Karsch, Monika

Monika Karsch

Wettbewerbe 10m Luftpistole
10m Luftpistole mixed
25m Sportpistole
KaderPistole
KaderstatusOlympiakader
Geburtsdatum22.12.1982
WohnortRegensburg
VereinHSG Regensburg
BerufBerufsoldatin
HobbiesFreunde treffen, Life Kinetik
TrainerBarbara Georgi
Monika Karsch
Jahr Event Ort Platz Wettbewerb  
2019 Deutsche Meisterschaften München 1. Sportpistole  
2019 Deutsche Meisterschaften München 2. Luftpistole  
2019 Deutsche Meisterschaften München 1. Luftpistole Mixed

Monika Karsch - Ihre Story

Auch heute noch, Jahre später, hat Monika Karsch den Verlauf des Finals und der Siegerehrung glasklar vor Augen: „Das Gefühl der vollen Konzentration und völligen Ruhe und Aufmerksamkeit total bei mir, das werde ich nie vergessen“, umschreibt sie den Moment ihres bisher größten Erfolges. Der sensationelle Gewinn der olympischen Silbermedaille in Rio de Janeiro 2016 war der Lohn für die Sportpistolen-Schützin und Kämpferin Karsch.

Auch vorher schon hatte die Sportsoldatin und Mutter zweier Kinder erfolgreiche Wettkämpfe gezeigt und Titel bzw. Medaillen gewonnen. Doch in Rio entledigte sie sich aller Fesseln, vielleicht auch, weil sie sich eigentlich nicht dafür qualifiziert hatte, erst durch einen Quotenplatztausch nachrückte und somit „ohne Druck“ die Chance beim Schopf packte.

Ich trainiere täglich, meist zweimal und manchmal auch mit drei Einheiten am Tag.

Monika Karsch

Verdient hat sie sich das allemal, denn die Regensburgerin ist ein „Arbeitstier“: „Ich trainiere täglich, meist zweimal und manchmal auch mit drei Einheiten am Tag“, so Karsch, die sich selber als „aufgeschlossen, vielseitig interessiert, bodenständig, willensstark, aber auch wenig diplomatisch“ bezeichnet. Dabei genießt sie große Rückhalt von ihrer Familie, ihr Mann Thomas ist zugleich ihr Heimtrainer.

Seit Rio ist Karsch ein Gesicht des deutschen Schießsports und untermauert dies mit herausragenden Leistungen, so wie beispielsweise 2019, als sie als strahlende Dreifach-Europameisterin von der Kleinkaliber-Europameisterschaft in Bologna zurückkehrte. Die eloquente, sympathische Pistolenschützin baut aber bereits für die Zeit nach der aktiven Karriere vor, denn sie ist mittlerweile auch A-Trainerin.

Zuvor will sie aber erneut olympischen Glanz verbreiten. Für Tokio qualifizierte sich Karsch souverän, „auch wenn die Anspannung nach der langen Pause schon sehr hoch war und man gemerkt hat, dass man ein wenig aus der Routine ist“, so Karsch nach der internen Qualifikation. Nach Sensations-Silber in Rio soll nun eine weitere Medaille folgen – und das wäre dann keine Überraschung mehr.

10 Fragen an Monika Karsch

Was sind deine Erwartungen?
Erstmal freue ich mich, dass die Spiele stattfinden, und am meisten freue ich mich auf meinen Wettkampf und auf die Herausforderung, dass ich dort meine Leistung abrufen kann. Ich möchte mit der Sportpistole im olympischen Finale stehen und wieder um eine Medaille mitkämpfen, um am Ende auf dem Treppchen zu stehen. Dort Gold zu holen, wäre der Traum der Spiele in Tokio. Ziel ist es, eine Medaille zu gewinnen.

Sind es für dich „normale“ Olympische Spiele?
Normal wird es sicher nicht, aber ich glaube, dass Olympische Spiele generell nicht normal sind. Ich bin überzeugt, dass es ganz tolle Spiele werden, denn für jeden Athleten, der dort ist, steckt ein Traum und eine Menge Arbeit dahinter. Diesen Olymic Spirit wird man bestimmt spüren können, und ich bin ein Teil davon und darauf freue ich mich schon. Ich glaube sogar, dass es etwas ganz Besonderes sein wird, denn ich persönlich bin sehr dankbar, dass die Spiele überhaupt stattfinden und dass wir dort im Wettkampf unsere Leistung der Welt zeigen dürfen.
 
Hast du dir Tipps von anderen geholt in Bezug auf die Olympischen Spiele? Wenn ja, von wem?
Ja, früher schon sehr viel, vor allem von Munkh und Barbara Engleder.
 
Wie viele Leute haben dir zur Olympia-Teilnahme gratuliert? Wer wird am meisten die Daumen drücken bzw. wer ist dein größter Fan?
Ja, es haben mir viele gratuliert, es ist toll, eine zweite Olympiateilnahme zu schaffen.
Am meisten die Daumen drücken, wird mir Thomas. Er ist auch mein größter Unterstützer, ohne ihn könnte ich das alles nicht auf diesem Level schaffen - und natürlich unsere Kinder. Selbstverständlich meine Familie und meine Freunde, aber ich denke auch, dass die Schützen in unserem näheren Umfeld, die nicht dabei sein werden, ganz stark bei den Wettkämpfen mitfiebern werden, z.B. meine Trainingsgruppe in München oder der Bayernkader, meine Bundesligamannschaft und mein Verein. Und ich denke, dass es auch für meine Wegbegleiter eine sehr aufregende Zeit wird, denn auch sie haben auf irgendeine Weise dazu beigetragen. Z.B. Rita (Sportpsychologin) Jürgen (Athletiktrainer), meine Physios, meine Sponsoren, ehemalige Trainer oder Trainingspartner usw.
 
Was ist schwieriger? Die Olympia-Qualifikation oder das olympische Turnier?
2016 war die Quali schwierig, das war diesmal für Tokio ein bisschen anders. Diesmal fühlt sich der Wettkampf nach einer größeren Herausforderung an und die Quali war ein Teil des Weges dorthin.
 
Hast du je an deiner Qualifikation für Tokio gezweifelt?
Nein, habe ich nicht.
 
Worauf freust du dich am meisten?
Auf den Sportpistolen-Wettkampf und auf das Finale.
 
Wovor hast du den größten Respekt?
Vor der Herausforderung des Wettkampfes.
 
Welcher Glückbringer ist mit im Gepäck nach Tokio?
Meine Olympiakette und ein Amulett mit den Fotos meiner Kinder (das ist immer noch das von 2016, also die Kinder haben sich ganz schon verändert…).
 
Was ist dein persönliches Ziel?
Mein Ziel ist es, wieder eine olympische Medaille zu gewinnen!

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Podcast Monika Karsch vom 24. März 2020