufen. Reitz steigerte sich im Wettkampf nachfolgend auf 95, 99, 98 und 96 Ringe und schloss den Wettkampf auf Platz 26 ab.
Walter zog ebenfalls an und konnte abgesehen von der vierten Serie (94 Ringe) mit 98, 99 und erneut 98 Ringen überzeugen. Am Ende scheiterte Walter hauchdünn am Finaleinzug. 581 Ringe und 16 Innenzehner gegenüber dem auf Platz 8 platzierten Anton Aristarkhov (AIN) mit ebenfalls 581 Ringen und insgesamt 20 Innenzehnern reichten am Ende nicht. "Ich hab die letzten Tage und beim Training/Mixed schon gemerkt, dass die Stabilität und Haltekraft fehlt" fasst Walter den Wettkampf zusammen.
Köppl sortierte sich mit insgesamt 574 Ringen auf Platz 36 ein.

Für die deutschen Sportpistolen Damen stand am heutigen Mittwoch, 8. April der Präzisionsteil an. Doreen Vennekamp reihte sich nach der ersten Hälfte mit 287 Ringen (95, 97 & 95) auf Platz 26 ein. Michelle Skeries startete durchaus vielversprechend mit 97 und 96 Ringen, musste aber in Serie Drei mit 92 Ringen Federn lassen. Die 285 Ringe lassen Skeries auf Platz 32 stehen. Für Svenja Berge begann der Wettkampf mit der Sportpistole ausbaufähig. 280 Ringe und 91 Ringe in Serie 3 sind gleichbedeutend mit Platz 57. Für den morgigen Duellteil müssen sich alle drei deutschen Sportlerinnen steigern, um nochmals vorne angreifen zu können und die Chance auf eine Finalteilnahme zu wahren.

Das deutsche Team in Granada
Gewehr: Daniel Bühlmeyer, Hanna Bühlmeyer (beide Weiltingen), Maximilian Dallinger, Anna Janßen (beide Freising), Lisa Grub (Weingarten), Max Ohlenburger (Idstein), Nele Stark (Güglingen), Hannah Steffen-Dix (Ohlweiler), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), Larissa Wegner (Calw-Heumaden)
Pistole: Andreas Köppl (Lampenricht), Christian Reitz (Regensburg), Robin Walter (Reichenbach), Svenja Berge, Oliver Geis (beide Bad Camberg), Michelle Skeries (Potsdam), Doreen Vennekamp (Ronneburg), Emanuel Müller (Pfullingen), Fabian Otto (Heringen), Florian Peter (Obertshausen)
Betreuer: Wolfram Waibel, Claudia Verdicchio-Krause, Detlef Glenz, Marco Hilger, Thomas Zerbach, Sandra Reitz, Benedikt Schuster, Milena Bender

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