Weltcup
Weltcup Granada: Müller und Skeries überzeugen
Mit keiner weiteren Medaille, aber zwei überzeugenden Leistungen verabschiedeten sich die DSB-Schützen vom ersten Gewehr- und Pistolen-Weltcup der Saison im spanischen Granada: Emanuel Müller belegte Platz sieben mit der Schnellfeuerpistole, Michelle Skeries Rang acht mit der Luftpistole.

Müller hatte vor allem in der Qualifikation geglänzt: Der 34-Jährige schoss zwei Halbprogramme mit 296 Ringen und ging mit hervorragenden 592 Ringen und fünf (!) Ringen Vorsprung als Erster der Qualifikation in das Finale der besten acht Schützen. Auch dort agierte Müller durchaus gut und begann mit zwei Vierer-Serien. Da das gesamte Teilnehmerfeld aber stark schoss, schied er nach einer missratenen dritten Serie mit nur zwei Treffern als Siebter aus. Oliver Geis (581 Ringe, 12. Platz), Florian Peter (579 Ringe, 15. Platz) und Fabian Otto (576 Ringe, 25. Platz) konnten nur zum Teil zufrieden sein, denn vor allem Geis und Otto zeigten nur in einem Halbprogramm hohe Qualität.
Ein „Sorgenkind“ der deutschen Schützen war zuletzt immer der Luftpistolen-Wettbewerb der Frauen. In Granada gab es nun mehr als einen Hoffnungsschimmer, denn Michelle Skeries schoss sich mit sehr guten 577 Ringen in das Finale, Doreen Vennekamp verfehlte dies als 17. mit ebenfalls guten 574 Ringen relativ knapp. Im Finale begann Skeries nervös und lag nach einer 8,8 zum Auftakt am Ende des Achterfeldes. In der zweiten Fünferserie stabilisierte sie sich, ehe eine 9,4 im elften Schuss die Aufholjagd zunichtemachte. Dennoch war die Potsdamerin zufrieden mit ihrem gesamten Wettkampf: „Die Qualifikation lief sehr gut. Ich bin glücklich darüber, dass ich heute mein Können über die gesamte Wettkampfzeit auf die Scheibe bringen konnte! Zudem bin ich dankbar, dass ich mich im Finale zeigen konnte. Das war die Belohnung für meinen guten Wettkampf, und ich bin mit meiner Platzierung zufrieden. Es ging im Finale darum, Erfahrungen in solch einem hochklassigen Weltcup Finale zu sammeln und das habe ich getan.“
Mit dem überragenden Doppelsieg von Anna Janßen und Nele Stark im Kleinkaliber-Dreistellungskampf - Janßen stellte mit 362,9 Ringen einen neuen Weltrekord auf – konnten die DSB-Schützen in Granada „nur“ zwei Medaillen gewinnen, zeigten aber in nahezu allen Wettbewerben, dass sie finaltauglich sind.

Das deutsche Team in Granada
Gewehr: Daniel Bühlmeyer, Hanna Bühlmeyer (beide Weiltingen), Maximilian Dallinger, Anna Janßen (beide Freising), Lisa Grub (Weingarten), Max Ohlenburger (Idstein), Nele Stark (Güglingen), Hannah Steffen-Dix (Ohlweiler), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), Larissa Wegner (Calw-Heumaden)
Pistole: Andreas Köppl (Lampenricht), Christian Reitz (Regensburg), Robin Walter (Reichenbach), Svenja Berge, Oliver Geis (beide Bad Camberg), Michelle Skeries (Potsdam), Doreen Vennekamp (Ronneburg), Emanuel Müller (Pfullingen), Fabian Otto (Heringen), Florian Peter (Obertshausen)
Betreuer: Wolfram Waibel, Claudia Verdicchio-Krause, Detlef Glenz, Marco Hilger, Thomas Zerbach, Sandra Reitz, Benedikt Schuster, Milena Bender
