Weltmeisterschaften

Schießsport-WM-Doha: Kurz-Interview mit Weltmeister Florian Peter

04.11.2026 17:15

Nach Wettkampf, ersten Jubel-Arien und erfolgter Dopingkontrolle stand Florian Peter, der frisch gebackene Weltmeister mit der Schnellfeuerpistole, im Bus auf dem Weg zurück ins Hotel für ein Kurz-Interview zur Verfügung.

Foto: DSB / Bei der WM in Doha ein unschlagbares Duo: Florian Peter und Bundestrainer Detlef Glenz.
Foto: DSB / Bei der WM in Doha ein unschlagbares Duo: Florian Peter und Bundestrainer Detlef Glenz.

Zunächst natürlich herzlichen Glückwunsch zu diesem herausragenden Erfolg. Nimm uns mal mit ins Finale. Wie hat sich das für dich gestaltet?
Florian Peter: „Ich war ich echt froh, dass ich gut reingekommen bin und mir auch einen gewissen Vorsprung aufbauen konnte. Dadurch bin ich im mittleren Teil des Finales ein bisschen ruhiger geworden, weil ich wusste, dass ich etwas Vorsprung habe. Aber gerade gegen Ende des Finals, als ich dann realisiert habe, jetzt kann es wirklich der WM-Titel werden, da war ich schon sehr, sehr aufgeregt. So aufgeregt war ich beim Schießen davor noch nie.“

Nimm uns mal mit in deine letzte Finalserie?
Florian Peter: „Ich habe versucht, mich auf meine Technik zu fokussieren und hatte dann auch das Gefühl nach dem vierten Schuss, dass ich wirklich die drei Hits habe, die ich brauche. Auf der letzten Scheibe bin ich dann einfach nicht mehr reingekommen, habe zwischen den Scheiben gestanden und habe dann mehr oder weniger aus dem Handgelenk gearbeitet und gehofft, dass er noch auf der Scheibe ist. Und als ich dann gesehen habe, dass es die drei Treffer sind, war es nur pure Erleichterung.“

Was bedeutet dir der Weltmeistertitel?
Florian Peter: „Sehr, sehr viel natürlich. Ich bin superglücklich und auch sehr stolz. Dass es jetzt auch bei der Weltmeisterschaft geklappt hat, den Titel zu gewinnen: Da ist schon ein Traum in Erfüllung gegangen.“

Ihr habt mittlerweile alle sehr viel Finalerfahrung und zeigt immer wieder, dass ihr im Finale besteht. Woher kommt das?
Florian Peter: „Das ist zum einen Routine, die sich nach und nach aufgebaut hat, zum anderen die Vorbereitung. Wir schießen in den Trainingslagern viele Wettkämpfe gegeneinander, viele Finals gegeneinander. Und dadurch, dass wir alle so stark im Kader sind, profitieren wir alle davon.“

Neben Einzel-Gold gab es Team-Silber mit Emanuel Müller und Oliver Geis. War das ein i-Tüpfelchen?
Florian Peter: „Ja, das ist dann nochmal die Kirche auf der Torte. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir da auf dem Siegertreppchen auch noch in der Mitte gestanden hätten. Aber auch mit Silber können wir sehr zufrieden sein, weil jeder von uns seine Baustelle und Problemchen in der Qualifikation hatte.“

Das deutsche Team in Doha
Flinte: Felix Haase (Oerlinghausen), Christopher Honkomp (Emstek), Sven Korte (Ibbenbüren), Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Valentina Umhöfer (Saal a.d. Saale), Marius John (Friemar), Andreas Löw (Weihenzell), Pius Rosenecker (Dürrwangen), Nadine Goldbrunner (München), Kathrin Murche (Elsnig), Karla Riehmann (Gotha)
Gewehr: Hanna Bühlmeyer, Daniel Bühlmeyer (beide Weiltingen), Maximilian Dallinger (Freising), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), Max Ohlenburger (Idstein), Anna Janßen (Kevelaer), Nele Stark (Güglingen), Larissa Weindorf (Mannheim), Lisa Grub (Weingarten)
Pistole: Josefin Eder (Müllrose), Monika Karsch (Regensburg), Michelle Skeries (Potsdam), Doreen Vennekamp (Ronneburg), Paul Fröhlich (Hitzhofen), Christian Reitz (Regensburg), Robin Walter (Reichenbach), Oliver Geis (Bad Camberg), Emanuel Müller (Pfullingen), Florian Peter (Obertshausen)
Betreuer: Wolfram Waibel, Claudia Verdicchio-Krause, Detlef Glenz, Katharina Bechtel, Uwe Möller, Steffen Jabin, Carsten Hees, Sandra Reitz, Thomas Zerbach, Frank Dittmer, Frank Günther, Mike Stöcker, Stefan Nolte, Christian Stauske, Victoria Nolte, Michel Gomez-Krämer, Michaela Huck, Annika Giese, Alexander Bund

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