Beer, Jolyn

Jolyn Beer

Wettbewerbe 10m Luftgewehr
10m Luftgewehr mixed
50m Dreistellungskampf 3x40
KaderGewehr
KaderstatusOlympiakader
Geburtsdatum26.05.1994
WohnortHannover
VereinSV Lochtum
BerufBundeswehr (Hauptgefreite)
HobbiesFußball
TrainerClaus-Dieter Roth
Jolyn Beer

Jolyn Beer - Ihre Story

„Von null auf hundert“ - so beschreibt Jolyn Beer selbst ihren Weg in die Weltspitze. Seit sie mit dem Einstieg in die Sportfördergruppe der Bundeswehr ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, ordnet sie ihrem Sport alles unter - mit Erfolg. In Changwon holte sie 2018 mit Silber im Großkaliber-Dreistellungskampf ihre erste WM-Medaille.

Auszusehen wie die Ruhe in Person, in Wahrheit aber einen Puls von 1000 zu haben, fasziniert mich am Schießsport.

Jolyn Beer

Bereits ein Jahr zuvor zeigte sie sich „beerenstark“, als sie das Weltcup-Finale in Neu-Delhi im KK-3x40-Wettbewerb für sich entschied. Ihre Nervosität lässt sie sich dabei nicht anmerken: „Auszusehen wie die Ruhe in Person, in Wahrheit aber einen Puls von 1000 zu haben, fasziniert mich am Schießsport.“

Während Jolyn Beer im Kader als Stimmungskanone gilt, geht sie ihre Ziele hingegen ernsthaft an. Ihre „unheimlich realistische Selbstreflektion“ und der Mut über die eigenen Grenzen zu gehen, bringen sie laut Trainer Christian Pinno immer wieder einen Schritt näher an die Spitze. Schließlich will Beer nur eins: die deutsche Hymne bei der Siegerehrung für sich gespielt bekommen, denn das zähle für sie zu den „schönsten Erlebnissen im Sport“.

Dem ist sie nun deutlich näher gekommen: Bei der internen Olympia-Qualifikation um den Quotenplatz für den KK 3x40-Wettbewerb ließ sie der Konkurrenz keine Chance: Alle drei Programme entschied sie für sich, am Ende hatte sie 27 (!) Ringe Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Auch, weil Beer in der Corona-Pandemie ihr Training umstellte, vermehrt auf Athletik- und mentale Arbeit setzte.

10 Fragen an Jolyn Beer

Was sind deine Erwartungen?
Ich hoffe darauf, trotz aller Umstände und Einschränkungen, möglichst viele neue Eindrücke mit nach Hause nehmen zu können. Und natürlich sportlich möglichst weit vorne zu landen!

Sind es für dich „normale“ Olympische Spiele?
Ich werde ja keine anderen kennen, also wird es für mich "normal". Ich hoffe aber darauf, vielleicht 2024 oder 2028 weitere Spiele ohne Einschränkungen erleben zu können.

Hast du dir Tipps von anderen geholt in Bezug auf die Olympischen Spiele? Wenn ja, von wem?
Nein, bisher nicht.

Wie viele Leute haben dir zur Olympia-Teilnahme gratuliert? Wer wird am meisten die Daumen drücken bzw. wer ist dein größter Fan?
Die genaue Anzahl an Gratulanten kann ich gar nicht benennen, aber es waren viele! Ich denke, am meisten wird meine Familie zu Hause die Daumen drücken und als meinen größten Fan und auch Kritiker würde ich meinen Opa benennen.
 
Was ist schwieriger? Die Olympia-Qualifikation oder das olympische Turnier?
Die Frage kann ich noch nicht seriös beantworten, aber ich hoffe dass der Wettkampf in Tokio selbst nicht noch schlimmer wird, als die Quali. :D

Hast du je an deiner Qualifikation für Tokio gezweifelt?
Um ehrlich zu sein, ja. Ich wusste, dass ich mich aufgrund meiner derzeitigen Form nur selbst schlagen kann und das hat mich oft zum Grübeln gebracht. Aber durch die Unterstützung der Sportpsychologie am OSP in Hannover konnte ich das rechtzeitig gut in den Griff bekommen.

Worauf freust du dich am meisten?
Am meisten freue ich mich auf den Wettkampf selbst. Ich bin bereit und habe richtig Bock, endlich dort starten zu können, worauf man so lange hin trainiert hat!

Wovor hast du den größten Respekt?
Den größten Respekt habe ich vor den Flügen hin und wieder zurück. Fliegen ist, je älter ich werde, irgendwie nicht mehr so mein Freund.

Welcher Glückbringer ist mit im Gepäck nach Tokio?
Glücksbringer habe ich nicht, aber ich bekomme täglich Fotos von unserem Hund zu Hause. :D

Was ist dein persönliches Ziel?
Mein persönliches Ziel ist in erste Linie das umzusetzen, was mich die letzten Jahre so stark gemacht hat. Mich nicht beirren zu lassen vom Umstand "Olympische Spiele". Am Ende gibt es nichts anderes zu tun, als das, was ich sonst auch mache und dann kann nichts schief gehen.

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