Weltmeisterschaften
Schießsport-WM Doha: Weltmeister Dallinger entthront, aber zufrieden
Am ersten Wettkampftag der ISSF-Weltmeisterschaft in Doha/Katar gab es für die deutschen Luftgewehrschützen nicht den erhofften Finaleinzug: Maximilian Dallinger, Sensations-Weltmeister im vergangenen Jahr, enttäuschte als Zwölfter nicht, auch Nele Stark als 24. zeigte eine gute Leistung.

Mit 631,6 Ringen schoss Dallinger Saisonbestleistung und war demnach zufrieden: „Natürlich hätte ich mir eine bessere Platzierung gewünscht, aber mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Ich habe gut gearbeitet und kaum Fehler gemacht, ich hatte 58 Innenzehner, das spricht für sich und gibt mir ein gutes Gefühl beim Saisonhöhepunkt da zu sein.“ Zum Finaleinzug fehlten ihm ganze 0,6 Ringe – im vergangenen Jahr war Dallinger mit 632,6 Ringen in das Finale eingezogen, was er danach gewann. Auch Maximilian Ulbrich (629,4) und Daniel Bühlmeyer (628,4) zeigten ordentliche bis gute Leistungen, dies reichte in diesem Weltklassefeld jedoch nur zu den Plätzen 21 und 36. Im Team belegte das Trio den guten fünften Platz. Einzel-Gold sicherte sich Olympiasieger Lihao Sheng/CHN, der bereits die Qualifikation mit unglaublichen 637,2 Ringen dominiert hatte. Einen olympischer Quotenplatz gab es obendrauf, wie auch für Miran Maricic/CRO und Patrik Jany/SVK.
Auch Nele Stark durchbrach die Schwelle von 630 Ringen und erzielte exakt 0,3 Ringe mehr. Ganz zufrieden war sie damit nicht, auch weil sie wusste, wo sie Zehntel liegengelassen hatte: „Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber auch nicht so gut, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte leider ein paar Schüsse dabei, bei denen ich ruhig stand, aber einfach nicht in der Mitte und trotzdem abgezogen habe. Da hat die Kombination Auge, Hirn und Finger nicht so funktioniert.“ Letztlich betrug der Rückstand auf Rang acht, den letzten Finalplatz, 1,9 Ringe. Anna Janßen (629,5) als 35. und Hanna Bühlmeyer (627,1) als 52. Hatten jeweils eine Serie von 106 Ringen und mehr, aber auch jeweils eine Serie mit 103 Ringen – das ist bei dieser Konkurrenz dann letztlich zu wenig. Im Team gab es Platz sieben. Das Finale war asiatisch geprägt mit sechs der acht Athleten aus Asien. Den WM-Titel gewann die Koreanerin Hyojin Ban vor den Chinesinnen Jiayu Han und Zifei Wang. Da nur ein olympischer Quotenplatz pro Nation und Wettbewerb vergeben wird, konnte sich Frankreichs Oceanne Muller als Vierte darüber freuen.
Schnellfeuer: Zwei DSB-Schützen auf Finalkurs
Nach dem ersten Halbprogramm liegen Florian Peter (294) und Emanuel Müller (293) als Zweiter bzw. Siebter auf Finalkurs. Dabei hatte Müller in der letzten Vier-Sekunden-Serie eine Störung, ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Insgesamt liegt das Feld extrem eng zusammen, sodass sich auch Oliver Geis (291) als aktuell 15. am 4. November durchaus noch Hoffnung machen darf, in das Finale der besten Acht einzuziehen.

Das deutsche Team in Doha
Flinte: Felix Haase (Oerlinghausen), Christopher Honkomp (Emstek), Sven Korte (Ibbenbüren), Nadine Messerschmidt (Schmalkalden), Valentina Umhöfer (Saal a.d. Saale), Marius John (Friemar), Andreas Löw (Weihenzell), Pius Rosenecker (Dürrwangen), Nadine Goldbrunner (München), Kathrin Murche (Elsnig), Karla Riehmann (Gotha)
Gewehr: Hanna Bühlmeyer, Daniel Bühlmeyer (beide Weiltingen), Maximilian Dallinger (Freising), Maximilian Ulbrich (Wielenbach), Max Ohlenburger (Idstein), Anna Janßen (Kevelaer), Nele Stark (Güglingen), Larissa Weindorf (Mannheim), Lisa Grub (Weingarten)
Pistole: Josefin Eder (Müllrose), Monika Karsch (Regensburg), Michelle Skeries (Potsdam), Doreen Vennekamp (Ronneburg), Paul Fröhlich (Hitzhofen), Christian Reitz (Regensburg), Robin Walter (Reichenbach), Oliver Geis (Bad Camberg), Emanuel Müller (Pfullingen), Florian Peter (Obertshausen)
Betreuer: Wolfram Waibel, Claudia Verdicchio-Krause, Detlef Glenz, Katharina Bechtel, Uwe Möller, Steffen Jabin, Carsten Hees, Sandra Reitz, Thomas Zerbach, Frank Dittmer, Frank Günther, Mike Stöcker, Stefan Nolte, Christian Stauske, Victoria Nolte, Michel Gomez-Krämer, Michaela Huck, Annika Giese, Alexander Bund
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