International

H&N Cup München: Versöhnlicher Abschluss und starke Junioren

25.01.2026 14:58

Doreen Vennekamp und Christian Reitz haben beim H&N Cup in München die Goldmedaille im Luftpistolen Mixed gewonnen. Das Duo setzte sich am Ende souverän durch und wurde von Svenja Berge & Robin Walter als Dritte auf dem Treppchen begleitet. Bei den anschließenden Wettkämpfen der Juniorinnen und Junioren sorgten vor allem die männlichen DSB-Schützen mit fünf Medaillen für Furore.

Foto: BSSB / Gold für Doreen Vennekamp und Christian Reitz, Bronze für Svenja Berge und Robin Walter beim H&N Cup im Mixed Luftpistole.
Foto: BSSB / Gold für Doreen Vennekamp und Christian Reitz, Bronze für Svenja Berge und Robin Walter beim H&N Cup im Mixed Luftpistole.

Im Finale der besten vier Teams kam Vennekamp zunächst schwer in den Wettkampf. Ihr Partner Reitz hielt das Duo mit vielen Zehnern jedoch im Rennen: „Ich habe gemerkt, dass es bei Christian läuft und er mir den Rücken freihält. Nach meiner guten Probe wollte ich es zu genau machen. Aber ich wusste, dass ich mich reinarbeiten muss und am Ende ihn auch unterstützen kann“, so Vennekamp. Und genauso kam es: Vennekamp steigerte sich von Serie zu Serie und Schuss zu Schuss deutlich, sodass am Ende ein klarer Erfolg zustande kam, weil im Gegenzug den Tschechen der ein oder andere Fauxpas unterlief. Damit gab es für Reitz & Vennekamp einen versöhnlichen Abschluss, denn in der EM-Qualifikation waren die zwei DSB-Athleten zuvor überraschend gescheitert: „Leider ist die EM für uns beide nicht relevant, weil es in den Einzeln nicht gereicht hat, d.h. wir konzentrieren uns auf die Weltcups und die WM“, so Reitz. Das zweite DSB-Duo im Finale, Berge & Walter, kam zunächst gut in das Finale, musste dann aber abreißen lassen, konnte sich aber für Bronze freuen.
In der Qualifikation lief es für Berge & Walter besser, das Duo schoss gute 580 Ringe und zog als Zweiter in das Finale ein. Reitz & Vennekamp kamen auf 577 Ringe und lagen aufgrund der höheren Innenzehner vor den ringgleichen Armeniern auf Rang vier.

Im Luftgewehr Mixed belegten Anna Janßen & Maximilian Ulbrich den achten Platz (629,6 Ringe), Hanna Bühlmeyer & Maximilian Dallinger wurden Zwölfte (628,9).

Männliche Junioren mit 3x Gold, 1x Silber, 1x Bronze
Die drei Abschlusstage des H&N Cups gehörten den Juniorinnen und Junioren. Und die DSB-Athleten geizten nicht mit ihrem Können: David Obenaus holte mit der Luftpistole ebenso die Goldmedaille (Qualifikation 573) wie Luftgewehrschütze Benedikt Ascher. Dabei rettete Obenaus am Ende 0,1 Ringe Vorsprung vor dem Schweizer Samuel Thurre ins Ziel. „Der Wettkampf war für mich sehr aufregend, da der H&N Cup einer der schönsten Wettkämpfe der Saison ist. Vor allem, um sich international vergleichen zu können. Die Qualifikation war jedoch sehr hart, da ich bis zum letzten Schuss unter purer Anspannung stand und alles geben musste, um das Finale zu erreichen. Das Finale an sich war für mich eher ein Bonus, da ich weiß das ich ein starker Finalschütze bin. Ich bin auch wie gewohnt in meinen Flow gekommen, jedoch wurden die letzten Schüsse wirklich sehr schwer und die Aufregung war sehr spürbar. Dass es am Ende Gold wurde, hat auch meine Erwartung übertroffen, aber am Ende war ich überglücklich mit dem Ergebnis“, so Obenaus.
Ascher gab sich aber nicht mit einem Sieg zufrieden, er gewann beide Luftgewehr-Wettbewerbe und war der überragende Luftgewehrschütze, denn auch in der Qualifikation lag er mit 629,2 Ringen auf Position eins bzw. mit 628,1 auf Position vier. Dementsprechend glücklich und hochzufrieden war Ascher mit seinen Auftritten: „Der diesjährige H&N Cup war mein bisher größter Erfolg und ist nicht vergleichbar mit dem Sieg beim Lapua IWK in Berlin im April, der H&N-Cup weist ein viel höheres Niveau auf, wodurch mir die beiden Siege sehr viel bedeuten. Ein Sieg alleine wäre bei so einem Wettkampf schon ein gigantischer Erfolg und dass es dann am zweiten Tag nochmal so geklappt hat, ist natürlich absoluter Wahnsinn. Die beiden Vorkämpfe waren schon sehr spannend, aber die Finals waren der reinste Nervenkitzel und nicht vergleichbar mit allem, was ich bisher erreicht habe. Insgesamt war der H&N-Cup also ein toller Erfolg, der zum einen durch die Siege, zum anderen aber auch wegen der neuen Sinneseindrücke mein bislang schönster Wettkampf war und dies sicherlich auch noch länger bleiben wird.“
Erfreulich: Mit Jonas Hüttner und Florian Beer qualifizierten sich weitere junge Gewehrschützen für das Finale der besten Acht, Beer sicherte sich die Bronzemedaille. Und auch die Luftpistolen-Junioren hatten einen zweiten Finalisten: Leon Kabisch kam mit starken 575 Ringen als Sechster in das Finale, lag dort die gesamte Zeit auf Goldkurs, musste sich am Ende aber dem Italiener Francesco Rutigliani knapp geschlagen geben.
Die Gewehr-Juniorinnen konnten dieses Mal nicht an ihre männlichen Kollegen heranreichen, enttäuschten aber nicht: Theresa Schnell verfehlte mit ihren 629,9 bzw. 629,2 Ringen als Zehnte bzw. Zwölfte die Finals knapp, Annabella Lotter lag mit ihren 629,3 Ringen im ersten Wettkampf ebenfalls in Finalnähe. Lediglich die Luftpistolen-Schützinnen müssen bis zur U16-/U18-EM in Burgas/BUL (5.-15. Februar) noch ein bisschen zulegen, Aileen Pitschke war mit 559 Ringen auf Rang 18 beste DSB-Athletin.

Foto: BSSB / David Obenaus gewann den ersten Wettkampf der Junioren mit der Luftpistole und scheint für das Bundesligafinale und die EM gewappnet.
Foto: BSSB / David Obenaus gewann den ersten Wettkampf der Junioren mit der Luftpistole und scheint für das Bundesligafinale und die EM gewappnet.

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