Weltcup
Weltcup Kairo: Wenn Wünsche wahr werden
Oliver Geis, Florian Peter und Emanuel Müller sind die Namen der Schützen, die beim Weltcup in Kairo/EGY (9.-15. Oktober) Wünsche wahr werden lassen können. Platz Eins, Zwei und Drei gehen allesamt nach Deutschland.

Schnellfeuerpistole Herren:
"Ich bin ja sonst sehr redselig, aber heute fehlen mir die Worte über die Leistung meiner Männer!" so der Bundestrainer Detlef Glenz, der völlig zu recht mehr als stolz auf seine Schützlinge sein kann. Denn die ließen ihren Finalgegner nicht den Hauch einer Chance! Angeführt von Oliver Geis, der insgesamt drei perfekte Serien im Finale schoss und mit 34 Treffern nur einen Treffer hinter der Einstellung des Weltrekords lag, gewinnt vor der Quotenplatz in Doha/QAT (1.-14. November) sein zweites Weltcup-Gold in Folge. "Was soll ich dazu sagen? Das ist halt wirklich einfach unglaublich, was hier gerade passiert ist. Das ich jetzt das zweite Mal hintereinander eine Medaille gewonnen habe und dann gleich auch noch die Goldmedaille. Das ist absolut unglaublich. Und das sage ich nicht einfach nur so, das ist wirklich einfach unfassbar! Und das wir jetzt auch dann noch Detlefs großen Wunsch erfüllen konnten und wirklich auch alle Drei, drei Medaillen, alle Drei auf dem Podium stehen. Das kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es ist einfach der absolute Wahnsinn!"
Dabei war es lange Zeit Florian Peter, der mit insgesamt vier perfekten Serien im Finale auf Platz Eins lag, ehe er in Serie Sechs mit zwei Treffern Geis an sich vorbeiziehen lassen musste. "Es ist ein Traum drei deutsche Schützen auf dem Podium zu haben und jetzt können wir alle zusammen feiern!" so der 26-Jährige im Interview mit der ISSF, der mit 33 Treffern und damit knapp hinter Geis die Silbermedaille gewinnt. "Ein schöneres Ergebnis gibt es einfach nicht. Das sich für uns alle Drei die harte Arbeit ausgezahlt hat im Training. Ich kann nur sagen, zu der Art und Weise, wie ich geschossen habe, dass ich da größtenteils auch wirklich sehr zufrieden mit war, dass es wirklich gute Serien waren. Und es hat wirklich einfach saumäßig Spaß gemacht zu schießen. Als dann feststand, dass wir alle drei eine Medaille gewonnen haben, war es halt wirklich einfach nur noch genießen und es war einfach geil!"
Mit zwei perfekten Serien im Finale und insgesamt 28 Treffern wird Emanuel Müller Dritter und gewinnt die Bronzemedaille. Müller startet dabei von den drei Deutschen am besten ins Finale (5 Treffer in Serie Eins) und bestätigt bis einschließlich Serie Fünf (4,4,5,4 Treffer) auch seine überragende Form. Wie auch Peter, lässt Müller in Serie Sechs mit zwei Treffern ein wenig liegen, kann dies aber in Serie Sieben mit vier Treffern wieder gut machen. "Vor dem Finale haben wir noch ein paar Witze gemacht: vielleicht schaffen wir es auf Platz Eins, Zwei und Drei zu stehen. Und jetzt ist es wirklich passiert! Das ist einfach verrückt. Die Halle hier ist einfach gut, die Bedingungen hervorragend. Es war alles darauf vorbereitet, dass es heute einen guten Wettkampf geben wird." Auf seine erfolgreiche Weltcup-Saison direkt nach dem Finale angesprochen meint Müller im ISSF-Interview: "Es war eine Art Vorbereitung auf die anstehende Weltmeisterschaft. Es gibt, spezielle mir ein gutes Gefühl für die WM und mal sehen, was da so passiert."
Luftpistole Damen:
Gut lief es heute auch für Monika Karsch in der Qualifikation mit der Luftpistole. "Es war einfach gut!" Mit starken 575 Ringen und 16 Innenzehnern platzierte sich Karsch auf Rang 17, noch vor Doreen Vennekamp (573 Ringe und 19 Innenzehner) auf Rang 21 und Josefin Eder auf Rang 27 mit 571 Ringe und 17 Innenzehner. Der FInaleingang lag im heutigen Wettkampf bei 576 Ringen, womit Karsch den Sprung unter die ersten Acht um einen Ring verpasste.
