Europameisterschaften

Druckluft-EM Breslau: Luftgewehr-Athleten ohne Final-Chance

29.02.2020 16:43

Vor dem Wettkampf hatten sich die deutschen Luftgewehr-Schützen bei der Druckluft-EM in Breslau Hoffnung auf Final- und Quotenplätze gemacht. Doch die Ernüchterung folgte schnell, nur Anna Janßen und Maximilian Dallinger zeigten gute Leistungen, ohne dass es zu Spitzenplätzen reichte. Besser machte es das Luftpistolen Mixed-Team Julia Hochmuth & Michael Schwald, das Sechster wurde.

Foto: DSB / Maximilian Dallinger (Mitte) war gut, zu einem Finalplatz reichte es aber nicht.
Foto: DSB / Maximilian Dallinger (Mitte) war gut, zu einem Finalplatz reichte es aber nicht.

Das hatten sich Sabrina Hößl und Julia Simon anders vorgestellt: Die DSB-Schützinnen blieben hinter ihrem Leistungsvermögen zurück und hatten somit mit der Finalteilnahme nicht zu tun. Hößl belegte Rang 41 (623,7), Simon erlebte einen rabenschwarzen Tag mit Platz 76 (614,9). Am besten schlug sich die Jüngste: Janßen belegte mit ordentlichen 625.3 Ringen Platz 29, ihr fehlten die „fetten Zehner“. Bundestrainer Claus Dieter Roth meinte: „Anna Janßen hat einen guten Wettkampf geschossen, leider öfter mal Pech gehabt und die absolut hohen Ringwerte verpasst. Somit kommen schnell drei Ringe Rückstand zustande.“ Das Bittere: Der Finaleingang lag bei 628,0 Ringen und damit im absoluten Bereich des Machbaren. Im Mixed hatten Janßen und Simon die Halbprogramme noch mit 314,6 bzw. 314,1 absolviert…

Luftgewehr Männer: Dallinger mit guter Leistung

Wir machen für die Einzel-Wettbewerbe einen Haken dran und werden in Pilsen einen nächsten Anlauf auf die Quotenplätze nehmen!

Claus Dieter Roth, Bundestrainer Gewehr

Eine gute Leistung zeigte Maximilian Dallinger. Der Bayer begann mit drei starken Serien (104,7, 104,9, 105,1) und konnte sich berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machen. Doch auf EM-Niveau reicht eine Schwächephase aus, um sich von vorne zu verabschieden. Und so tat Dallinger die 102,9 in der vierten Serie äußerst weh. Am Ende standen 626,3 Ringe auf der Anzeigetafel, was Platz 21 bedeutete. Der Finaleingang lag 2,4 Ringe höher. „Maxi hat einen guten Wettkampf gezeigt. Es ist einfach auf dem Niveau so, dass man sich kaum Schwächen erlauben kann. Wir machen für die Einzel-Wettbewerbe einen Haken dran und werden in Pilsen einen nächsten Anlauf auf die Quotenplätze nehmen“, so Roth.
EM-Debütant Sebastian Franz musste als 64. Mit 618,3 Ringen ein wenig Lehrgeld bezahlen. 618,3 Ringe  
Der dritte deutsche Starter, Julian Justus, war gar nicht erst angereist, da ihn kurzfristig ein grippaler Infekt niedergestreckt hatte. Somit ist der DSB im Team-Wettbewerb auch mit keinem Männer-Team vertreten.

Foto: DSB / Überzeugten im Mixed: Julia Hochmuth und Michael Schwald.
Foto: DSB / Überzeugten im Mixed: Julia Hochmuth und Michael Schwald.

Luftpistole Mixed: Hochmuth & Schwald gute Sechste

Einen starken sechsten Platz belegten Julia Hochmuth & Michael Schwald im Luftpistolen Mixed-Wettbewerb. In Teil eins der Qualifikationsphase zeigte das Duo mit 580 Ringen (Hochmuth 289, Schwald 291) eine überzeugende Leistung, die sie auf Platz vier und ins Viertelfinale führte. Dort wollten die Zehner nicht so oft fallen wie gewünscht, sowohl Hochmuth als auch Schwald erzielten 189 Ringe (= 378) und somit insgesamt fünf zu wenig für den Einzug in das Bronzefinale. Dennoch zeigte sich Hochmuth zufrieden: „Wir sind alles in allem zufrieden und haben eine ordentliche Leistung abgerufen, nachdem der Tag gestern nicht so lief, wie wir es uns erträumt hatten. Insgesamt lässt die Leistung für das Team-Event hoffen.“
Das Duo Robin Walter & Monika Karsch schloss die Qualifikation auf Platz zwölf mit 575 Ringen ab. Walter zeigte nach Platz fünf im Einzel erneut seine gute Form mit 291 Ringen, Karsch konnte mit ihren 284 Ringen nicht mithalten.

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