Weltmeisterschaften

Bogen-WM Yankton: Keine Medaille für DSB-Team

24.09.2021 10:01

Die deutschen Bogenschützen schließen die Bogen-WM in Yankton (21. bis 26. September) ohne Medaille ab. Nachdem es in den Team-Entscheidungen nicht gereicht hatte, schieden die Recurve- und Compound-Athleten auch in den Einzelwettbewerben vor den finalen Runden aus. „Mit zwei Viertelfinalplatzierungen sind wir zwar im Soll, können aber nicht zufrieden sein. Die Zielstellung von mindestens einer Medaille war greifbar, konnte aber dann doch nicht erreicht werden“, zog Bundestrainer Oliver Haidn sein Fazit.

Foto: World Archery / Katharina Bauer überzeugte bei ihrem WM-Debüt mit guten Leistungen in Einzel, Mixed und Team.
Foto: World Archery / Katharina Bauer überzeugte bei ihrem WM-Debüt mit guten Leistungen in Einzel, Mixed und Team.

Im Mixed Recurve (Florian Unruh & Katharina Bauer) sowie im Frauen-Team in der Besetzung Michelle Kroppen, Elisa Tartler und Bauer wurde jeweils das Viertelfinale erreicht – in den Einzelentscheidungen misslang dies, auch wenn Haidn konstatierte: „Wir haben heute von allen unseren Schützen gute Matches gesehen, die trotz guter Ringzahlen weder mit Punkten noch mit entsprechenden Platzierungen belohnt wurden.“

Wir haben heute von allen unseren Schützen gute Matches gesehen!

Bundestrainer Oliver Haidn war mit den Leistungen in den Einzeln zufrieden

Foto: World Archery / Die Compound-Männer, v.l. Sebastian Hamdorf, Tim Krippendorf und Florian Grafmans deuteten ihr hohes Potenzial an.
Foto: World Archery / Die Compound-Männer, v.l. Sebastian Hamdorf, Tim Krippendorf und Florian Grafmans deuteten ihr hohes Potenzial an.

So unterlag Florian Unruh, Olympia-Fünfter von Tokio, dem Olympiasieger von Tokio, dem Türken Mete Gazoz, in der zweiten Runde mit 3:7 (30-29, 27-29, 29-29, 22-27, 27-29). Maximilian Weckmüller kam eine Runde weiter, in der er dem Briten Patrick Houston knapp mit 4:6 (29-28, 28-29, 27-28, 28-28, 27-27) unterlag. Felix Wieser hatte sich bereits in Runde eins gegen den Taiwanesen mit 2:6 (28-28, 27-28, 29-29, 28-29) aus dem Turnier verabschiedet. Die schwache Qualifikation hatte dafür gesorgt, dass bereits frühzeitig starke Gegner auf die DSB-Schützen warteten.

Bei den Frauen lief es ähnlich, aber etwas besser: Kroppen und Bauer erreichten jeweils die dritte Runde (= Platz 17), Tartler schied in Runde zwei nach einem 5:6 im Stechen (27-27, 27-30, 28-27, 27-26, 21-28, 8-9) gegen die Inderin Komalika Bari aus. Das gleiche Schicksal widerfuhr Kroppen, die aufgrund der schwächeren Neun im Stechschuss mit 5:6 (26-26, 26-30, 29-26, 25-24, 27-28) gegen die Niederländerin Gaby Schloesser verlor. Bauer zog gegen die Türkin Yasemin Anagoz mit 3:7 (29-28, 29-30, 29-29, 27-28, 27-29) den Kürzeren.

Insgesamt ist das internationale Niveau nochmals gestiegen!

Bundestrainer Oliver Haidn zum Niveau bei der WM

„Mit Katharina und Felix haben wir zwei WM-Newcomer gesehen, die vor allem in den Mannschaftsmatches überzeugen konnten. Insgesamt ist das internationale Niveau nochmals gestiegen. Das bedeutet auch für uns, dass auch wir im Training und den Wettkämpfen die Umfänge erhöhen und weitere spezifische Inhalte in den Trainingsplan integrieren müssen“, so Haidn.

Compound: Hamdorf und Krippendorf scheitern im Achtelfinale

Im Compound-Bereich erreichten Sebastian Hamdorf und Tim Krippendorf das Achtelfinale (9. Platz), nachdem sie zuvor mit 148 bzw. 149 Ringen glänzende Ergebnisse abgeliefert hatten. Im Achtelfinale fiel die Ringzahl nicht so hoch aus, Hamdorf unterlag dem Franzosen Jean Philippe Boulch 142-145, Krippendorf dem Österreicher Nico Wiener 143-145. Florian Grafmans wurde nach einem 143-144 gegen den Spanier Jesus Perez Gonzalez 33.

Carolin Landesfeind erreichte die dritte Runde, in der beim 134-142 gegen die US-Amerikanerin Linda Ochoa-Anderson das Aus kam. Eine Runde eher erwischte es Jennifer Walter (134-145 gegen Makenna Proktor, USA) und Julia Böhnke (138-144 gegen Nora Valdez, COL). Holger Hertkorn bilanzierte: „Von allen wurden gute Matches geliefert. Besonders stark waren heute Sebastian und Tim im 1/16-Finale. Dadurch dürfen beide morgen noch um Quotenplätze zu die World Games kämpfen.“

Diese finden 2022 ebenfalls in den USA statt. Bundestrainer Oliver Haidn warf schon einen Blick weiter voraus: „Es liegen bis zur WM 2023 in Berlin nun zwei wichtige Jahre vor uns. Es ist deshalb nach den hochintensiven letzten Monaten sehr wichtig, nun allen Athleten und Trainern ausreichende Regenerationszeiten einzuräumen, um anschließend den neuen Olympia-Zyklus mit vollem Akku starten zu können.“

Das deutsche Team bei der WM in Yankton

Recurve: Michelle Kroppen, Elisa Tartler, Katharina Bauer, Florian Unruh, Maximilian Weckmüller, Felix Wieser
Compound: Carolin Landesfeind, Julia Böhnke, Jennifer Walter, Tim Krippendorf, Florian Grafmans, Sebastian Hamdorf

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