Weltcup

Weltcup Osijek: Wimmer bestätigt EM-Leistung eindrucksvoll

24.06.2021 18:46

Europameisterin und Tokio-Teilnehmerin Carina Wimmer hat ihre jüngst bei der EM gezeigte Leistung eindrucksvoll bestätigt: Die 25-Jährige zog mit der Luftpistole erstmals in ein Weltcup-Finale ein und belegte dort den starken zweiten Platz. Auch Christian Reitz zeigte seine Klasse, zog in das Luftpistolen-Finale, in dem er Platz sechs belegte.

Foto: DSB / Nach EM-Gold nun Weltcup-Silber: Carina Wimmer scheint Gefallen an der Edelmetall-Jagd zu finden.
Foto: DSB / Nach EM-Gold nun Weltcup-Silber: Carina Wimmer scheint Gefallen an der Edelmetall-Jagd zu finden.

Luftpistole Frauen: Wimmer und Osijek – das passt
Osijek und Wimmer – diese Kombination passt einfach. Bei der EM sicherte sich die Sportsoldatin mit dem EM-Titel auch das Olympia-Ticket, nun ließ sie am gleichen Schießstand ihre erste Weltcup-Medaille folgen. „Der Wahnsinn, der Finalstand liegt mir einfach“, meinte Wimmer im Anschluss. Die Hitze in der Finalhalle beeinflusste Wimmer nicht, sie startete mit einer guten 50,1-Serie. Doch nach der zweiten Fünferserie und einer 8,9 im zehnten Schuss war sie nur noch Siebte und drohte, als Achte auszuscheiden. „Der Fokus war anders als bei der EM, etwas schwieriger, aber in den wichtigen Momenten habe ich wieder in die Zehn reingeschossen“, umschreibt Wimmer die Situation. In der Tat: Wie bei der EM packte Wimmer vier Zehnerwertungen in Serie aus und katapultierte sich auf Platz zwei. Zwar rutschte sie nach zwei Neunerwertungen nochmals auf den vierten Platz ab, dann fielen die Schüsse aber wieder ins Zentrum. „Das war cool, dass das geklappt hat und dass ich es drauf habe.“ Lediglich die Bulgarin Antoaneta Kostadinova war noch besser.

Das war cool, dass das geklappt hat und dass ich es drauf habe!

Carina Wimmer zu ihrer Fähigkeit, im richtigen Moment die Zehner zu schießen

Foto: DSB / Eine schweißtreibende Angelegenheit: Christian Reitz im Luftpistolen-Finale in Osijek.
Foto: DSB / Eine schweißtreibende Angelegenheit: Christian Reitz im Luftpistolen-Finale in Osijek.

In der Qualifikation waren vier DSB-Schützinnen am Start. Dabei kostete Wimmer der letzte Schuss, eine Acht, fast den Finalplatz („Der Vorkampf war auch schon gut geschossen und cool, dass es gereicht hat.). Sandra Reitz schoss ebenfalls stark, verfehlte mit 573 Ringen das Finale der besten Acht aber ganz knapp als Elfte. Monika Karsch (568, 26. Platz), die im Finale Wimmer betreute, und Andrea Heckner (566, 34. Platz) hatten keine Finalchance.

Luftpistole Männer: Reitz führt starkes Männer-Team an
Christian Reitz zeigte mit seinem Finaleinzug wieder einmal, dass er einer der vielseitigsten Pistolenschützen der Welt ist. Im Finale zeigte der Schnellfeuerpistolen-Olympiasieger jedoch eine sehr wechselhafte Leistung: Hohen Zehnerwertungen folgten schwächere Schüsse. Sogar drei Achterwertungen schoss Reitz, die ihm letztlich eine noch bessere Platzierung als Platz sechs verwehrten. "Das Finale fing gar nicht schlecht an, aber mir sind immer wieder Fehler unterlaufen, die sich doch recht stark ausgewirkt haben", sagte Reitz danach. Und hatte auch eine mögliche Erklärung dafür: "Das könnte auch ein bisschen an den Temperaturen gelegen haben. In der Finalhalle muss definitiv niemand frieren..." Dennoch überwog das Positive, schließlich war es für Reitz seit langer Zeit wieder der erste internationale Wettkampf, und dann auch noch mit der Luftpistole: "Alles in allem ein schöner Wettkampf mit einem schönen Vorkampfergebnis trotz kleiner Schwierigkeiten. Und die ein oder andere Kleinigkeit, an der man noch arbeiten kann."

In der Finalhalle muss definitiv niemand frieren...

Christian Reitz zu den hohen Temperaturen in der Finalhalle

Reitz lag in der Qualifikation nach drei Serien auf Finalkurs, leistete sich dann jedoch nur eine 93 in der vierten Serie ("Der Vorkampf war an sich ganz gut, nur in der vierten Serie hatte ich kurz vergessen, wie es geht."). Doch der Schnellfeuerpistolen-Olympiasieger zeigte seine ganze Klasse und legte mit 97 und 99 Ringen nach und kam somit auf 583 Ringe und Platz drei. Doch nicht nur Christian Reitz überzeugte. Vor allem Paul Fröhlich (578) als Zwölfter zeigte einen starken, konstanten Wettkampf. Philipp Grimm (32. Platz) startete schwach und schoss mit 390 Ringen in den letzten vier Serien stark aus. Umgekehrt verlief der Wettkampf bei Matthias Holderried. Der lag nach den ersten zwei Serien auf Finalkurs, baute dann jedoch ab und wurde 44. Damit lag er drei Plätze hinter Kevin Venta (570 Ringe).  

Luftgewehr Männer: Dallinger ohne Finalchance
Wie zuletzt hatten die deutschen Luftgewehr-Männer mit dem Ausgang der Entscheidung nichts zu tun. Maximilian Dallinger belegte als einziger deutscher Starter Platz 39 (622,4 Ringe). Ihm fehlten schlicht die hohen Zehner, die erst in der sechsten und letzten Serie fielen.

Skeet Männer: Korte auf Finalkurs
Der erste Tag im Skeet-Wettbewerb der Männer zeigte wieder einmal: Die internationale Spitze liegt sehr eng beieinander, jeder Fehler kann ein Abrutschen um mehrere Plätze bedeuten. Erfreulich, dass Sven Korte bei 75 Scheiben nur ein Fehlschuss unterlief und er als Vierter auf Finalkurs liegt. Tilo Schreier (71 Treffer) und Vincent Haaga (70) sind als 34. bzw. 49. lediglich im Mittelfeld.

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