Weltcup

Weltcup Granada: Hauchdünn am Finale vorbei

09.04.2026 14:55

Beim ISSF Weltcup im spanischen Granada haben sich die deutschen Luftgewehrschützen in einem extrem leistungsdichten Teilnehmerfeld präsentiert. In der heutigen Qualifikation zeigten die deutschen Athleten gute Leistungen, bei der es vor allem auf Präzision in den entscheidenden Serien ankam. Hauchdünn verpasste Maximilian Dallinger den Einzug ins Finale der Luftgewehr Männer.

Luftgewehr Männer:
In einem Wettbewerb, der einmal mehr das beeindruckende Weltklasse-Niveau der aktuellen internationalen Schießsportsaison unterstrich, lieferten sich die deutschen Luftgewehrschützen einen packenden Schlagabtausch mit der Weltelite. Dass in diesem Feld jeder Zehntelring über Erfolg oder Ausscheiden entscheidet, wurde am heutigen Tag in Granada besonders deutlich.

Am besten agierte Daniel Bühlmeyer, der mit einer konstanten Leistung von 632,3 Ringen ein starkes Ausrufezeichen setzte und sich damit auf einem hervorragenden 8. Platz positionierte (RPO). Nur knapp dahinter folgte Maximilian Dallinger, dessen Wettkampf an Dramatik kaum zu überbieten war.
"Ich habe viel gearbeitet während des Matches. Der Start war gut und in der Mitte war es immer bisschen schwieriger. Ich habe sehr viel mental machen müssen, was jetzt eher in der letzten Zeit nicht so stark gefordert war." Mit 631,4 Ringen belegte er den 12. Rang und verpasste den Einzug in das begehrte Finale lediglich um die Winzigkeit von 0,1 Ringen. Diese minimale Differenz verdeutlicht die enorme Leistungsdichte an der Weltspitze, in der bereits ein einziger Schuss über den weiteren Turnierverlauf entscheiden kann.
Und dann gewährt uns Dallinger noch einen Einblick in seine Gedanken während seines Wettkampfes: "Bei 527 war ich fünf Schuss vor Ende, da dachte ich mir schon, boah, es ist es ist wirklich anstrengend für Kopf gerade und ich weiß nicht, was ich mit mir anstellen soll." Als er sich die Ergebnistafel anschaute, wusste er dass der Finaleinzug auf Messers Schneide steht. "Ich konnte für mich noch mal das Maximum rausholen oder das Maximum fordern. Das es jetzt am Ende nicht gereicht hat um um das eine zwei Zehntel vielleicht, das ist unglücklich, aber nichtsdestotrotz, wir haben alles geben!"
Das geschlossene deutsche Mannschaftsbild komplettierten Maximilian Ulbrich und Max Ohlenburger. Mit soliden Ergebnissen von 628,7 Ringen (Platz 33) und 628,6 Ringen (Platz 34) untermauerten sie das stabile Niveau des Teams in einem Feld, das keine Fehler verzeiht.

Sportspistole Damen:
Nach dem gestrigen Präzisionsteil der Sportpistole Damen stand heute der Duellteil auf dem Programm und die deutschen Starterinnen konnten sich dabei insgesamt steigern.
Beste Deutsche nach der Präzision war Doreen Vennekamp, die sich mit 287 Ringen zunächst auf Rang 26 positioniert hatte. Im Duell zeigte sie jedoch eine deutlich verbesserte Leistung und arbeitete sich mit starken 293 Ringen (98, 98, 97) bis auf Platz 14 vor. Mit einem Gesamtergebnis von 583 Ringen (19x) verpasste sie die Finalqualifikation denkbar knapp um lediglich drei Ringe.
Auch Michelle Skeries konnte sich im Vergleich zum Vortag steigern. Nach 285 Ringen im Präzisionsteil und Zwischenrang 32 legte sie im Duell mit 291 Ringen (96, 96, 99) nach und sicherte sich damit den 26. Platz im Gesamtklassement.
Svenja Berge, die gestern mit 280 Ringen keinen optimalen Einstieg erwischt hatte, zeigte ebenfalls eine klare Leistungssteigerung. Mit 293 Ringen (98, 98, 97) im Duell gelang ihr ein deutlicher Sprung nach vorne, von Platz 57 auf Rang 39.
Insgesamt zeigt sich, dass bei den deutschen Starterinnen noch Potenzial vorhanden ist. Der Duellteil hat jedoch deutlich gemacht, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht und mit Blick auf die kommenden Höhepunkte, insbesondere die Europameisterschaft, eine gute Grundlage gelegt ist.

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