International

H&N Cup München: Drei Medaillen für die deutschen Junioren

30.01.2024 09:40

Das Wochenende des H&N Cups 2024 auf der Olympia-Schießanlage Hochbrück war fest in der Hand des Nachwuchses. Die Junioren standen den Erwachsenen in nichts nach und überzeugten mit Weltklasseleistungen. Geschossen wurden erneut jeweils zwei vollständige Wettkämpfe mit der Luftpistole und dem Luftgewehr inklusive Finale. Andreas Köppl gewann im Luftpistolen-Finale des ersten Wettkampfs Gold. Nele Stark und Justus Ott holten sich jeweils Bronze mit dem Luftgewehr.

Foto: BSSB / Andreas Köppl freute sich über Gold vor Gabriele Villani (ITA) und Lucas Sanchez (ESP).
Foto: BSSB / Andreas Köppl freute sich über Gold vor Gabriele Villani (ITA) und Lucas Sanchez (ESP).

Luftpistole: Andreas Köppl gewinnt Gold

Aus deutscher Sicht ragte Andreas Köppl unter den Nachwuchs-Luftpistolenschützen heraus. Im ersten Wettkampf zog der Oberpfälzer mit 570 Ringen als Achter knapp ins Finale ein und schoss dort von Beginn an am konstantesten. Folglich setzte er sich am Ende des Finales gegen Gabriele Villani (ITA) und Lucas Sanchez (ESP) durch und gewann die Goldmedaille – die einzige für den DSB beim diesjährigen H&N Cup. Tags darauf steigerte Andreas Köppl sein Vorkampfergebnis nochmals auf 574 Ringe und schoss das drittbeste Qualifikationsergebnis. Da er aber als RPO (Ranking Points Only) startete, konnte er sich nicht für das Finale qualifizieren. Das stimmungsvolle, lautstark begleitete Finale gewann der Georgier Giorgi Mumladze vor Eliot Niggli (FRA) und Gabriele Villani (ITA). Köppl zeigte sich hochzufrieden mit seinen Leistungen: „Ich bin stolz darauf zu sehen, dass die Technik funktioniert und ich das sowohl in den Vorkämpfen als auch im Finale umsetzen konnte.“ Die weiteren deutschen Teilnehmer platzierten sich in beiden Wettkämpfen im vorderen Mittelfeld des Klassements. Zu den besten internationalen Junioren und dem Finaleinzug fehlten aber durch die Bank ein paar Ringe.

Bei den Juniorinnen erzielte Lydia Vetter mit 566 Ringen und dem elften Platz im zweiten Wettkampf die beste Platzierung der deutschen Starterinnen. Zum Finaleinzug fehlten ihr letztlich zwei Ringe. Wie bei den männlichen Junioren reichten die weiteren Ergebnisse zwar für das Mittelfeld, aber der Finaleinzug lag für keine Starterin in Reichweite. Die überragende Schützin war hier Mariami Prodiashvili (GEO), die im ersten Wettkampf hinter Miriam Jákó (HUN) Silber und tags darauf Gold gewann.

Foto: BSSB / Nele Stark sicherte sich beim Doppelsieg der Norwegerinnen Pernille Nor-Woll und Synnoeve Berg Bronze.
Foto: BSSB / Nele Stark sicherte sich beim Doppelsieg der Norwegerinnen Pernille Nor-Woll und Synnoeve Berg Bronze.

Luftgewehr: Drei Finalteilnahmen – zwei Bronzemedaillen

Die norwegischen Juniorinnen zeigten, dass sie zurzeit das Maß der Dinge im Nachwuchsbereich sind. Eine weitere Erkenntnis des H&N Cup war aber auch, dass Nele Stark den Skandinavierinnen Paroli bietet. Mit zwei Finalteilnahmen mit Ergebnissen über 628 Ringen, einem vierten Platz sowie einer Bronzemedaille war die Güglingerin die erfolgreichste deutsche Gewehrschützin. Neben Nele Stark war im ersten Wettkampf die für Bayern startende Annabelle Lotter im Finale und wurde Siebte. Viele weitere Ergebnisse über 626 Ringen rundeten das gute Abschneiden der deutschen Juniorinnen ab. Die Siege in beiden Vorkämpfen sowie beiden Finals gingen an Pernille Nor-Woll (NOR), die im zweiten Finale mit 254,3 Ringen zudem den aktuellen Weltrekord der Juniorinnen um einen Ring überbot – bereits der zweite inoffizielle Weltrekord beim diesjährigen H&N Cup.

Bei den Junioren setzte sich Justus Ott im ersten Wettkampf mit 628,8 Ringen im Vorkampf deutlich an die Spitze. Nur der Norweger Jens Olsrud Oestli konnte mit Ott mithalten – der Vorkampfdritte lag bereits 3,3 Ringe zurück. Im Finale kämpfe sich Ott nach dem zwischenzeitlichen sechsten Platz Stück für Stück nach vorne und sicherte sich die Bronzemedaille hinter Wiktor Sajdak (POL) und Darko Tomasevic (CRO). Im zweiten Wettkampf blieb Justus Ott mit 623,7 Ringen deutlich hinter seinem Vortagesergebnis zurück. Dieses Ergebnis reichte letztlich nur für Platz 9 – auf das Finale fehlte ihm ein halber Ring. Hier siegte der Silbermedaillengewiner des Vortages, Darko Tomasevic (CRO), vor Jens Olsrud Oestli (NOR) und Aleksa Rakonjax (SRB). Die weiteren DSB-Starter erzielten Ergebnisse knapp über 620 Ringen, konnten damit aber nicht in die Vergabe der Finalplätze eingreifen.

(BSSB)

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