Weltcup

Weltcup Flinte Rabat: Honkomp wird starker Sechster

12.02.2024 07:59

Die deutschen Skeet-Männer zeigen sich weiter in guter Form: Dieses Mal war es Christopher Honkomp (Emstek), der sich beim Weltcup in Rabat/MAR in das Finale schoss und dort Platz sechs belegte. Als Lohn wird er von Bundestrainer Axel Krämer für das Klimatraining in Katar nominiert.

Foto: DSB / Bei den ganz Großen dabei: Christopher Honkomp (2.v.l.) stand erstmals in einem Weltcup-Finale.
Foto: DSB / Bei den ganz Großen dabei: Christopher Honkomp (2.v.l.) stand erstmals in einem Weltcup-Finale.

Skeet: Honkomp erreicht erstmals Weltcup-Finale

Im Finale ging es für Honkomp gegen die absoluten Top-Schützen der Szene: Dreifach-Olympiasieger Vincent Hancock/USA oder die beiden Italiener Gabriele Rossetti und Tammaro Cassandro waren dabei. Ob es an den großen Namen lag oder dem Fakt, dass er sein erstes Finale bei den Männern bestritt: Der Start missriet und der DSB-Athlet geriet gleich ins Hintertreffen. Dennoch hätte es noch zumindest für Platz fünf gereicht, wenn er nicht die letzte Scheibe verfehlt hätte: „Ich war wirklich gut drauf, nicht nervös, bin aber nicht gut reingekommen. Ich habe den Faden nicht gefunden und konnte meine Leistung nicht bringen. Das ist sehr ärgerlich, aber ich ziehe aus diesem Weltcup viele gute Dinge raus“, meinte er im Nachgang.

Und an guten Dingen gab es viele. In der Qualifikation gab es nur einen Schützen, der noch besser traf als Honkomp. Bereits am ersten Tag zeigte der 23-Jährige eine Top-Leistung und traf 74 der 75 Scheiben (Krämer: „Eigentlich waren es sogar 75 Treffer, ein Kampfrichter traf eine Fehlentscheidung!“). Am zweiten Tag bestätigte er seine Form: „Er hat die Nerven bewahrt und eine persönliche Bestleistung aufgestellt“, so Krämer. „Ich konnte mich bei den Runden gut konzentrieren, und habe mich wohlgefühlt. Mein Vorteil war, dass ich hier das Klimatraining absolviert hatte und ich so meine Haltepunkte kannte und wusste, wie die Scheiben fliegen“, fügte Honkomp an. Sven Korte belegte Platz 28 (117 Treffer), Vincent Haaga konnte nicht starten, da ihm voraussichtlich seine Waffe geklaut wurde.

Honkomps starke Leistung machte sich für ihn auch in anderer Hinsicht bezahlt: „Es ist die Entscheidung gefallen, wer am Klimatraining in Katar teilnimmt: Tilo Schreier hatte 121 Treffer und Platz sechs vorgelegt, Christopher hat das mit 123 Treffern und Platz sechs getoppt“, so Krämer. Zudem sind Sven Korte, Vincent Haaga, Nele Wißmer und Valentina Umhöfer dann dabei.

Trap: Trio verbessert sich, aber noch Luft nach oben

Im Vergleich zum ersten Weltcup der Saison in Kairo konnte sich das Trap-Trio Kathrin Murche (107 Treffer, 23. Platz), Paul Pigorsch (115 Treffer, 46. Platz), Andreas Löw (114 Treffer, 48. Platz) zwar verbessern, aber natürlich muss bei den zukünftigen Veranstaltungen – vor allem, wenn es um die Quotenplatz-Turniere in Doha/QAT (19.-29. April)  und Lonato/ITA (15. bis 25. Mai) geht – die Leistung weiter gesteigert werden. So sieht es auch Bundestrainer Uwe Möller: „Es war eine Steigerung gegenüber Kairo sowohl von der Leistung her als auch von der Arbeitsweise im Wettkampf, auch wenn es augenscheinlich noch nicht rund lief. Paul und Andy konnten sich um zwei bis drei Scheiben steigern, Kathrin um eine. Das ist sicherlich nicht unser Anspruch, alle drei wollten höhere Leistungen zeigen. Jeder hatte eine schwache Serie, die ein besseres Ergebnis gekostet haben. Die Serienkonstanz und die spezielle Kondition sind jetzt die nächsten Baustellen, die wir bei den kommenden Lehrgängen angehen werden.“

Das deutsche Team
Skeet: Vincent Haaga (Suhl), Christopher Honkomp (Emstek), Sven Korte (Ibbenbüren)
Trap: Kathrin Murche (Elsnig-Mockritz), Andreas Löw (Schönbronn), Paul Pigorsch (Süptitz)
Betreuer: Axel Krämer, Uwe Möller

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