Kroppen, Michelle

Michelle Kroppen

Wettbewerbe Recurve
Recurve mixed
KaderBogen
KaderstatusOlympiakader
Geburtsdatum19.04.1996
WohnortBerlin
VereinSV GutsMuths Jena
BerufBundespolizei Polizeimeisteranwärterin, mittl. Dienst
HobbiesLesen, Musik, Fotografie
TrainerOliver Haidn
Michelle Kroppen
Jahr Event Ort Platz Wettbewerb  
2019 Deutsche Meisterschaften Berlin 3. Recurve  
2018 Deutsche Meisterschaften Wiesbaden 3. Recurve  
2017 Deutsche Meisterschaften Hof 2. Recurve  
2016 Deutsche Meisterschaften München 1. Recurve Junioren
2015 Deutsche Meisterschaften Raubling 1. Recurve Junioren
2014 Deutsche Meisterschaften Zeven 1. Recurve Junioren

Michelle Kroppen - Ihre Story

Oma sei Dank! Denn die Großmutter von Michelle Kroppen war es, die ihre Enkelin zum Bogensport brachte, in dem die heute 25-Jährige 2018 mit der Silbermedaille beim Weltcup in Salt Lake City den Durchbruch in die Weltspitze schaffte.

Dafür tat und tut Kroppen, die sich als ehrgeizig, zurückhaltend, aber emotional beschreibt viel. „Fünfmal die Woche trainiere ich morgens bis nachmittags möglichst abwechslungsreiches Schießtraining. Im Anschluss kommt Ausdauer- oder Krafttraining.“ Möglich macht dieses Pensum die Bundespolizei, der Kroppen angehört.

Tokio 2020 ist für mich ein Ziel, das anfangs gar nicht da war und nun irgendwie in greifbare Nähe gerückt ist.

Michelle Kroppen

Dadurch kann sie sich dem Sport widmen, der ihr so viel bedeutet und mit dem sie hoch hinaus will: „Tokio 2020 ist für mich ein Ziel, das anfangs gar nicht da war und nun irgendwie in greifbare Nähe gerückt ist.“ Dafür sorgte sie höchstpersönlich, denn an der Seite von Elena Richter und Lisa Unruh errang Kroppen bei der WM 2019 in Herzogenbusch den ersehnten Team-Quotenplatz. Zudem avancierte die Blondine als WM-Vierte zur besten Europäerin der WM.

Ein Jahr zuvor hatte Kroppen für einen ersten echten Paukenschlag gesorgt, als sie beim Weltcup in Salt Lake City in das Goldfinale einzog und sich dort nur der Inderin Deepika Kumari geschlagen geben musste. Keine Frage: Kroppen ist DIE Aufsteigerin und nunmehr eine der großen Hoffnungsträgerinnen im deutschen Bogensport.

Ihr Platz im deutschen Olympia-Team war dann auch nicht gefährdet, denn sie setzte sich in allen internen Qualifikationsschießen an Position eins und überzeugte auch international. Diese Stärke und Stabilität will sie nun auch bei ihren ersten Olympischen Spielen zeigen, um sich den nächsten Traum zu erfüllen: den einer olympischen Medaille.

10 Fragen an Michelle Kroppen

Was sind deine Erwartungen?
Ich möchte das abrufen können, was ich die letzten Jahre aufgebaut haben. Ich möchte an die Linie gehen und mir sicher sein. Und wenn ich die Schießlinie verlasse, möchte ich immer sagen können, ich habe mein Bestes gegeben. Eine Medaille ist für jeden möglich und wäre das i-Tüpfelchen.
 
Sind es für dich „normale“ Olympische Spiele?
Ich kenne noch keine anderen Olympischen Spiele. Ich weiß also nicht, wie sie sonst ablaufen. Ich bin mir sicher, dass sie „anders“ sein werden als sonst, aber trotzdem sehe ich sie als Olympische Spiele an. Und auch wenn es anders wird, werde ich jede Impression aufsaugen.
 
Hast du dir Tipps von anderen geholt in Bezug auf die Olympischen Spiele? Wenn ja, von wem?
Nein. Ich habe ein paarmal mit Lisa über Rio gesprochen, aber mir keine direkten Tipps geholt.
 
Wie viele Leute haben dir zur Olympia-Teilnahme gratuliert? Wer wird am meisten die Daumen drücken bzw. wer ist dein größter Fan?
Einige Menschen haben mir persönlich und über Social Media gratuliert, da habe ich nicht mitgezählt, sondern mich einfach über jede einzelne Gratulation gefreut. Ich denke, meine Mama und meine Oma sind meine größten Fans, aber ich denke auch, dass jeder Mensch, dem ich etwas bedeute, mir die Daumen drücken wird.
 
Was ist schwieriger? Die Olympia-Qualifikation oder das olympische Turnier?
Das kann man nicht vergleichen. Ich würde keines von beiden als schwieriger oder leichter einschätzen.
 
Hast du je an deiner Qualifikation für Tokio gezweifelt?
Ich wusste, dass ich gute Chancen habe, nach Tokio zu fahren. Natürlich kamen hier und da trotzdem die Selbstzweifel. Diese habe ich aber dann in vielen langen und intensiven Gesprächen mit meinem Psychologen Axel Rabenow immer wieder beseitigt, um positiv in die Wettkämpfe gehen zu können.
 
Worauf freust du dich am meisten?
Ich freue mich am meisten, an der Linie stehen zu dürfen, als eine von 64 Damen, die es geschafft haben, sich zu qualifizieren und der Welt zu zeigen, wofür ich nahezu jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehe.
 
Wovor hast du den größten Respekt?
Ich habe den größten Respekt vor den Sportlern, die immer wieder aufstehen können und sich zurück in die Weltspitze kämpfen.
 
Welcher Glückbringer ist mit im Gepäck nach Tokio?
Meine Mama hat mir ein kleines gehäkeltes Erdmännchen geschenkt, welches beim Wettkampf in meinem Köcher sitzen und auf mich aufpassen wird.
 
Was ist dein persönliches Ziel?
Spaß haben, denn das ist das Wichtigste, um erfolgreich zu sein. ️

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